Bodo Ramelow
Seit 2014 Thüringens Regierungschef: der Linken-Politiker Bodo Ramelow. Bildrechte: dpa

Thüringen Linke wählt Ramelow zu Spitzenkandidaten

Am 27. Oktober wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Die Linken entschieden am Samstag, mit Regierungschef Ramelow in den Wahlkampf zu ziehen. Der will sich für eine Fortsetzung von Rot-Rot-Grün stark machen.

Bodo Ramelow
Seit 2014 Thüringens Regierungschef: der Linken-Politiker Bodo Ramelow. Bildrechte: dpa

Die Linke in Thüringen zieht mit Ministerpräsident Bodo Ramelow als Spitzenkandidat in den Wahlkampf für die Landtagswahl. Auf ihrem Landesparteitag in Arnstadt stimmten 97,35 Prozent der Delegierten für den Regierungschef. Zwei der 113 Vertreter votierten gegen den 63-Jährigen, es gab eine Enthaltung.

Ramelow will für Fortsetzung von Rot-Rot-Grün kämpfen

In Arnstadt stimmte Ramelow seine Partei bereits auf den Wahlkampf ein. Unter lautem Beifall sagte er: "Dieses Land kann, nein, dieses Land muss sozialer regiert werden." Auf Facebook schrieb der linke Regierungschef, für eine Fortsetzung einer rot-rot-grünen Koalition kämpfen zu wollen. Er wolle das Bundesland "weiter sozial, demokratisch und ökologisch gestalten und nicht den Hetzern und Schreihälsen überlassen".

Ramelow ist seit 2014 Ministerpräsident im Freistaat. In Thüringen wird am 27. Oktober ein neuer Landtag gewählt.

Weitere Listenplätze vergeben

Auf Listenplatz zwei wurde am Sonnabend Linken-Landespartei- und Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow gewählt - mit 86,73 Prozent der Stimmen. Die Thüringer Sozialministerin Heike Werner folgt auf Listenplatz drei. Der Linke-Innenpolitiker Steffen Dittes landete auf Platz vier, die Abgeordnete Anja Müller auf Platz fünf und Christian Schaft auf Platz sechs. Agrarministerin Birgit Keller wurde auf den siebten Rang gewählt. Am Sonntag wurden dann weitere Listenplätze vergeben. Unter den 20 ersten sind fünf Kandidatinnen und Kandidaten unter 35 Jahren. Ramelow und Hennig-Wellsow sprachen von einem deutlichen Signal der Partei. "Wir sind in einem gesellschaftlichen Veränderungsprozess, und dazu muss man auch innerhalb der Parteien Wege frei machen, dass die jüngere Generation auch tatsächlich Verantwortung übernehmen kann", sagte Ramelow dem MDR.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Juni 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2019, 19:23 Uhr

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20 Kommentare

24.06.2019 09:43 andreas 20

Ein (vielbeschworener) Generationswechsel mit Kandidaten, die nur aus dem eigenen Politikbetrieb (Angestellte von Abgeordneten) kommen, ist wohl eher keiner.
Jene jungen Leute haben nie eine Schippe in der Hand gehabt, sondern nur Losungen, Positions- und Strategiepapiere...

24.06.2019 07:21 Rei 19

Bitte keine Fortsetzung von Ramelow, Lauinger und Tiefensee. Es wird wohl nicht mehr rechnerisch für RRG reichen.

23.06.2019 22:23 Albrecht 18

Hoffentlich ist der Spuck RRG bald vorbei, ich wünsche mir CDU unter Führung von Herrn Mohring, kein weiterso mit RRG, Ramelow hinterkä0t verbrannte Erde

23.06.2019 19:58 Lyn 17

RRG .....und vielleicht noch mit 1 oder 2 weiteren Farben der neuen bunten Einheitspartei, egal, Hauptsache kein himmelblau. Und Hauptsache man behält seine Pfründe und kann weiter wursteln.
Das könnte passieren.....ich hoffe nicht.
Spannend wird es auf jeden Fall.

23.06.2019 16:52 Thore 16

Ramelow sieht beim Singen der Hymne überall marschierende Nazis.....ich sehe beim Anblick dieses Herrn seine übelst peinliche Darbietung auf dem Saalfeder Bahnhof......Inschallah...!

23.06.2019 15:05 leere Versprechungen 15

Landtagswahl in Thüringen: Hier ist es doch egal ob man zur Wahl geht oder nicht. Zum Schluss kommt immer das selbe raus. Die auf der Wahlliste stehen sind immer die Selben und sichern sich ihre Posten für ihre Diäten und Pensionen an erster Stelle ab. Die Bürger und Rentner als Wähler mit ihren niedrigen Einkommen sind wie immer die Dummen und müssen für jede unfähige Handlungsweise der Gewählten zahlen. Die Partei die Linke die aus der PDS und der SED als nachfolge Partei für Mangelware und Unterdrückung hervorgegangen ist, ist für mich nicht wählbar. Die CDU hatte eigentlich ihre Chance, ob das nun die alte neue Alternative wird kann erst die Zukunft mit sich bringen. Leider haben in der Landespolitik in Thüringen zu viele Importpolitiker das Sagen. In erster Linie hätten hier mehr ortskundige Politiker das Sagen haben müssen, die mit dem Rennsteig und ihrer Heimat verbunden sind. Hier fehlt immer noch die Bahnlückenschließung von Oberhof über dem Bahnhof Rennsteig nach Bayern .

23.06.2019 13:28 Harth 14

Hoffentlich ist der Spuk mit R2G in Thüringen bald vorbei !

23.06.2019 11:16 Peter 43 13

Sehr geehrter REXt, ja genau die Lehrerproblemaik ist ein Teil des Scherbenhaufens! Warum sind denn zu CDU Zeiten so viele Lehrer aus Thüringen abgewandert? Jetzt wurde durch die Verbeamtung etwas dagegen getan! Eine Lehrerausbildung dauert mindestens 6 Jahre und da reicht eine Wahlperiode nicht um die Versäumnisse von damals zu überwinden! Übrigens der Lehrermangel ist ein Problem von ganz Deutschland! Wir brauchen endlich ein einheitliches Bildungssystem!ü

23.06.2019 09:04 Loddy 12

Schade das bei der SPD einige lieber das sinkende Schiff verlassen, offensichtlich geht es ihnen nur um Posten u. nicht um ihre Wähler bzw. die Partei, und damit eine erfolgreiche Fortführung der Koalition r-r-g schon jetzt Gefährten.

23.06.2019 08:16 REXt 11

Peter43, den Scherbenhaufen der CDU weggeräumt?
Na dann unterhalten sie sich mal mit Lehrern über Schulen! Da wurde eher, ein Loch mit dem anderen gestopft, Unterrichtsausfall durch Lehrermangel, keine Noten, frustrierte Lehrer, die überaltert sind, keine Lehrer für Mathe, Physik, Chemie, tolles Ergebnis , sehr lobenswert!!!!