Vier Politiker stehen vor Mikrofonen und geben Erklärungen ab.
Michael Kretschmer (li) und Wolfram Günther (2.v.li.) haben zueinander Vertrauen gefasst. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sachsen Kretschmer über Sondierungen: "Es ist Vertrauen entstanden"

Nach drei Sondierungsrunden wollen CDU, Grüne und SPD in Sachsen über die Bildung einer Koalition verhandeln. Laut CDU-Chef Kretschmer und dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden Günther gibt es gemeinsame Ideen für das Land.

Vier Politiker stehen vor Mikrofonen und geben Erklärungen ab.
Michael Kretschmer (li) und Wolfram Günther (2.v.li.) haben zueinander Vertrauen gefasst. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich zuversichtlich über das Zustandekommen einer Kenia-Koalition im Freistaat geäußert. Kretschmer sagte MDR AKTUELL, in den Vorgesprächen sei "wirklich Vertrauen und gegenseitiges Verständnis" entstanden. Er habe nicht nur den kleinsten gemeinsamen Nenner haben wollen, sondern ein gemeinsames Bild von Sachsen in zehn bis 15 Jahren. Das sei gelungen.

Grünen-Fraktionschef Wolfram Günther sagte, es sei darum gegangen, wie man das Land zukunftsfähig bekomme. Da habe man gemerkt, dass man oft nicht weit auseinander sei.

Sachsens SPD-Chef Dulig sagte, er habe eine neue politische Kultur des Miteinanders erlebt. CDU, Grüne und SPD hatten sich gestern geeinigt, eine Kenia-Koalition anzusteuern. In einem gemeinsamen Strategie-Papier bekannten sie sich unter anderem zum Kohle-Ausstieg 2038. Die Abbaggerung des Dorfes Pödelwitz soll verhindert werden. Zudem sollen der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und der soziale Wohnungsbau intensiviert werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Oktober 2019 | 06:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Oktober 2019, 08:53 Uhr

49 Kommentare

Wessi vor 10 Wochen

Nein, Wertester: die demokatischen Parteien haben keine Angst vor der AfD, aber zu viele Menschen sind durch den Faschismus deutscher Rechtsaussen ums Leben gekommen, als daß man als anständiger Mensch nicht mit Leib und Seele, mit demokratischen Kompromissen in guten Koalitionen zusammenwirken MUß.Der von Ihnen fälschlicher Weise zitierte"Wählerwille" hat über 70% der Stimmen gg. die AfD (in Sachsen) aufgezeigt, wohl wissend, daß KEINE der demokratischen Parteien mit dem Verein in Koalition gehen wird.Jede Stimme für die AfD ist verloren und das beste für alle Demokraten kann+darf nur sein mit erfolgreicher Politik blaubraun mehr als flüssig zu machen! Die "Einheitsfront" gibt es lediglich als Garant für diese gute BRD gg. revisionistsiche Traumtänzer.Die Stärke der BRD wird auch diesen Angriff gg. ihre Werte überwinden.Es ist keine Angst...es ist Ekel.

Udo vor 10 Wochen

Schon allein die Angst der Etablierten vor Wahlen ist doch Beweis dafür, dass jede Stimme für die AfD Wirkung zeigt, auch wenn die AfD nicht an der Regierung beteiligt wird. Werter Wessi, da können Sie noch so viel palavern, die "Einheitsfront" ist eine Mogelpackung, die nur der Macht geschuldet ist und deshalb eben nicht dem Wählerwillen entspricht.

Werner vor 10 Wochen

Nachtrag zum "worst case" + "Supergau": Die CDU bekommt keine, nicht ganz exakt veröffentlichten Spenden mehr von "CG", wie "Spiegel" 2004 berichtete, und auch so wird´s "sparsam" + der GF von CG, der auch medial kein unbekanntes kleines Licht ist, macht einen Riesenrabbatz in Berlin und überall + die CDU-Basis regt sich über das dröhnende und massigviele Vertuschen auf + setzt Kretschmers Truppe unter Druck, sich von den Dingsda, die man nett "Aktivisten" nennt, zu distanzieren, und wenn nicht, gibts noch mehr Rabbatz von der Basis, als nur "Brodeln" + bei der Wahl in Thüringen bekommt die CDU gleich mit eins drübergebraten, wo sie diesmal garnichts dafür kann + Kretschmer lässt das Ding platzen, und kann damit Pluspunkte bei der Basis und Wählern sammeln, um die CDU Sachsen nicht restlos den Bach runter gehen zu lassen + der "Kohleausstieg" kommt eher, als gedacht, aber dafür ganz anders, als gedacht - als "Supergau" für die Anderen, die sonst immer am Drüberbraten & Vertuschen sind.