Auf einem T-Shirt einer jungen Frau aus der Jugendredaktion der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung steht bei der Vorstellung des Wahl-O-Mat im Sächsischen Landtag «Wilst Du mit mir wählen gehen?».
In knapp vier Wochen ist die Landtagswahl in Sachsen. Wer noch unschlüssig ist, bei welcher Partei er sein Kreuz machen soll, kann den Wahl-O-Mat als Entscheidungshilfe nutzen. Bildrechte: dpa

Wahlprogramme im Vergleich Wahl-O-Mat für Landtagswahl in Sachsen online

Welche Partei vertritt am besten meine politischen Interessen? Wer sich das vor der Landtagswahl in Sachsen fragt, kann jetzt den Wahl-O-Mat nutzen und die Positionen der Parteien vergleichen. Das Online-Tool erfreut sich laut Landeszentrale für Politische Bildung immer größerer Beliebtheit. Deshalb wird mit Hunderttausenden Klicks gerechnet.

Auf einem T-Shirt einer jungen Frau aus der Jugendredaktion der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung steht bei der Vorstellung des Wahl-O-Mat im Sächsischen Landtag «Wilst Du mit mir wählen gehen?».
In knapp vier Wochen ist die Landtagswahl in Sachsen. Wer noch unschlüssig ist, bei welcher Partei er sein Kreuz machen soll, kann den Wahl-O-Mat als Entscheidungshilfe nutzen. Bildrechte: dpa

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen ist am Montagmittag der Wahl-O-Mat der Landeszentrale für Politische Bildung online gegangen. Nutzer finden dort 38 Thesen zu politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen, zu denen sie Stellung nehmen können. Am Ende können sie ihr Ergebnis mit den Wahlprogramm der Parteien vergleichen, die in Sachsen zur Wahl antreten.

Roland Löffler, Direktor der Landeszentrale für Politische Bildung, rechnet in den nächsten Wochen mit mehreren Hunderttausend Klicks beim Wahl-O-Mat. Löffler sagte MDR AKTUELL, das Interesse am Wahl-O-Mat sei von Wahl zu Wahl gewachsen. Früher hätten ihn eher junge Leute genutzt. Inzwischen sei er auch bei Älteren populär und sogar ein internationales Phänomen.

Vergleich mit Positionen aller Parteien möglich

Löffler zufolge handelt es sich bei dem Online-Tool nicht um eine Wahlempfehlung. Vielmehr könne man sich schnell darüber informieren, wie die Parteien zu verschiedenen Fragen stünden und wie sie das begründeten.

Im Gegensatz zu vorangegangenen Wahlen wie der Europawahl gebe es jetzt auch keine Einschränkungen mehr beim Vergleichen seiner Positionen mit denen der Parteien. Bislang habe man nur eine begrenzte Zahl an Parteien auswählen können, um seine Angaben zu vergleichen. Jetzt könne man das zwar weiterhin tun, aber sich auch alle Parteien anzeigen lassen. Keine Partei werde jetzt mehr diskriminiert.

Breites Spektrum an Themen

Mit Blick auf die 38 ausgewählten Thesen erklärte Löffler, diese seien in einem aufwendigen Prozess ausgewählt worden. Mit Hilfe von Forschern der Universität Düsseldorf seien zunächst 80 Fragen erstellt worden. Daraus habe man dann 38 Thesen ausgewählt, bei denen man eine gewisse Unterscheidung in den Wahlprogrammen der Parteien erkennen konnte. Zudem sollte auch die Breite der Wahlprogramme abgedeckt werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. August 2019 | 09:35 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. August 2019, 13:17 Uhr