Hinter Büschen und Unkraut steht 2013 ein leerstehendes Haus.
Einige ländliche Regionen klagen über einen dramatischen Wohnungsleerstand. Bildrechte: dpa

Vor dem Wohnunggipfel in Berlin Landkreise klagen über Wohnungsleerstand

Viele Regionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben noch immer mit Wohnungsleerstand zu kämpfen: Nach einer aktuellen Statistik stehen in sechs Landkreisen mehr als zehn Prozent der Wohnungen leer.

Hinter Büschen und Unkraut steht 2013 ein leerstehendes Haus.
Einige ländliche Regionen klagen über einen dramatischen Wohnungsleerstand. Bildrechte: dpa

Viele Regionen in Mitteldeutschland haben nach wie vor mit Wohnungsleerstand zu kämpfen. Nach einer aktuellen Statistik stehen in sechs Landkreisen mehr als zehn Prozent der Wohnungen leer. Dazu gehören der Unstrut-Hainich- und der Kyffhäuserkreis in Thüringen sowie der Vogtlandkreis in Sachsen.

In einigen Kleinstädten gibt es sogar mehr als 20 Prozent Leerstand. Der Präsident des Bundesverbandes der Wohnungsunternehmen, Gedaschko, sprach bei MDR AKTUELL von einem kaum beachteten Problem. Für viele Politiker und Journalisten sei der Leerstand auf dem Land aus dem Blickfeld geraten.

In Berlin trifft sich Kanzlerin Merkel heute mit Vertretern der Bauwirtschaft. Dabei geht es vor allem um die Wohnungsnot in den großen Städten und um den rasanten Anstieg der Mieten dort.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. September 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. September 2018, 07:49 Uhr

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15 Kommentare

21.09.2018 21:11 Bronko 15

Wenns den Ureinwohnern zu bunt wird, wird sich das Blatt wenden, denn irgendwann hat jeder genug.....................

Nur mal rein logisch. Es ist NICHT möglich, mit den ansässigen Firmen diese Wohnungen zu bauen, die in Ballungsgebieten notwendig wären. Nicht machbar, auch nicht dann, wenn alle Baufirmen in Dt. nur dafür arbeiten würden, was ja bekanntlich nicht der Fall sein wird. Man rennt sehenden Auges ins Verderben dank Merkel. Gut gemacht, Frau Kanzlerette.

21.09.2018 18:36 GEWY38 14

Wenn in der Fläche oder auch schon in Ballungsgebieten die Infrastruktur fehlt, oder immer weiter zurück gebaut wird, verschwindet auch die Industrie und/oder neue Unternehmen siedeln sich nicht an. Wenn es selbst in Großstädten mit Hochschulen und TU's kein Fernverkehr der Bahn mehr gibt, meiden auch Studenten diese Regionen. Die Dienstleister verschwinden, die Region überaltert. Wer sich das in einem dichtbesiedelten Land wie der BRD leistet und die Ursachen nicht bekämpft, sondern solchen Käse wie Wohnungsbauprogramme bei über 1 Mill. Leerstand auflegen will, hat total die Übersicht verloren und ist unfähig.
1,5 Mill Wohnungen in 3 Jahren bauen? Es gibt Erhebungen, dass die Kapazitäten am Bau für ca. 275T langen und selbst bei Aktivierung der Plattenbauweise, höchstens der Neubau von 350 T Wohnungen/Jahr möglich ist. Was stimmt nun? Wieder mal nur heiße Luft?

21.09.2018 17:41 Dorfbewohner 13

“pkeszler 12

@Dorfbewohner...Bei permanenten Leestand muss ich Ihnen recht gaben. Aber ich könnte Ihnen Beispiele aus Thüringen nennen, wo die kommunale Wohnungsbaugesellschaft eben aktiv ist und abgerissene Häuser durch neue ersetzt…”

Das ist ja klar und auch mir selbst bekannt aber das hat nichts mit der Beseitigung von z.B. unbewohnbaren Altbauten und an deren Stelle dann Wiedererrichtung von neuen Wohnungen im gesamten Land(z.B. Thüringen)zu tun.
Abrissreife Altbauten gehören meistens Privatleuten und keinen KWGesellschaften und folglich auch der Grund und Boden nicht und wenn deren Finanzen anderes als das Verfallenlassen hergeben würden, sähe es wahrscheinlich stellenweise auch nicht so heruntergekommen aus.

Und wenn dann, wie sehr oft, nur noch die alten Herrschaften hier leben, weil die Jugend fort ist, ist es irgendwann unabdingbar, dass immer mehr Bausubstanz leer steht und später dem Verfall preisgegeben ist.

21.09.2018 16:46 pkeszler 12

@Dorfbewohner:
Kommunalverwaltungen haben diese nicht(bauen sowieso keine Wohnungen), Private auch nur selten und dann noch, wer baut schon neue Wohnungen beim Leerstand von."
Bei permanenten Leestand muss ich Ihnen recht gaben. Aber ich könnte Ihnen Beispiele aus Thüringen nennen, wo die kommunale Wohnungsbaugesellschaft eben aktiv ist und abgerissene Häuser durch neue ersetzt. Diese können verkauft werden oder in Altenheime usw. umgewandelt werden. Das kann man auch mit nicht mehr genutzten Fabrikgebäuden machen. Der Zuspruch aus der ganzen Umgebung ist sehr groß.

21.09.2018 15:48 H.E. 11

Nicht nur in Ostdeutschland gibt es Gegenden mit sehr viel Leerstand bei Wohnungen.
Vor kurzem, als ich von Göttingen nach Holzminden fuhr mit der Familie meiner Tochter, erzählte mein Schwiegersohn, daß in dieser Region jedes zweite Haus bzw. Wohnung leer steht.
Und schauen sie sich mal in der Eifel um und auch in Teilen der Pfalz.

21.09.2018 15:08 Gaihadres 10

@Nr.6 - Paule: Da fallen mir zuerst ganz andere Konsorten ein die mit Bildern versuchen die Massen manipulieren... Wo aber bitte ist denn das hier Manipulation? Eine Leerstehende Wohnung verfällt natürlich. Und wenn sie 20 Jahr Leer steht, dann sieht sie durchaus so aus. Es ist ein Beispielbild. Lassen Sie die Kirche doch bitte im Dorf - wenn Sie dahinter gleich eine Manipulation wittern, dann scheint Ihnen auch ein gewisses Maß an Verhältnismäßigkeit abhanden gekommen zu sein, mit Verlaub gesagt.

21.09.2018 15:06 Dorfbewohner 9

“pkeszler 4

...Das Haus muss doch bestimmt abgerissen werden, um Platz für neue Wohnungen zu schaffen. Da muss aber auch die Gemeinde bzw. die Stadt mehr Initiative ergreifen.”

Situation genau erkannt, Problem gelöst!

Verwahrloste Bausubstanz muss abgerissen werden “um Platz für neue Wohnungen zu schaffen” und das durch Initiative der Gemeinde bzw. die Stadt.

Werter pkeszler, abreißen und neu bauen kostet jede Menge Taler, Kommunalverwaltungen haben diese nicht(bauen sowieso keine Wohnungen), Private auch nur selten und dann noch, wer baut schon neue Wohnungen beim Leerstand von…(bitte Überschrift lesen!).

21.09.2018 14:25 jochen 8

Im Klartext die von der Merkel verursachte Wohnungsnot.
Wenn die Wähler bei den Wahlen daraus keine Konsequenzen ziehen, haben sie selber schuld.
Verursacher darf man nicht durch Wählerstimmen belohnen.

21.09.2018 12:34 Morchelchen 7

Ob es auf Dauer als wirklich erstrebenswert gilt, in den überfüllten Städten zu leben, die, nicht nur versmogter, sondern, man braucht sich da nur umzusehen, farbloser und vermüllter werden, kann man jetzt noch nicht einschätzen. Vielleicht wird es sogar recht bald für ältere Menschen, die ihr Arbeitsleben beendet haben, total in, von der Großstadt aufs Land zu ziehen. Man ist mit Anfang oder Mitte 60 heutzutage noch gut drauf und dank Auto stets mobil, kann im Grünen leben, aber jederzeit zum Shoppen oder zum Wahrnehmen kultureller Angebote, in die Stadt zurück kehren. Es wird, meiner Meinung nach, zu schwarz gemalt.
Dass auf den kleinen Dörfern kaum noch Bäcker oder Fleischer zu finden sind, ist ebenfalls zu überbrücken. Die nächste Kleinstadt bietet genug Einkaufsmöglichkeiten. In Mecklenburg gab es schon zu DDR-Zeiten "verlassene Flecken", wo sogar der Ortskonsum zugemacht hatte und trotzdem Menschen lebten.

21.09.2018 12:33 Paule 6

Dieses Bild zu diesem Thema ist heutiger Journalismus in Reinkultur. Manipulation auf der ganzen Linie. Da braucht sich keiner zu wundern, wenn er auf der Beliebtheitsskala relativ weit unten steht.