Eine Sonnenblume vor einer Photovoltaikanlage
Bildrechte: Colourbox.de

Strom aus der Sonne Solarenergie als Energiequelle - lohnt sich das?

Die Sonne ist der größte und stärkste Energieträger. Es gibt viele Technikgadgets, die mit Solarstrom funktionieren. Angefangen bei einer Ladetasche für verschiedene Geräte, Solarlampen, die auch nachts leuchten, oder ein Kochset. Technikexperte Marco Ammer erklärt, wie lange Solarzellen genutzt werden müssen, damit sie auch wirklich klimafreundlich sind.

Eine Sonnenblume vor einer Photovoltaikanlage
Bildrechte: Colourbox.de

Das Beste an der Sonne ist, dass sie – zumindest nach heutigem Wissensstand noch sehr lange scheinen wird. Das heißt sie liefert ständig Energie. Das können wir natürlich nutzen und daraus Strom machen. Und genau das nutzen Technikanbieter öfter.

Ein Taschenrechner mit Solarzellen
Bildrechte: imago/Panthermedia

Mittlerweile gibt es immer mehr Gadgets, zum Beispiel Ventilatoren in unterschiedlichen Größen, die mit Hilfe eines kleinen Solarmoduls betrieben werden. Das liegt auf der Hand, wenn die Sonne scheint, tut ein kleines Lüftchen schließlich gut.

Der Computerzubehör-Hersteller Logitech hat schon seit einigen Jahren eine Solartastatur im Angebot. Wir kennen die Optik von Taschenrechnern und bei der Tastatur sieht es ganz ähnlich aus. Am oberen Rand sind Solarzellen eingebaut, die die Batterie aufladen. Das funktioniert mit Sonnenlicht und angeblich auch mit jeder weiteren Lichtquelle. Der eingebaute Akku soll bis zu drei Monate lang halten. Das klingt vielversprechend. Außerdem soll die Tastatur nur sieben Millimeter dick sein.

Mobil, aber nicht ohne Strom

Wer zur Zeit eine Wanderung über die Alpen oder den Jakobsweg plant, dem könnte auch der Solarrucksack helfen. Die Frage, wie das Handy den kompletten Weg über mit Strom versorgt wird, ist damit schnell geklärt. Das in den Rucksack integrierte Solarpanel kann unter guten Bedingungen 7 Watt Leistung liefern. Nach Herstellerangaben wäre ein Handy damit in drei bis vier Stunden geladen.

Harald Haupt, Geschäftsführer der Firma Quantys, zeigt am Donnerstag (23.06.2005) auf der Fachmesse "Intersolar" in Freiburg einen von der Firma entwickelten Rucksack mit Solarmodulen.
Bildrechte: dpa/lsw

Ähnlich funktionieren faltbare Solarpanels. Wer nicht gleich einen neuen Rucksack kaufen möchte, der kann so ein Gadget auch einfach einpacken und unterwegs rausholen, wenn das Endgerät nämlich Strom benötigt. Die Panels gibt es in unterschiedlichen Größen, auch hiermit kann ein Handy zum Beispiel in einigen Stunden wieder voll aufgeladen sein.

Solar Impulse
Bildrechte: imago/ZUMA Press

Auf dem Endverbrauchermarkt tut sich also einiges. Aber auch in etwas größeren Dimensionen ruht der Markt nicht. Es gibt immer wieder Experimente mit Solarautos und auch an solarbetriebenen Flugzeugen wird unter Hochdruck geforscht. Das berühmteste und bekannteste Beispiel ist da sicherlich das Solar Impulse. Ein Flugzeug aus der Schweiz, in dem zwei Piloten bereits 2015 eine Weltumrundung gelungen ist. Etwas mehr als 21 Tage waren die beiden Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg für die rund 40.000 Kilometer in der Luft.

Als Passagier- oder Frachtflugzeug taugen die Entwicklungen bisher allerdings noch nicht. Aber die Forschung dahin geht weiter. Und das Ziel könnte tatsächlich erreicht werden, schließlich werden die Zellen immer effizienter und leistungsfähiger. Das kommt auch Hausbesitzern zugute. Während vor einigen Jahren noch ein ganzes Dach mit Solarmodulen zugekleistert werden musste, um ausreichend Strom zu generieren, genügen mittlerweile erheblich weniger Zellen. Außerdem sind die Module mittlerweile vergleichsweise günstig geworden.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 24. Juni 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2019, 14:05 Uhr