Sinnvolles Zubehör Die neuesten Technik-Gadgets fürs Fahrrad

In Deutschland gibt es mehr als 75 Millionen Fahrräder, das heißt 90 Prozent der Bundesbürger besitzen eins. Und um uns allen das Radeln so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten, gibt es mittlerweile auch eine Menge technische Unterstützung. Was die neuesten Fahrradcomputer und smarten Helme können, das weiß Experte Marco Ammer.

Geschäftsmann schiebt Fahrrad
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Mehr Sicherheit und Spaß beim Radfahren

In den warmen Monaten sind zahlreiche Menschen auf ihrem Drahtesel unterwegs. Radfahren hat viele Vorzüge. Marco Ammer stellt Gadgets vor, die noch mehr Sicherheit und Spaß beim Fahrradfahren versprechen.

Intelligente Fahrradhelme

Fahrradhelme haben in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Überall im Straßenverkehr sind sie zu sehen. Je nach Geschmack und in verschiedenen Formen und Farben.

Aber die Hersteller toben sich nicht nur beim Design aus. Sie führen auch ein regelrechtes Wettrennen, um die technischen Helfer, die sie verbauen. So erinnert der Helm des Herstellers Livell zum Beispiel sehr an das Cockpit von Night Rider. Es blinkt und leuchtet sehr grell. Das Besondere ist: Das Licht geht automatisch an, sobald der Sensor feststellt, dass es dunkel ist. Und über eine Fernbedienung am Fahrradlenker blinkt er außerdem.

Fahrradhelm mit integrierter Beleuchtung und Blinker, 2018
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Darüber hinaus sind moderne Helme reine Multimedia- und Kommunikations-Wunder. Sowohl der Livall als auch zum Beispiel die Helme von Sena lassen sich per Bluetooth mit dem Handy verbinden. So kann man über die Helme und ohne zusätzliche Kopfhörer problemlos beim Fahren telefonieren. Die Mikrofone sind so angebracht, dass es auch bei Fahrtwind nicht rauscht.

Außerdem können die Helme untereinander kommunizieren. Das heißt, wenn man zwei oder mehr Helme desselben Herstellers hat, dann muss niemand mehr schreien, um sich auf dem Fahrrad zu verständigen. Besonders praktisch ist das, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Anweisungen hören die Kleinen dann auch in 300 Metern Entfernung noch wunderbar.

Die neue Generation der Fahrradcomputer

Fahrradcomputer können vor allem auf längeren Touren sehr hilfreich sein. Denn während für kurze Wege das Handy als Navigator völlig ausreicht, versagt bei mehrstündigen Touren schnell der Akku. Die Fahrradcomputer sind in dieser Hinsicht besser aufgestellt. Und genau das ist der entscheidende Vorteil gegenüber Handys.

Mit Hilfe der Computer lassen sich Touren planen und während der Fahrt navigiert das Gerät dann über Display und Sprachausgabe genau durch diese Tour. Mit den Computern lassen sich Leistungsdaten aufzeichnen und vergleichen. Und je nach Preisklasse des Computers lässt sich auch das Handy oder der Laptop damit verbinden.

Mann mit E-Bike nutzt Navigationssystem auf Mobiltelefon.
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Diese Eigenschaft ist besonders bei der Routenplanung sinnvoll. Denn es ist natürlich wesentlich einfacher, eine lange Tour am Rechner mit großem Display zu planen, als an dem kleinen Bildschirm des Fahrradcomputers.

Ein weiterer großer Vorteil der Geräte ist die Wetterbeständigkeit. Handys versagen möglicherweise bei kalten Temperaturen, Schnee oder Regen. All das macht Fahrradcomputern nichts aus. Sie sind Allwettergeräte mit großer Wohlfühlspanne.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 13. Juli 2020 | 17:00 Uhr