Eine Frau am Strand beim Liegestütz
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Digitale Gesundheitshelfer Was bringt smarte Technik für die Gesundheit?

Die Digitalisierung ist auch in der Gesundheit angekommen – mit allerlei elektronischen Helferlein. Die erinnern zum Beispiel an die Blutdruckmessung. Und mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille können wir uns das Fitnessstudio sparen. Wie das geht, weiß Experte Marco Ammer.

Eine Frau am Strand beim Liegestütz
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Die Digitalisierung im Gesundheitsbereich bringt Krankenhäusern und Ärzten Telemedizin, elektronische Patientenakten oder digitale Krankenkassenkarten. Aber der digitale Wandel kommt auch bei den Privatpersonen an, die mit Technik ihre Gesundheitsdaten im Blick behalten oder fördern wollen.

Haushaltsroboter als fahrendes Tablet

Bei Haushaltsrobotern denken wir zum Beispiel an automatische und autonome Staubsauger oder Rasenmäher. Allerdings dürfte dieses Denkschema bald aufgebrochen werden. Der Haushaltsroboter Temi ist nämlich ein rund ein Meter großer Roboter.

Er ist eine Art Haushaltshilfe. Zwar kann er den Tisch nicht abräumen und keine Wäsche machen. Aber er kann mit seinem Besitzer kommunizieren, ihn daran erinnern die Vitalfunktionen zu messen – also zum Beispiel den Blutdruck oder den Puls – und er kann im Prinzip alles, was ein modernes Tablet auch kann.

Roboter 'Pepper'
Roboter "Pepper" Bildrechte: MDR/Karsten Möbius

Kurzum: Temi soll älteren Menschen dabei helfen, so lange wie möglich alleine zu leben. Ein ähnlicher Roboter fährt zur Zeit durch das Uniklinikum in Halle. Der Pflege-Roboter "Pepper" erinnert stärker an einen Menschen, hat aber auch ein Tablet vor dem Bauch.

Ein EU-Forschungsprojekt hat den Roboter Mario konzipiert. Er ist auf die Unterstützung von Demenzkranken spezialisiert und übernimmt ähnliche Tätigkeiten wie Temi. Voraussetzung für das Funktionieren der menschenähnlichen Roboter ist eine WLAN-Verbindung. Außerdem ist es notwendig, dass es in der Wohnung oder im Haus keine großen Kanten und Hürden zu überwinden gibt. Treppen steigen können die Geräte nämlich noch nicht.

Smartwatches als EKG-Gerät

Joggerin schaut auf Smartwatch.
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Auch Smartwatches können ihre Träger dabei unterstützen, ihre Gesundheit und Fitness im Auge zu behalten. Dass die Uhren den Puls beim Joggen messen, ist nichts Außergewöhnliches mehr. Apple wirbt mittlerweile allerdings damit, dass die kleinen Geräte ein komplettes Elektrokardiogramm (EKG) erstellen können und das in nur wenigen Minuten.

Die Smartwatch von Samsung soll mit der entsprechenden App zur besseren Stresskontrolle beitragen und die gesunde Atmung unterstützen. Außerdem erinnern die Uhren regelmäßig daran, sich ausreichend zu bewegen und nicht nur zu sitzen. Bei zu wenig Aktivität fordern sie den Träger dazu auf, aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen. Ärzte sehen diese Entwicklung nicht nur positiv. Gerade bei einem EKG sollte man sich nicht auf ein kleines Gadget am Handgelenk verlassen. Der Besuch beim Arzt bleibt also weiterhin erste Vorsorgepflicht.

Virtual Reality-Spiele als Fitnessstudio-Ersatz

Mann mit VR-Brille
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Wer bei herbstlichem Schmuddelwetter nicht Joggen oder Fahrradfahren will, kann Sport auch zu Hause machen – in der virtuellen Realität. Für Spielekonsolen und Computer gibt es mittlerweile zahlreiche Virtual Reality-Spiele und Programme, die wirklich den ganzen Körper fordern.

Das beginnt bei Geschicklichkeitsspielen wie "Beat Saber" oder "Fruit Ninja" und endet bei Spielen, in denen man an Radrennen in anderen Ländern teilnimmt oder durch die Kanäle fremder Städte rudert. Das Haus muss man dafür nicht verlassen, Nässe und Kälte nicht fürchten. Ab und an durchlüften sollte man allerdings nicht vergessen.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 14. Oktober 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2019, 18:13 Uhr