Umschau-Quicktipp Mobile Bluetooth-Lautsprecher für draußen

Mobile Bluetooth-Lautsprecher sind oft kleiner als ein Tetrapack. Schon bauartbedingt können sie nicht mit großen Stereoanlagen oder größeren Funk-Lautsprechern mithalten, die dafür auch deutlich teurer sind. Trotzdem verfügen viele mobile Boxen inzwischen über genügend Leistung, um Grillparty, Garten oder Strand zu beschallen.

Unterschiede beim Klang

Aktuelle Produkttests zeigen aber, dass es beim Klang hörbare Unterschiede gibt. Danach versagen manche günstigen Geräte oft bei den Bässen, spielen einige Frequenzen im Vergleich mit anderen zu laut oder scheppern bei höheren Lautstärken. Es gibt aber auch ultrakompakte Ausnahmen mit viel Wumms. Generell kann man von kleinen Lautsprechern, die es schon ab zirka 30 Euro im Handel gibt, nicht allzu viel erwarten. Wer die Boxen mit nach draußen nehmen will, sollte mindestens 100 Euro investieren, richtig viel Klang gibt es ab zirka 200 Euro.

Da Klang immer auch ein individuelles Empfinden ist, sollte man die Lautsprecher nicht nur nach den technischen Daten kaufen, sondern sie sich im Geschäft auch anhören. Am besten hört man sich dort seine Lieblingssongs in gewohnter Lautstärke an, um einen Vergleich zu haben. Wer regelmäßig Podcasts oder Hörbücher hören will, achtet auf einen möglichst ausgewogenen Klang.

Was sich nicht für draußen eignet

Sehr kleine Bluetooth-Lautsprecher sind für draußen eher ungeeignet, denn in der Wohnung kann man ihren Klang durch die Platzierung auf einem Tisch oder in der Zimmerecke, die dann als Resonanzfläche dienen, verstärken. Draußen geht das natürlich nicht und deshalb sollte man da eher zu etwas größeren Lautsprechern greifen. Auch die Bauart hat Einfluss auf den Klang. Ein Gerät, dessen Lautsprecher in eine Richtung strahlt, ist für draußen weniger praktikabel als ein 360-Grad-Lautsprecher, der ringsherum alles beschallt.

Ausstattung

Ein Bluetooth-Lautsprecher.
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Einige Hersteller der mobilen Boxen versuchen mit Extras zu punkten. Auf jeden Fall sollte das Gerät selbst eine Bedienmöglichkeit haben, also eine Taste für die Wahl der Quelle und Tasten für Play, Pause, Vorwärts und Rückwärts, damit man nicht immer das Smartphone in die Hand nehmen muss. Zudem bieten einige Modelle eine Ladestandsanzeige für den Akku, eine Rauschreduktion oder einen Schacht für eine SD-Karte. Auf die lässt sich zusätzlich Musik laden, die nicht in den Handyspeicher passt. Manche Geräte haben auch eine Powerbank-Funktion, mit der sich das Smartphone über einen USB-Anschluss nebenbei aufladen lässt. Allerdings ist der Akku des Lautsprechers dadurch auch schneller leer. Einige Modelle lassen sich zusätzlich über WLAN auch im heimischen Netzwerk verwenden. Manche Geräte habe auch eine Freisprechfunktion. Viele Lautsprecher kommen zudem noch mit eigenen Apps für Smartphones und Tablets. Neben der Gerätesteuerung kann über die App oft der Klang noch etwas optimiert werden. Über die Apps lassen sich manche Boxen zudem als Wecker einsetzen.

Ein in einigen Lautsprechern eingebautes Radio bringt spätestens bei der nächsten großen Sportveranstaltung Punkte im Freundeskreis. Und wer es richtig laut mag oder mehrere Strandpartys gleichzeitig beschallen möchte, achtet beim Kauf darauf, dass sich die Boxen zusammenkoppeln lassen.

Es ist von Vorteil, wenn die Lautsprecher neben der gängigen Funk-Kopplung auch noch eine Kabelverbindung per Klinke zulassen. Darüber lassen sich auch ältere Handys oder MP3-Player über deren Kopfhörerausgang anschließen. Zudem wird der Akku von Smartphone und Box nicht so schnell geleert wie bei einer Verbindung per Bluetooth. Auch auf den Klang hat die Art der Kopplung Auswirkungen, denn über Bluetooth werden die Daten komprimiert. Allerdings hören die meisten Menschen den Unterschied zwischen Bluetooth- und Kabelverbindung gar nicht.

Wer auf einen störungsfreien Klang Wert legt, achtet auf den sogenannten aptX-Codec. Unterstützen die beteiligten Geräte dieses Verfahren, gelangt das Audiosignal fast verlustfrei von der Quelle zum Lautsprecher.

Durchhaltevermögen

Ein Bluetooth-Lautsprecher und ein Smartphone.
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Bei vielen Bluetooth-Lautsprechern ist im Lieferumfang ein Netzteil enthalten, mit dem sie sich in der Wohnung betreiben lassen. Für den mobilen Einsatz haben die meisten Geräte einen fest verbauten Akku, der über Micro-USB oder über das Netzteil aufgeladen werden kann. Der Energiespeicher sollte mindestens sechs Stunden schaffen. Inzwischen lassen sich die Lautsprecher im Schnitt zwischen zehn und zwölf Stunden mit dem Akku betreiben, manche sogar bis zu 45 Stunden. An der Steckdose werden die Geräte in der Regel innerhalb von zwei bis vier Stunden wieder voll geladen. Manche Hersteller setzen statt auf einen Akku auf ein Batteriefach. Vorteil dieser Lösung: Man kann unterwegs auch noch Batterien nachkaufen.

Wasser, Sand und Bluetooth-Lautsprecher?

Viele Hersteller tragen inzwischen durch eine robuste Bauweise dem Trend Rechnung, dass ihre Lautsprecher häufig draußen genutzt werden. Im Handel findet man auch immer mehr Boxen, die gegen Spritzwasser und Sand geschützt sind. In den technischen Daten findet man Angaben dazu unter der Schutzart-Klassifizierung Ingress Protection IP, gefolgt von zwei Zahlen. Die erste Ziffer liegt immer zwischen null und sechs und gibt Auskunft über den Schutz vor festen Stoffen, die zweite liegt zwischen null und neun und gibt den Schutz gegen Tropf- und Spritzwasser an. Je höher die Ziffer, desto besser der Schutz.

Lautsprecher und Gerät verbinden und los geht’s!

Die kleinen Lautsprecher verbindet man in der Regel via Bluetooth mit dem Smartphone oder dem Tablet. Bei manchen Boxen wird dafür nur eine Taste am Gerät gedrückt und sofort taucht der kleine Lautsprecher in den entsprechenden Fenstern von Handy oder Tablet auf. Alternativ kann man die Geräte auch über die Bluetooth-Funktion des Smartphones oder Tablets suchen und die Verbindung aufbauen. Die meisten Geräte funken derzeit über einen Bluetooth-Standard ab 4.0, und der reicht für etwa zehn Meter. Einige Boxen verfügen inzwischen auch schon über den Bluetooth-Standard 5.0 und können eine Distanz von mindestens 40 Metern überbrücken.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP bei der Arbeit | 17. Juli 2019 | 10:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2019, 00:10 Uhr