Autoverkäufer spricht mit einem Kunden
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Autoverkauf Tipps, wie Sie ihr Auto erfolgeich zu Geld machen

Auto kaufen ist nicht schwer, eins zu verkaufen hingegen sehr! Das gilt insbesondere für Gebrauchtwagen, die schon ein paar Jahre älter sind. So ein Auto an einen neuen Besitzer zu bringen, kostet Zeit und Nerven. Unmöglich ist es aber nicht, auch wenn man noch ein paar Euro für das Schätzchen haben möchte.

Autoverkäufer spricht mit einem Kunden
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Nach sieben Jahren wird fast jeder Gebrauchtwagen zum "Verbrauchtwagen". Das heißt, die Zeit der Übernahme des Gewährleistungsrisikos durch eine Garantieversicherung hat er hinter sich. Trotzdem gibt es auch für solche Autos noch Käufer.

Wie und wo will ich verkaufen?

Wer verkaufen will, hat mittlerweile eine Reihe verschiedener Möglichkeiten, seinen PKW anzupreisen und zu Geld zu machen.

Ein Mann hält einen Autoschlüssel.
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  • Inzahlungnahme durch den Händler bei Neu- oder Gebrauchtwagenkauf

Sie wollen nicht auf ein Auto verzichten, sondern lediglich den "Alten" loswerden und sich einen "Neuen" zulegen? Dann ist das die bequemste Methode. Der Händler zahlt Ihnen einen Preis, der vom Händlereinkaufspreis und dem Preis des zu verkaufenden Fahrzeuges abhängt.

  • Verkauf an einen Händler

Das ist bei bestimmten, stark nachgefragten Autos meist unproblematisch. Der Händler zahlt aber nur den relativ unattraktiven Händlereinkaufspreis, oft abzüglich eines regional abhängigen Korrekturfaktors.

  • Versteigerung im Internet

Sicher ist: Das Auto ist nach dem Ende der Auktion rechtswirksam verkauft! Allerdings kann der Kaufpreis auch bei nur einem Euro liegen. Die Methode kann trotzdem sinnvoll sein, wenn man sein Fahrzeug einfach nur loswerden will und keine Gebühr für die Verschrottung zahlen möchte.

  • Verkauf an einen privaten Gebrauchtwagenkäufer

Das geschieht in der Regel durch eine Anzeige in einer der großen Autobörsen. Oder klassisch in den Kleinanzeigen der Lokalzeitung. Hier wird der beste Preis erzielt! Allerdings braucht man gute Nerven und Zeit.

Eine Frau sucht auf einem Online-Portal für Gebrauchtwagen
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  • Verkauf an Plattformen im Netz

Der Ablauf ist denkbar einfach: Termin machen, Auto begutachten lassen, Vertrag unterschreiben und schon gibt’s Geld! Das funktioniert meist ohne Probleme und ziemlich schnell. Minuspunkt: Auf den Plattformen bringt das alte Auto meist verhältnismäßig wenig Ertrag.

  • Verkauf an privat

Unbedingt einen Kaufvertrag aufsetzen. Darin sollten alle Fahrzeugdaten eingetragen und sämtliche Mängel aufgelistet sein. Beide, also Käufer und Verkäufer erhalten ein unterschriebenes Exemplar. Verkaufen Sie das Auto erst, wenn Sie wirklich den vollen Kaufpreis erhalten haben. Melden Sie das Auto vor dem Verkauf ab. Zwar hat der Käufer dann einen größeren Aufwand, aber Sie sind auf der sicheren Seite, wenn es um Versicherung, Steuern und mögliche Bußgelder geht. Informieren Sie nach dem Verkauf sofort die Zulassungsstelle und Ihre Versicherung über den Verkauf Ihres Autos.

Vor dem Verkauf unbedingt putzen

Wer Interessenten für sein Auto sucht, muss es attraktiv machen. Dazu gehören gute Fotos eines sauberen Autos. Deshalb steht zuerst Putzen auf dem Plan. Andreas Keßler hat gerade für den Innenraum sechs praktische Tipps zusammengestellt, um Ihr Auto in Schuss zu halten.

Ratgeber

Auto-Pflege Tipps für einen gepflegten Innenraum

45 Minuten ist ein Pkw an einem durchschnittlichen Tag in Betrieb. Grund genug, den Innenraum in Schuss zu halten. Das steigert auch den Wiederverkaufswert. Experte Andreas Keßler hat Tipps für Sie zusammengestellt.

Eine Frau sitzt im Auto, die Scheiben nass vom Regen.
1. Feuchtigkeit draußen halten Feuchtigkeit ist Gift für Autoinnenräume! Feuchtigkeit sorgt für schlechte Gerüche, Schimmel und Korrosion. Jede Feuchtigkeitsquelle bzw. -ursache muss sofort gefunden und abgestellt werden! Bildrechte: Colourbox.de
Eine Frau sitzt im Auto, die Scheiben nass vom Regen.
1. Feuchtigkeit draußen halten Feuchtigkeit ist Gift für Autoinnenräume! Feuchtigkeit sorgt für schlechte Gerüche, Schimmel und Korrosion. Jede Feuchtigkeitsquelle bzw. -ursache muss sofort gefunden und abgestellt werden! Bildrechte: Colourbox.de
Pollenschicht auf einem Auto
2. Pollenfilter wechseln Schmutz und Pollen müssen draußen bleiben! Deshalb unbedingt den Pollenfilter regelmäßig wechseln und nicht nur ausbauen, wenn er verbraucht ist! Bildrechte: IMAGO
Schlechte Sicht bei starkem Regen auf einer Autobahn
3. Windschutzscheibe putzen Windschutzscheiben werden auch von innen trübe - durch staubige Außenluft, Zigarettenrauch und Kunststoffausdünstungen. Deshalb die Fahrzeugverglasung regelmäßig von innen putzen. Bildrechte: IMAGO
Mann saugt den Autoinnenraum.
4. Innenraum saugen Der Tankstellensauger ist das Mittel der Wahl für „Zwischendurch“. Richtig sauber werden Polster und Teppiche nur mit einem sog. „Sprühextraktionssauger“, der preiswert im Baumarkt zu mieten ist. Er macht auch extreme Verschmutzungen ungeschehen. Allerdings muss für eine sorgfältige Innenraumreinigung das Mobiliar aus dem Auto ausgebaut werden. Bildrechte: IMAGO
Kaffeepulver in kleiner Metallschaufel
5. Schlechte Gerüche entfernen Schlechte Gerüche lassen sich mit Hausmitteln wie Kaffeepulver oder Essigschälchen für eine kurze Dauer bekämpfen. Oder man geht zum Profi und bezahlt eine Ozon-Behandlung. Das Ozon spaltet Geruchsmoleküle in andere auf und sorgt so für den „Zerfall“ übler Gerüche. Bildrechte: imago images / Westend61
Frau wechselt den Gang während der Autofahrt
6. Verschlissene Teile austauschen oder reparieren Schaltmanschetten, Pedalgummis und Fußmatten lassen sich schnell wechseln, wenn Verschleiß sichtbar wird. Risse und Löcher in den Polstern muss ein Polsterer reparieren. Bildrechte: imago images / Panthermedia
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Bei jüngeren und damit hochwertigeren Fahrzeugen lohnt immer der Besuch bei einem Autoaufbereiter, der aus der alten Raucherkutsche wieder ein properes und wohlriechendes Auto macht. Viele kleinere Tipps und Tricks kann man aber auch selbst umsetzen. Wenn das "Model" dann mit dem Make-up fertig ist, kann das Blitzlichtgewitter beginnen.

Eine Person fotografiert mit Smartphone ein beschädigtes Auto.
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Aber: Bitte keine Handy-Bilder! Nichts ist ärgerlicher, als völlig verpixelte Bilder mit Schlagschatten und halben Fingern im Bildvordergrund. Mit etwas Mühe, einem sonnigen Standplatz und einer vernünftigen Kamera bekommt man Bilder hin, die das Auto von seiner besten Seite zeigen.

Dazu gehört auch der Motorraum, das Gepäckabteil und aussagekräftige (!) Bilder vom Innenraum und dem Kombiinstrument. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Und bitte: Keine Mängel verschweigen. Das bringt früher oder später nur Ärger.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 06. November 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2019, 10:17 Uhr