Haushaltsbuch liegt neben Geld und Taschenrechner auf dem Tisch.
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Clever sparen Wertvolle Tipps für mehr Geld im Haushalt

Im Haushalt lauern viele versteckte Geldfresser. Wo das größte Einsparungspotenzial besteht, verrät Hermann-Josef Tenhagen. Der Finanzexperte gibt wertvolle Tipps und zeigt auf, wie unkompliziert Sparen sein kann.

Haushaltsbuch liegt neben Geld und Taschenrechner auf dem Tisch.
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Mit vier Schritten aus der Bredouille 

Wenn das Geld vorne und hinten nicht reicht, ist es Zeit für ein Haushaltsbuch. Entweder ganz klassisch als keines Ringbuch oder moderner als App. Doch bei welchen Kosten spielt eigentlich die Musik?

Mit den folgenden Schritten holen Sie leicht ein paar Hundert Euro Ersparnis für sich heraus. Für eine Familie sollten sogar 1.000 Euro drin sein. 


1. Schritt

Strom: Raus aus der teuren Grundversorgung

Wer noch nie den Stromtarif gewechselt hat, hängt in der teuren Grundversorgung. Einen günstigeren Stromversorger finden Sie ganz leicht. Viele Vergleichsportale bieten Stromrechner an, mit denen Sie nichts falsch machen. Der Wechsel ist mit ein paar Klicks erledigt. In 30 Minuten haben Sie bis zu 300 Euro im Jahr gespart. Wenn Sie Jagd auf Wechselboni machen wollen, geht sogar noch mehr, dann dürfen Sie aber die entsprechenden Kündigungstermine nicht verpassen.


2. Schritt

Gas oder Öl: Endlich günstig heizen

Oft unterschätzt werden die Heizkosten. Wenn Sie mit Gas heizen, können Sie mit dem Finanztip-Gasvergleich zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Auch hier sind einigen hundert Euro Ersparnis drin. Wechseln Sie jetzt und sichern sich 12 Monate Preisstabilität, dann sind Sie auch gegen steigende Gaspreise gewappnet. 

Haben Sie eine Ölheizung, können Sie mit den Vergleichsportalen einen preiswerteren Lieferanten finden. Die Unterschiede zwischen günstigen und teuren Lieferanten liegen schnell bei 10 Cent pro Liter oder 300 Euro für eine 3.000 Liter Tankfüllung.

Experte 14 min
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3. Schritt

Gebühren sparen bei Konto und Geldanlage

Sparschwein
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Bezahlen Sie Gebühren für Ihr Girokonto? Dann geben Sie Ihrer Bank den Laufpass! Im Girokonto-Rechner finden Sie Angebote ohne Kontoführungsgebühr und mit kostenloser Kreditkarte. Viele Kunden bezahlen mehr als 100 Euro Gebühren im Jahr.

Am teuersten wird das Girokonto, wenn auch noch 10 Prozent Zinsen für den Dispo anfallen. Vermeiden Sie den Dispo, legen Sie sich stattdessen ein Tagesgeldkonto zu, auf das Sie Monat für Monat einzahlen und mit dem im Ernstfall die Rechnung bezahlen können, wenn Kühlschrank und Auto gleichzeitig kaputtgehen. Aktuell gibt es auf Tagesgeldkonten bis zu 0,66 Prozent Zinsen.


4. Schritt

Bei den wichtigsten Versicherungen sparen, die unwichtigen kündigen

Die meisten Krankenkassen erheben einen Zusatzbeitrag von rund 1 Prozent. 30 Euro im Monat für Durchschnittsverdiener. Doch einige Kassen wollen gar nichts, andere verlangen sogar 1,5 Prozent und mehr. Wenn Ihre Kasse am oberen Ende liegt, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken. Bei 3.000 Euro Monatseinkommen spart das im kommenden Jahr 15 Euro im Monat, rund 180 Euro im Jahr.

Neben der Krankenversicherung ist auch eine private Haftpflichtversicherung ein Muss! Die bewahrt Sie im Extremfall vor unbezahlbaren Schadensersatzforderungen. Sehr gute Verträge gibt es schon für 70 Euro im Jahr. Wenn Sie mehr zahlen, können Sie sparen, wenn Sie die Versicherung noch nicht haben, droht der Ruin.

Dieses Thema im Programm: MDR um 4 | 16. Oktober 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2018, 18:43 Uhr