Chatprotokoll Die Corona-Sprechstunde vom 2. April 2020 zum Nachlesen

Im Chat haben die Pflegeexpertin Prof. Kathrin Engel und Apotheker Friedemann Schmidt Ihre Fragen beantwortet. Aus dem Studio waren der Virologe Prof. Uwe Gerd Liebert und Altenhilfe-Experte Martin Gebhardt mit dabei. Hier zum Nachlesen.

Prof. Kathrin Engel, Friedemann Schmidt
Bildrechte: MDR, Kathrin Engel, ABDA
  • Moderatorin: 20:45 Uhr beginnt der Chat. Sie können aber bereits Ihre Fragen hier stellen.
  • Moderatorin: So funktioniert es: Ihre Frage erscheint erst mit der Antwort des Experten zusammen im Chat.
  • Moderatorin: Ich begrüße heute als Experten in der Chatrunde:
  • Moderatorin: Prof. Kathrin Engel, Qualitäts- und Pflegemanagerin im Bereich Altenhilfe der Diakonie Dresden
  • Moderatorin: Und:
  • Moderatorin: Friedemann Schmidt, Apotheker und Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
  • Moderatorin: Vom Studio aus beteiligen sich am Chat:
  • Moderatorin: Prof. Uwe Gerd Liebert, Direktor des Instituts für Virologie der Universität Leipzig und Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie am Uniklinikum Leipzig
  • Moderatorin: Und:
  • Moderatorin: Martin Gebhardt, Vorsitzender der Geschäftsbereichsleitung Altenhilfe der Diakoniestiftung Weimar
  • Moderatorin: Wir sind gespannt auf Ihre Fragen!
  • klaus k: Wann wird es einen Test geben, der zeigt, wer die Corona-Erkrankung schon hinter sich hat? Etwa wenn gar keine Symptome vorlagen.
  • Friedemann Schmidt: Der Test auf SarsCoV2 Antikörper wird gegenwärtig entwickelt und getestet, es gibt bereits einige Angebote, die aber äußerst unzuverlässig sind. Ein sicherer Test wird in einigen Wochen erwartet.
  • Moderatorin: Gleich geht es los ...
  • Moderatorin: Ich begrüße alle Chatter und Experten.
  • Susanne: Ich habe aus kochfester Baumwolle Schutzmasken genäht. Kann ich diese in der Mikrowelle sterilisieren/virenfrei machen, damit ich sie nicht erst kochen muss? Wenn ja, wie? Vielen Dank für Ihre Antwort
  • Friedemann Schmidt: Ja, man kann die Masken in der Mikrowelle erhitzen, allerdings müssen mindestens 60 Grad erreicht werden und die Hitze muß mehrere Minuten einwirken. Waschen ist besser.
  • Heiko: Guten abend, meine Annerose Nitschke Mutter 77 Jahre, leidet seit Jahren unter asthamatischen Heuschnupfen. Sie ist aber austherapiert und ist auch teilweise Beschwerdefrei. Bekommt Asthmaspray. Seit Jahren bekommt Sie eine Eigenblutbehandlung und kommt damit sehr gut klar. Darf Sie diese weiter machen?
  • Friedemann Schmidt: Ja, wenn die Behandlung auch unter den gegenwärtigen Bedingungen angeboten wird.
  • Maria: Wenn sich in Pflegeheimen das Virus so rasant ausbreitet, kann es doch nur durch unentdeckt infizierte Pflegekräfte eingeschleppt werden. Wäre hier nicht eine kontinuierliche Testung von Pflegekräften angebracht, auch im Krankenhaus wichtig.
  • Kathrin Engel: Eine Testung ist immer dann sinnvoll, wenn ein begründeter Verdacht besteht, das heißt, wenn Symptome auftreten und eine infizierte Person Kontakt hatte. Ansonsten müssten permanent Tests stattfinden, das ist in der Praxis nicht umsetzbar.
  • Sylvio: Hallo, ich habe eine Frage zu Corona möchte aber anonym bleiben. In meiner Firma wurde der Sohn einer Führungskraft positiv getestet.Die Führungskraft ist trotzdem zur Arbeit gekommen und hat sich nicht an die Abstandsregel gehalten.Heute wurde auch die Führungskraft positiv getesten. Beim Test hat die Führungskraft keine Kontaktpersonen angegeben somit wurde ein Test bei uns abgelehnt. Auch von der Geschäftsleitung wurden wir im Stich gelassen
  • Sylvio: Von der Geschäftsleitung wurde festgelegt das die Führungskraft arbeiten soll da sonst der volle Lohn gezahlt werden muß und Sie das Geld ja nicht vom Staat wieder bekommen. Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Für mich ist das Körperverletzung.
  • Moderatorin: Das ist dann eine Frage für einen Juristen.
  • tina: Wie kommt das Coronavirus in Altenheime?
  • Kathrin Engel: In der Regel durch infizierte Personen von außen. DEshalb auch die Kontaktminimierung durch das BEsuchsverbot
  • Gino: Guten Abend
  • Moderatorin: Guten Abend!
  • Dresdner: Eine Frage an Frau Dr. Engel: Wie sind die Dresdner Altenheime auf eine mögliche Quarantäne vorbereitet? Und: wie sehr leiden die Bewohner unter der Kontaktsperre? Danke
  • Kathrin Engel: Quarantäne: Durch Notfallpläne auch zum Personaleinsatz und zur Separierung von Wohnbereichen. BEwohner: Unterschiedlich, wichtig ist, dass der Kontakt auf irgendeine Weise gehalten wird. (Smartphone, Anrufe, Gruße, GEschenke..., Bilder)
  • Gabi: Bei mir wurde Sarkoitose Stufe 2 festgestellt und ich bekomme 40 KG Prednisilon. Wie gefährlich ist es für mich, sollte ich mich mit dem Virus anstecken?
  • Friedemann Schmidt: Eine Prednisolonbehandlung wirkt auf das Immunsystem und erhöht das Risiko für eine Infektion. Allerdings ist die Behandlung für Sie lebensnotwendig, Sie sollten sie deshalb fortsetzen und besonders achtgeben, sich nicht anzustecken.
  • Isabella: Ich hat vor 10 Jahren Tuberkulose und diese ist ausgeheilt. Zähle ich zur Risikogruppe? Vielen Dank für ihre Antwort.
  • Friedemann Schmidt: Eine ausgeheilte Tuberkulose sollte ihr Risiko nicht erhöhen, trotzdem besonders achtgeben!
  • Gabi: Dankeschön
  • Gino: Guten Abend !Wir besitzen ein Wohnmobil, dürfen wir denn mit dem Womo in Deutschland verreisen?
  • Moderatorin: Hier sollte sich die Antwort dazu finden lassen: https://www.mdr.de/sachsen/corona-wochenende-was-ist-erlaubt-100.html
  • Moderatorin: Bleiben Sie gesund!
  • Evi: Hallo und guten Abend, Meine Frage zum aktuellen Thema ist folgende: mein Sohn ist jetzt 18 Jahre und HLA B27 positiv. Dies äusserte sich in häufigen schweren Augenentzündungen und Rheuma. Im Moment hat er gerade eine Augenentzündung hinter sich, das Rheuma zeigt sich im Moment nicht. Das Auge wird lokal mit Cortison behandelt,was langsam ausschleichen soll. Beruflich arbeitet er im Grosshandel,hat mit Kunden zu tun. Meine Frage lautet, gehört er zur Risikogruppe,sollte er Kundenkontakt meiden?
  • Friedemann Schmidt: Eine lokale Cortisonbehandlung am Auge erhöht das Risiko nicht, sich mit Corona anzustecken. Die Augen sind aber ein Übertragungsweg, besonders, wenn das Auge entzündet ist. Eine Schutzbrille ist unbedingt zu empfehlen.
  • Kati: Ist man mit Schilddrüsen unterfunktion auch Risikopatient? Habe keine mehr und nehme Tabletten dafür. Danke
  • Friedemann Schmidt: Nein
  • tanja77: seit einigen wochen habe ich nach jeder mahlzeit starkes sodbrennen. selbst nvon stillen wasser oder tee bekomme ich sodbrennen. säureblocker helfen nur wenig. meine hausärztin gab mir ne überweisung zur magenspiegelung. nur leider wird zur zeit nirgendwo ne magenspiegelung durchgeführt. kann das irgendwann zu größeren problemen führen wenn man ständig unter sodbrennen leidet und unmengen an säureblockern einnimmt?
  • Friedemann Schmidt: Ihr Magen sollte untersucht werden, es kommt aber sicher nicht auf ein oder zwei Wochen an, bemühen Sie sich aber weiter um einen Termin.
  • Petra L.: Guten Abend, ich bin 58 Jahre alt, habe seit mindestens 3 Jahren Takayasu-Arteriitis, festgestellt per MRT aber erst im Mai 2018. Dazu noch hashimoto thyreoiditis (schon länger) Nehme Carvedilol 12,5 mg; Candesartan 4mg; ASS 100, Simvastatin 20 mg; L-Thyroxin 50 - das alles täglich - und aufgrund der Takayasu-Arteriitis 1 x wöchentlich MTX 15mg Tabletten, jeden 2. Tag Prednisolon 5 mg und am Tag danach Folsäure.
  • Friedemann Schmidt: Was ist Ihre Frage?
  • anja77: Wie sieht Altenpflege unter Quarantänebedingungen aus?
  • Martin Gebhardt: Die Mitarbeiter haben ein höheres Hygieneregime zu berücksichtigen, aber sonst ist alles wie immer. Nur dass im Heim die Besucher fehlen und in der häuslichen Pflege die Angst größer geworden ist.
  • tina: Durch den Mundschutz beschlägt meine Brille. Gibt es verschiedene Modelle?
  • Friedemann Schmidt: Ja, es ist wichtig, daß die Maske an der Nase fest anliegt, dann kann die Brille auch nicht mehr beschlagen. Probieren Sie eine andere, sie sollte einen festen Nasenbügel haben, der sich anformen lässt.
  • Loerchen: Guten Abend Was schätzen Sie wie lange das alles noch geht ich meine ich bin 59 Jahre steh noch im Arbeitleben man macht sich schon Gedanken
  • Kathrin Engel: Das ist schwer zu sagen und hängt von der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus ab (Verdoppelung von Infektionen). Diese liegt für D derzeit bei 6 Tagen, ab 10 Tagen kann eine Lockerung erwogen werden. Altenpflegeheime werden sicherlich noch länger Maßnahmen unterliegen. Die Entscheidung obliegt Bund und Ländern
  • Jörg : Macht es bzgl. des Schwereverlaufs einen Unterschied, ob man bei Diabetes Insulin spritzen muss oder "nur" Tabletten nehmen muss? Wie sollte man sich verhalten, wenn bei einer (solchen) Vorerkrankung sich der Arbeitgeber auf kein Homeoffice etc. einlässt?
  • Friedemann Schmidt: Diabetes ist ein Risikofaktor, egal wie er behandelt wird.Besonders achtgeben, Abstand halten, Hände waschen etc...
  • Grit: Der Vater meines Kindes (es lebt bei mir in Sachsen) wohnt in der Nähe von Flensburg. Er möchte, dass unser Kind ab dem WE über Ostern bei ihm ist. Wir haben geteiltes Sorgerecht.Mir ist es nicht mgl.(habe noch Baby, welches ich nicht gefährden möchte) mit dem Kfz diese lange Strecke zu fahren. Mein jetziger Lebenspartner würde mein Kind dorthin bringen (mit Vollmacht von mir). Ist dies überhaupt möglich, da ja Ausgangsbeschränkung besteht? Es sollte doch keiner einer Gefahr ausgesetzt werden.
  • Moderatorin: Hier finden Sie sicher eine Antwort: https://www.mdr.de/sachsen/corona-user-fragen-antworten-102.html
  • Katja: Hallo. Habe Asthma und nehme nur ein Notfallspray bei Bedarf. Damit waren die Werte wohl zufriedenstellend. Sollte ich jetzt in drei Wochen den Kontrolltermin absagen oder wahrnehmen? Und bin ich Risikopatient?
  • Friedemann Schmidt: Lungenerkrankungen sind ein Risikofaktor für den Verlauf einer COVID19 Erkrankung. Wenn Ihr Arzt den Kontrolltermin nicht absagt, sollten Sie ihn wahrnehmen, rufen Sie vorher in der Praxis an, damit Sie nicht ins Wartezimmer müssen.
  • Dresd: An Herrn Gebhardt: bekommt die Diakonie auch Hilfen vom Staat? Wenn die Kitas schließen, die Werkstätten für behinderte Menschen,die ambulante Jugendhilfe, dann brechen doch viele Erlöse weg. Kann da auch eine Diakonie "pleite gehen"? Danke
  • Martin Gebhardt: Tatsächlich sind wir sehr auf staatliche Unterstützung angewiesen. Diese ist uns versprochen - es sollen bis zu 75% der Ausfälle ersetzt werden. Aber Kurzarbeit ist auch eine Möglichkeit die wir nutzen müssen.
  • Moderatorin: Unsere heutige Sendung startet jetzt auch!
  • Mark: Guten Tag
  • Moderatorin: Guten Tag!
  • Chris: Hallo, ich leide im Frühjahr unter allergischem Asthma und nehme seit 2 Wochen wie jedes Jahr Kortisonspray. Ist das jetzt ratsam oder gibt es was anderes.
  • Friedemann Schmidt: Wenn Sie mit anderen Medikamenten zurechtkommen, könnten Sie auf das Spray verzichten, müssen Sie aber nicht, eine lokale Cortisonbehandlung kann weitergeführt werden. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten.
  • Mark: Ich hätte eine Frage
  • Moderatorin: Nur zu.
  • anja77: Seit mehr als zwei Wochen gelten Kontaktsperre/Ausgangsbeschränkungen. Gibt es Erkenntnisse darüber, wie und bei wem sich Menschen dann in dieser Zeit neu angesteckt haben?
  • Friedemann Schmidt: Das wird gegenwärtig u.a. im Kreis Heinsberg untersucht, Ergebnisse liegen noch nicht vor.
  • Mirko: Hallo
  • Moderatorin: Hallo
  • Mel_67: Guten Abend, eine Kollegin von mir hat Reuhma , ist sie gefährdet?
  • Friedemann Schmidt: Das hängt von der medikamentösen Behandlung ab
  • Susi0109: Ich hatte im letzten Jahr eine schwere Grippe und im Herbst noch eine Lungenentzündung. Ich bin 60 Jahre alt. Gehöre ich zur Risikogruppe?
  • Friedemann Schmidt: Alle Menschen über 60 haben ein erhöhtes Risiko, wenn Ihre Erkrankungen komplett ausgeheilt sind, ist Ihr Risiko erstmal nicht höher als normal, trotzdem sollten Sie sich besonders vorsehen.
  • Mark: Wielange kann diese Krise noch dauern in Österreich es ist einfach frustrierend
  • Kathrin Engel: Das ist schwer zu sagen und hängt davon ab, wiesehr es gelingt die Infektionen zu verlangsamen.
  • Willy: Wie sicher ist ein Coronatest?
  • Friedemann Schmidt: Der Test ist sehr sicher, wenn der Abstrich richtig vorgenommen wurde.
  • Petra L.: Na ok, die Frage hatte nicht mehr ins fenster gepasst, hatte sie in 2. Mitteilung geschickt..., aber keine antwort erhalten
  • Moderatorin: Die Frage bitte noch einmal stellen, vielleicht ist beim Abschicken etwas schief gegangen ...
  • Grummelprinzessin: Guten Abend, wie soll es in der Altenpflege weitergehen, die Sperrung der Heime kann ja nicht auf Dauer aufrecht erhalten werden? Wenn keine Neuaufnahmen mehr möglich sind,wird es auch finanziell eng!
  • Martin Gebhardt: Aufnahmen sind in Thüringen weiter möglich, alle Hygiene Massnahmen werden beachtet, anders wäre es sicher während eines Ausbruchs der Krankheit. Der Staat muss helfen.
  • Hada: Guten Abend, ich habe eine Frage an Prof. Liebert. Meine Nichte arbeitet in einer Helios-Klinik in Sachsen-Anhalt. Sie wurde auf der Isolierstation eingesetzt und sagte auf meine Frage, dass sie bei der Arbeit eine FFP2-Maske trägt. Soweit mir aber bekannt ist, schützen FFP2-Masken den Träger nicht vor Viren, sondern mindestens eine FFP3-Maske. Warum wird die Gesundheit des medizinischen Personals durch den Arbeitgeber so leichtfertig aufs Spiel gesetzt? Danke. MfG und bleiben Sie gesund.
  • Uwe Gerd Liebert: auch ffp2 maske. n halten die viren zuverlässig zurück. allerdings gibt es kein 100 %. ein guter arbeitgeber sorgt sich um seine mitarbeiter und deren gesundheit. ein wenig vertrauen ist nötig.
  • Mel_67: Okay... Danke... das weiß ich nicht. Sie möchte halt nicht arbeiten weil sie wohl gefährdet ist...
  • Gine: Ich bin alleinerziehende Mutter, leide an einer chronischen Autoimmunerkrankung (Lupus) und nehme Immunsuppressiva. Wie kann ich mich schützen, wenn mein Kind nach den Osterferien wieder in die Schule muss?
  • Friedemann Schmidt: Das wird sehr schwierig, Sie müssen auf jeden Fall engen Kontakt zu Ihrem Kind vermeiden, sicher gibt es noch spezielle Empfehlungen für Risikogruppen, sollten die Schulen nach Ostern wieder öffnen. Wird schwer für Sie beide, ich hoffe, Sie finden einen guten Weg.
  • Naka78: Hallo, ich habe in zwei Wochen eine Darmspiegelung, habe aber Bedenken, mich dabei mit Corona zu infizieren (andere Patienten/Kontakt Arzt u. Schwester..). Was denken Sie?
  • Friedemann Schmidt: Rufen Sie in der Praxis an, wenn die Untersuchung nicht absolut dringend ist, wird Ihr Arzt sie verschieben.
  • klaus k: Gibt es Hinweise darauf, dass Menschen bestimmter Altersklasse häufiger das Virus weitergeben, die zu Infektionen führen?
  • Uwe Gerd Liebert: grundsätzlich kann jeder infizierte anderen das virus weitergeben. im übrigen auch kinder. es nicht nicht so, dass die älteren menschen die wesentlichen infektionsquellen sind. gerade auch menschen ohne symptome sind infektiös.
  • Petra: Gehöre ich mit Hashimoto,Bluthochdruck, Neuropathie u vorgeschädigter Leber zur Risikogruppe?
  • Friedemann Schmidt: Jede Grunderkrankung erhöht das Risiko für einen schwereren Verlauf, Sie müssen sich besonders vorsehen.
  • Fr. Rehagen: Ich arbeite in einem Pflegeheim, wenn da das Virus auftaucht müssen wir ja sicherlich ?in quarantäne gehen heißt das das wir als Personal nicht mehr nach Hause dürfen
  • Kathrin Engel: Nein die MA müssen sich verstärkt schützen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Gesundheitsamt.
  • manja: Es hieß, eine Frau hat das Virus auf ihre Katze übertragen. Wie wahrscheinlich ist das?
  • Uwe Gerd Liebert: nach gegenwärtiger kenntnislage handelt es sich um absolute einzelfälle. allerdings fehlen bislang noch studien, die diese frage bearbeiten.
  • Naka78: ok, danke.
  • Ramona: Ist eine Ozon Innenraum Behandlung des Pkws wirkungsvoll gegen Corona Viren?
  • Friedemann Schmidt: Das Virus ist auf Oberflächen stabil zwischen einigen Stunden und möglicherweise mehreren Tagen. Eine Ozon, bzw. UVC Behandlung ist nur sinnvoll, wenn normale Flächendesinfektion mit Desinfektionsmitteln nicht möglich ist.
  • Petra L.: Meine Hausärztin (Internistin) arbeitet mit dem Rheumatologen zusammen. Sie ist der Meinung, ich sei kein Risiokopatient..., obwohl immer gesagt wird, Autoimmunerkrankte gehören dazu
  • Friedemann Schmidt: Das hängt davon ab, welche Medikamente Sie nehmen.
  • Kerstin: Guten Abend. Ich hätte mal eine Frage. Ich pflege meine Mutter, die Dement ist in ihrem Haus. Dazu muss ich 4x täglich zu ihr fahren. Ich lebe im gleichen Ort, aber ca. 5 km weit weg. Was passiert, wenn bei mir eine Infektion festgestellt wird und ich in Quarantäne müsste. Wie kann ich da meine Mutter noch pflegen?
  • Kathrin Engel: Dann müsste eine andere Person, z.B. ein Pflegedienst einspringen. Die Kassen würden Sie gegenwärtig sehr unbürokratisch unterstützen.
  • Heike P. : Ich hatte 6 Wochen Bronchitis und kehlkopfentzündung. Der Husten kommt immer wieder. Ich möchte arbeiten gehen aber ich arbeite im Pflegeheim als Fachkraft und weiss nicht ob ich mich testen lassen muss bevor ich arbeite
  • Martin Gebhardt: ich würde auf eine Testung bestehen - alternativ wären nur patientenferne Tätigkeiten möglich
  • Susi: Hallo, ich hin 53 Jahre alt, und leide unter rheumatoider Arthritis und undifferenzierter Kollagenose mit ANA, behandelt mit 5 mg Prednisolon und 200 mg Quensyl 2 x tgl, bin ich Risikopatient ? Und hilft mir im Vorfeld bereits das Quensyl ?
  • Friedemann Schmidt: Ja, Sie sind ein Risikopatient und nein, das Quensyl hilft nicht vorbeugend
  • Heike P. : Ich hab seit 6 Wochen eine Bronchitis. Hab 3 Antibiotika genommen. Hatte Schnupfen. Der Husten ist besser kommt aber wieder. Möchte wieder arbeiten gehen aber ich arbeite im Pflegeheim als Fachkraft und weiss nicht ob ich mich vorher lieber testen lassen muss bevor ich arbeite
  • Martin Gebhardt: auch Sie sollten erst wieder kommen, wenn Sie erfolgreich getestet wurden - als keine Infektion haben. Sonst nur patienten-ferne Tätigkeiten
  • Daniel: Guten Abend und Danke für Ihre Mühe! Ich habe zu Hause noch Verbandmaterial (Brandwundentüchef, Kompressen). Ist es sinnvoll, das als austauschbaren "Filter" in selbstgenähten Mundschutzt zu setzen? Und: Verbessert das die Wirksamkeit des Mundschutz'?
  • Friedemann Schmidt: Eine Mulleinlage im Mundschutz verbessert die Handhabung, man kann sie austauschen. Zur Frage der Wirksamkeit solcher Mundschutze gibt es unterschiedliche Aussagen, Sie schützen auf jeden Fall andere, falls Sie selbst bereits infiziert sind, außerdem verhindert der Mundschutz, daß Sie sich mit den Händen ins Gesicht fassen, das ist auf jeden Fall gut.
  • Marko: Wielange kann es noch dauern diese Krise noch dauern
  • Moderatorin: Das weiß derzeit leider niemand.
  • Stephan BS: Hallo, ich habe nun seit einer Woche weder Geruchs- noch Geschmackssinn. Nase ist aber frei. Einen Corona Test bekomme ich trotzdem nicht. Wie beurteilen Sie das und wann kommen die Sinne zurück?
  • Friedemann Schmidt: Die Beeinträchtigung des Geruchs- und Geschmackssinnes ist ein Symptom, daß von einigen Patienten berichtet wird, nicht von allen. Wenn Sie keine weiteren Symptome haben und nicht in einem Risikogebiet waren, werden Sie sicher zumindest gegenwärtig nicht getestet, die Tests werden aber in den nächsten Wochen ausgeweitet.
  • werdor: Dürfen Oma und Opa auf ihre Enkel aufpaasen. gruss Werner
  • Kathrin Engel: Gegenwärtig ist jeder unnötige Kontakt zu vermeiden. Sie Verordnung in Sachsen bzw. anderen Bundesländern. HIer Sachsen: "Von der Ausgangsbeschränkung ausgenommen sind nur: Besuch bei Ehe- und Lebenspartnern sowie bei Partnern von Lebensgemeinschaften, hilfsbedürftige Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) und die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich "
  • Uwe Gerd Liebert: zu 1. antikörper findet man eher im blut als im stuhl. grundsätzlich sind antikörper für monate oder länger nachweisbar. zu 2. eher nicht, aber ist nicht völlig ausgeschlossen.
  • Petra L.: Takayasu-Arteriitis und hashimoto thyreoiditis, MTX 15 mg/Woche; Folsäure, L-Tyroxin - bin ich Risikopatient? Ärztin meint - nein. Wie sehen sie das
  • Friedemann Schmidt: Hängt u.a. von Ihrem Lebensalter ab, Ihre Ärztin kennt Sie besser als ich, verlassen Sie sich auf Ihre Beurteilung.
  • fanny.h: Hallo. Meine Mutter wird von einem ambulanten Pflegedienst betreut. Der Pflegedienst trägt weder Handschuhe noch Mundschutz. Ist das für den Pflegedienst aktuell Pflicht oder nur freiwillig? Mit freundlichen Grüßen
  • Martin Gebhardt: Das halte ich persönlich für fahrlässig, die Empfehlungen des Robert Koch Instituts sind massgeblich
  • Kerstin: Ich arbeite selbst im Pflegedienst. Wenn meine Kollegen aber wissen, dass ich positiv wäre, würde dann keiner mehr meiner Mutter versorgen, um auch die anderen Patienten zu schützen.
  • Kathrin Engel: Wenn Ihre Mutter direkten Kontakt hätte, müsste Sie schnell getestet werden, bis dahin sind verstärkte Schutzmaßnahmen zu treffen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Sie müssten dennoch sehr offen mit dem Problem umgehen.
  • Rosi: Guten Abend, ich erlitt vor 19 Jahren eine Lungenembolie und habe eine Blutgerinnungsstörung. Habe ich ein erhöhtes Risiko ?
  • Friedemann Schmidt: Jede Grunderkrnkungen erhöht das Risiko eines schwierigen Verlaufs einer COVID19 Erkrankung.
  • Fledermauserich: Guten Tag, unser Sohn ist Krankenpfleger in einem Berliner Krankenhaus auf Normalstation und wurde getestet, weil 2 seiner Kolleginnen positiv waren. Er sollte bis zum Erhalt des Testergebnisses weiter arbeiten, aber nicht mehr einkaufen gehen. Das finde ich geht gar nicht.
  • Martin Gebhardt: Es gibt durch das RKI Sonderregelungen für medizinisches Personals - man erwartet, dass die Mitarbeiter die Regeln der Hygiene kennen
  • Renate: Früher hatte ich oft Lungenentzündungen,hatte leichte Asthma. Ärztin hat pneumokoken Impfung vorgeschlagen.seit dem keinen Lungenentzündung, keine Asthma mehr..bin ich trozdem gefährdet??Danke
  • Friedemann Schmidt: Die Pneumokokkenimpfung schützt gut gegen bakterielle Lungenentzündungen, aber nicht gegen SARS CoV2. Häufige Atemwegserkrankungen sind ein zusätzliches Risiko bei einer Infektion.
  • Marko: Aber 3 Monate nicht mehr oder?
  • Moderatorin: Liebe Chatter, bitte keine externen Links verwenden. Danke!
  • Cumira: Hallo ,habe gegen Herpes Zooster Tabletten Aciclostad 800 erhalten . Können diese auch Corona Viren bei der Vermehrung stoppen ?
  • Friedemann Schmidt: Dazu gibt es bisher keine Daten, Herpesviren sind nicht vergleichbar.
  • klaus: hallo,meine Lebensgefährtin hat eine Lungenerkrankung und ist Diabetikerin.Sie wollte heute in ihrer Diabetikerpraxis ein Rezept bestellen.Dies wurde abgelehnt, weil es ein neues Qoartal ist.Sie hat die Praxis darauf aufmerksam gemacht, dass es bis Ende Juni keine Chipkartenpflicht gibt.Das interessiert die Praxis nicht.Sie besteht darauf, das sie vorbeikommt um ihr Rezept abzuholen.Egal ob sie eine Vorerkrankung hat oder nicht.
  • Friedemann Schmidt: Dieses Verhalten der Praxis ist unverständlich
  • Moderatorin: Warum sehe ich meine Frage nicht? - Die Frage erscheint mit der Antwort des Experten gemeinsam im Chat. Und es gibt derzeit sehr viele Fragen. Die Experten tippen eifrig.
  • Petra: Ein Freund hat ein medulläres Schilddrüsenkarzinom, ihm wurden gerade die Schilddrüse u umliegenden Lymphknoten entfernt. Gehört er zur Risikogruppe? Sollte er einen Mundschutz in der Öffentlichkeit tragen?
  • Friedemann Schmidt: Krebspatienten haben ein erhöhtes Risiko, ein normaler Mundschutz schützt aber nicht vor möglicher Ansteckung, bitte alle anderen Empfehlungen strikt einhalten!
  • Willy: Warum wird nicht alle Kraft in Massentests gesteckt? Ich musste selbst erfahren, dass man trotz Anzeichen keine Chance hat!
  • TIA: Hallo, ich leide unter Asthma Bronchiale besonders bei Belastung, habe eine Gefäßerkrankung, Durchblutungsstörung und nun steht auch eine Systemerkrankung im Verdacht. Gehöre ich zur Risikogruppe? Ich arbeite im Einzelhandel/Drogerie. Zur Zeit bin ich krankgeschrieben. Bin ich besonders gefährdet oder kann ich bedenkenlos wieder zur Arbeit gehen?
  • Friedemann Schmidt: Sie haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, wenn Sie sich anstecken. Sie müssen alle Schutzmaßnahmen strikt beachten, Ihr Arbeitgeber wird für Ihre Sicherheit sorgen.
  • gc-schneider: Hallo,ich habe COPD und bin von meiner Ärztin zur Sicherheit krank geschrieben worden. Nun sollte ich bald wieder arbeiten und habe echt Angst davor, da ich dort mit vielen Leuten in Kontakt komme. Was kann ich tun?
  • Friedemann Schmidt: Sie haben ein erhöhtes Risiko, wen Sie sich auf der Arbeit nicht schützen können, sollten Sie weiter isoliert bleiben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin.
  • extremo: Guten Abend, ich nehme ACE Hemmer / Bluthochdruck - verschlimmern diese Medikamente ein Coronainfektion - sollte ich umstellen/absetzen
  • Friedemann Schmidt: Nein, Sie sollten die Medikamente weiter einnehmen.
  • Frankieboy63 : Eine Frage zu Lebensmitteln. Können sich beim Kauf von z. B. Weintrauben aus Italien beim Kauf noch Viren an den Früchten befinden?
  • Martin Gebhardt: Das halte ich für unwahrscheinlich, waschen Sie die Früchte auf jeden Fall sehr gründlich (auch wegen der Pestizide...).
  • Elke: Es ist doch eine Tatsache,dass die bis zum 1988 alle Bürger der DDR geimpft wurden kann dies eine Ursache dafür sein,dass in den neuen Bundesländern später und weniger Patienten hat. Vielen Dank MfG
  • Friedemann Schmidt: Nein, das ist wohl eher eine Folge der geografischen Lage.
  • Michael65: Man hört immer wieder von diesen Handy Apps zur Corona Erkennung. Wäre es nicht dahingehend sinnvoller, wenn man nur die erfasst die infiziert sind und beim Verlassen der Wohnung ein Signal aussendet ( z.B. an die Behörden Polizei, Gesundheitsamt und ähnliche?
  • gc-schneider: Vielen Dank für ihre Antwort, ich wünsche allen viel Glück und Gesundheit
  • ratlos: Wie ist zu erklären, dass die Zahl der Infizierten in China nahezu stagniert?
  • Uwe Gerd Liebert: keine eindeutige antwort möglich, da die durch die chrinesischen behörden mitgeteilten zahlen nicht ohne weiteres überprüfbar sind. zudem scheint nicht jeder infizierte in die statistik aufgenommen zu werden.
  • manfred: Guten Abend. Ich bin herztransplantiert und meine Frau arbeitet in der Pflege. Ich nehme Immunsuppressive Medikamente und habe sehr große Angst mich mit Corona zu infizieren. Wie kann ich mich davor schützen? Wir können u ns räumlich nicht trennen. Ist meine Frau auch Risikopatient , sie hat Asthma und hohen Blutdruck. Danke
  • Kathrin Engel: Ob Ihre Frau Risikopatient ist hängt von weiteren Faktoren ab, hier müsste sie ihren Arzt befragen. Sie können sich durch verstärkte Hygienemaßnahmen schützen. Entscheidend ist m.E. auch, wo ihre Frau in der Pflege arbeitet, bspw. ob sie direkten Kontakt zu Infizierten im Krankenhaus hat
  • Helena11: Gilt man mit einer Niereninsuffizienz als Risikopatient?
  • Friedemann Schmidt: Jede Grunderkrenakung erhöht das Risiko eines schweren Verlaufes einer COVID19
  • tina: Ist ein Aufnahmestopp in Pflegeheimen denkbar?
  • Martin Gebhardt: ja, vor allem dann wenn es viele infizierte Bewohner und Mitarbeiter gibt, wenn aber die Krankenhäuser Betten brauchen, kann es wieder anders aussehen
  • extremo: extremo: Guten Abend - ich habe leichten Bluthochdruck - nehme eine ACE Hemmer - soll ich diesen absetzen bzw. verschlechtert er eine Coronainfektion
  • Moderatorin: Die Frage wurde schon beantwortet.
  • Bernd: Guten Abend. Mein Test war negativ dennoch hatte ich von Atemnot über Fieber, Durchfall, Übelkeit,Lymphdrüsenschmerzen, Hals - und Gliederschmerzen alles außer Schnupfen und Koofschnerzen. Was ist da los? MfG Bernd
  • Friedemann Schmidt: Andere Infektion
  • Ina3: Hallo Herr Liebert, sind die genesenen Menschen nach Corona immun?
  • Uwe Gerd Liebert: das hoffen wir, ist aber keineswegs sicher.
  • Elke: Ich habe seit zig Jahren den Herpes Virus in mir,und habe regelmäßigen eine Gürtelrose.Kann das für mich bedeuten,dass ich gefährdet oder geschützter bin.
  • Friedemann Schmidt: Kann man gegenwärtig nicht sagen, eher beides nicht.
  • Marcel: an Herrn Prof. Liebert: warum nimmt ausgerechnet Corona so eine dramatische und weltumspannennde Entwicklung und nicht die Schweinegrippe?
  • Uwe Gerd Liebert: es handelt sich um ein für menschen neues virus. es gibt noch keine immunität. bei der sog. schweinegrippe lag zumindest eine teilimmunität vor
  • Spacemade: Meinem Mann fehlt die Milz nach einem Motorradunfall 1980.Er ist 56 Jahre alt. Ist er besonders gefährdet?
  • Friedemann Schmidt: Die fehlende Milz wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus, Ihr Mann sollte sich möglichst nicht infizieren.
  • Engel1973: Kann ein Schal auch als Mundschutz verwenden?
  • Uwe Gerd Liebert: zumindest kann eine gewisse reduktion der infektionsrisiken erreicht werden. ein echter mund-nasen-schutz ist aber effektiver.
  • Frank aus Wurzen: Ich habe COPD und nehme zur Bronchialdilatation Symbicort und Spiriva. Wie verhalten diese sich bei einer event. Infektion mit dem Coronavirus. Mein FEV1 ist 36% soll ich eine Maske tragen?
  • Friedemann Schmidt: Sie gehören zur Risikogruppe, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  • mona1205: Ich bin in größter Sorge, meine 90jährige Mutter (COPD, verschiedene Herzerkrankungen, Bluthochdruck u.a.) zu infizieren, da ich sie pflege und wir in einer Wohnung wohnen. Abstand halten oder Isolation ist nicht möglich. Ich kann mich nicht die ganze Zeit mit einer Maske und Handschuhen hinsetzen, selbst wenn ich die hätte. Ich bin berufstätig und habe täglich mit vielen Mitarbeitern Kontakt. Ich kann vor Angst kaum schlafen. Was kann ich tun, um meine Mutter nicht zu gefährden?
  • Kathrin Engel: Verstärkte Hygiene ist entscheidend, auch im Kontakt mit ihren Mitarbeitern. Dann ist eine Infektion weitestgehend vermeidbar.
  • werdor: Ich bin 63 Jahre kann ich mich testen lassen wenn ich mir nicht sicher bin?
  • Friedemann Schmidt: Nein, es gibt keine Tests ohne bestimmte Verdachtsmomente.
  • Wolfgang: Ich verstehe nicht, dass sich heute noch so viele Menschen infizieren, obwohl sehr viele Leute das Haus nicht mehr verlassen?
  • Friedemann Schmidt: Das tun eben immer noch nicht alle
  • Michael65: Ich habe eine Frage, dahingehend, da meine Frau in einem Supermarkt arbeitet und demnächst eine Schutzmaske tragen muss und sie diese vier Stunden auf hat, ob sie da genügend Sauerstoff zum Atmen bekommt. Ist eigentlich die Dichte der Schutzmaske relevant wieviel Sauerstoff durch die Maske eingeatmet werden kann?
  • Friedemann Schmidt: Alle zugelassenen Schutzmasken sind sicher, allerdings ist das Arbeiten damit nicht angenehm.
  • Kerstin1968: Hallo ich habe mehrere Vorerkrankungen, zum Beispiel wurde bei mir ein stenim rechten Herzkranz gesetzt und ein subklavia steel habe ich auch. Nun wollte ich wissen ob ich gefärdet bin
  • Friedemann Schmidt: Jede Grunderkrankung erhöht das Risiko eines schweren Verlaufes bei einer COVID19
  • Andreas: Warum kommen so Lebensnotwendige Dinge wie Atemschutzmasken zu 90 Prozent aus China? Der Globalisierungswahn kommt uns mal teuer zu stehen.
  • Friedemann Schmidt: Was ist Ihre Frage?
  • Renate: Wie sieht es mit pollen Allergiker?mache grade desensybilierung.gehören auch zur Risiko Patient.Danke
  • Friedemann Schmidt: Bitte fragen Sie Ihren behandelnden Arzt!
  • Kerstin1968: Danke Herr Schmidt
  • NICKI71: Gibt es eine Unterschied in Bezug auf Risikogruppe zwischen Diabetikern Typ1 und Typ2, bzw. ob man Tabletten einnimmt oder sich spritzt?
  • Friedemann Schmidt: Jede Grunderkrankung erhöht das Risiko eines schweren Verlaufes einer COVID19
  • Renate zwei: Meine beiden Töchter (10/17) haben Asthma bronchiale. Haben sie ein erhöhtes Risiko?
  • Friedemann Schmidt: Ja, jede Lungenerkrankung erhöht das Risiko, Kinder sind aber insgesamt weniger gefährdet. Sehen Sie sich trotzdem vor.
  • Nati8: Es wird immer gesagt, Hände waschen, Hände waschen . Nur unterwegs ist das ja nicht gleich möglich. Warum wird nicht auf Handschuhe hingewiesen? Und als weiteres: Kann man nicht Halsspray nehmen zur schnellen Desinfektion und wenn möglich, gurgeln mit desinfizierenden Mitteln? Ist das nicht eine vorbeugende Maßnahme?
  • Friedemann Schmidt: Handschuhe nützen nichts, wenn man sie nicht häufig wechseln kann. Sie geben ein trügerisches Sicherheitsgefühl. Medikamente gegen Halsentzündungen wirken nicht gegen Viren.
  • Moni: Ich pflege meinen Mann (pflegestufe 2)was wird mit ihm wenn ich krank werde,? Das konnte mir bisher keiner sagen.
  • Martin Gebhardt: er kann in einem Heim zur Kurzzeitpflege aufgenommen werden - oder sie bleiben zusammen zu Hause und werden durch einen Pflegedienst gepflegt - das machen wir auch mit Erkrankten
  • Helena11: Helena11: Gilt man mit einer Niereninsuffizienz als Risikopatient? Friedemann Schmidt: Jede Grunderkrenakung erhöht das Risiko eines schweren Verlaufes einer COVID19 --> Sollte ich mich daher bei Symptomen testen lassen?
  • Friedemann Schmidt: Ja, wenn Sie Symptome haben fragen Sie beim Gesundheitsamt nach.
  • manfred: Hallo Frau Engel. Meine Frau arbeitet in einem Pflegeheim und hat natürlich direkten Kontakt zu den Bewohnern. Bis vor kurzer Zeit konnten die Bewohner auch noch ganz normal die Pflegeeinrichtung verlassen zu Einkäufen usw. wenn jemand im Anfangsstadium ist,zeigt er ja noch keine Symptome.
  • Kathrin Engel: Was genau ist Ihre Frage dazu?
  • corona: Noch eine Frage an Prof. Liebert. Wie oft wird ein Patient, dessen Abstrich positiv ist, danach getestet und in welchem Abstand?
  • Uwe Gerd Liebert: wer positiv getetsted ist und keine oder nur sehr leichte symptome hat, wird in die häusliche quarantäne geschickt. wenn sich die symptome verschlimmern oder wenn die 14 tägige quarantäe sich dem ende neigt, dann sollte ein erneuter test durchgeführt werden.
  • ElkeP: Hallo, Ich habe heute Nachmittag Herrn Dr Lekutat im Radio gehört. Dort hat er von einem Medikament namens Quensyl gesprochen und gemeint, das mit dem Medikament Versuche gemacht werden und die Ergebnisse viel versprechend wären. Ich nehme das Medikament seit mehreren Jahren wegen eines Antiphospholipidsyndroms ein. Könnte ich daraus die Schlußfolgerung ziehen, dass ich möglicherweise vor einer Infektion mit Covit19 geschützt bin? Vielen Dank und liebe Grüße Elke Patschull
  • Friedemann Schmidt: Nein, es gibt noch keinerlei belastbare Daten zu Dosierung und Anwendung von Quensyl gegen COVID19. Vorbeugend wirkt es sicher nicht.
  • Mel_67: Sorry, das ich nochmal Frage...ist mein Mann mehr gefährdet weil er vor 10 Jahren eine schwere Herzmuskelendzündung hatte, ausserdem hat er Bluthochdruck. ...Danke für die Antwort
  • Friedemann Schmidt: Jede Grunderkrankung erhöht das Risiko eines schweren Verlaufes einer COVID19, nicht anstecken lassen!
  • Achim: ist es gut, wenn man sich in diesen Zeiten im Garten aufhält und betätigt?
  • Moderatorin: Hier gibt es Tipps dazu: https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/corona-gaertnern-ohne-kontakt-100.html
  • Hada2: Meine Tochter hatte verschiedene Symptome, zuletzt Atemnot. Der Abstrich soll ja keinen Sinn machen, wenn die Lunge bereits erreicht wurde. Jetzt geht es ihr wieder etwas besser. Wie kann sie feststellen lassen, ob sie das Virus hat/hatte oder nicht? Steht dieser Bluttest, der vorhin vorgestellt wurde (Uni Jena?) zur Verfügung und wer führt ihn durch? Sie macht sich Sorgen, weil sie zwei Kleinkinder hat.
  • Friedemann Schmidt: Es gibt noch keinen verläßlichen Test auf Antikörper, wird erst in einigen Wochen verfügbar sein.
  • NICKI71: Durch mein Rheuma gehöre ich zur Risikogruppe, meine Frage gibt es bestimmte Medikamente wo man eher gefährdet ist in Bezug auf die Einnahme von Medikamenten zur Immunsuppression. Ich selbst nehme nur Leflunomid.
  • Friedemann Schmidt: Jedes Medikament, welches das Immunsystem supprimiert, erhöht das Risiko einer Infektion. Bitte aufpassen!
  • Susiw: Guten Abend, ich wohne in einem Wohnblock mit 10 Etagen. Auf jeder Etage sind 4 Wohnungen. Im Block wohnen auch viele ältere Leute. Besteht ein Risiko der Ansteckung mit dem Virus durch das Anfassen der Haustür oder Treppengeländer oder durch Drücken der Tasten im Aufzug?
  • Martin Gebhardt: die Aussagen dazu sind verschieden - fassen Sie solche Flächen lieber mit Handschuhen an oder nehmen Sie den Ellenbogen
  • Willy3: Wie wird festgestellt, dass jemand geheilt ist?
  • Friedemann Schmidt: 10 bis 14 Tage nach Symptomfreiheit ist der Patienten geheilt.
  • Margo: Sehr geehrte Damen und Herren, wo ist meine letzte Nachricht geblieben?
  • Moderatorin: Es ist viel los im Chat. Die Experten beantworten so viele Fragen wie möglich.
  • Moderatorin: Es lohnt sich, auch die Antworten auf die anderen Fragen durchzulesen. Die eine oder andere Frage wird dadurch vielleicht schon mit beantwortet.
  • Uwe Gerd Liebert: hauptunterschied ist, dass gegen das neue coronavirus noch keine immunität vorliegt. übertragen wird coronavirus durch eine tröpfcheninfektion: husten, niesen, etc. auch schmierinfektionen sind möglich, z.b. infizierte oberflächen, türgriffe. ebola dagegen wird vor allem durch blut übertragen, also deutlich schwerer als corona-virus.
  • Marco: Meine Familie und ich hatten bereits Mitte Januar eine langwierige Bindehautentzündung mit gleichzeitigen Halsschmerzen und geröteten Rachen. Wir hatten vorher noch nie Bindehautentzündungen. Das ganze zog sich auch über ca. 2-3 Wochen Kann das ggf. bereits der Coronavirus gewesen sein? Meine Frau 31 Jahre Mein Sohn 2 Jahre Ich 32 Jahre
  • Friedemann Schmidt: Wenn Sie nicht in einem Risikogebiet waren, ist eine Infektion in Deutschland Mitte Januar nahezu ausgeschlossen.
  • Toni: Hallo, kann ich mit Vitamin D mein Immunsystem stärken um besser vor Viruserkrankungen Geschütz zu sein ?
  • Friedemann Schmidt: Vitamin D ist wichtig für den Körper, vor einer SARS-CoV2 Infektion schützt es aber nicht.
  • Hada2: Herr Friedemann Schmidt, ich habe meiner Tochter Mizell-Kurkuma als Entzünduingshemmer zur Unterstützung der Lunge empfohlen, weil ich selbst bei einer Entzündung im Knie damit sehr gute Erfahrungen machte. Was halten Sie davon. Danke.
  • Friedemann Schmidt: Kenne ich nicht
  • Moderatorin: Arbeitsrechtliche Fragen können in diesem Chat nicht beantwortet werden.
  • Mel_67: Ich habe eine weitere Frage, mein Mann hat vor 10 Jahren eine schwere Herzmuskelendzündung gehabt, an die er fast gestorben ist, ausserdem hat er Bluthochdruck sollte er vorsichtig sein...?
  • Uwe Gerd Liebert: ja, das sollte er. das tatsächliche risiko kann allerdings nur der behandelnde arzt einschätzen.
  • Ramona: Wir fahren Dienstautos mit ständig wechselnden Fahrern. Was sollten wir beachten?
  • Martin Gebhardt: die Flächen desinfizieren, die von allen angefasst werden
  • Rödiger: Meine Tochter war 2014 an Brustkrebs erkrankt, hatte Chemotherapie und Bestrahlung hat noch Antihormontherapie. Zählt sie noch zur Risikopatientin . Vielen Dank
  • Uwe Gerd Liebert: grundsätzlich: nein.
  • manfred: Hallo Frau Engel. Ich bin Herztranplantiert und hatte Ihnen meine Frage schon gestellt. Meine Frau arbeitet in einem Pflegeheim und hat natürlich direkten Kontakt mit Bewohnern. Sie hat Asthma und hohen Blutdruck. Zählt sie damit zur Risikogruppe? Was können wir tun damit wir uns nicht infizieren?
  • Kathrin Engel: Vor allem auf verstärkte Hygiene achten - das ist das A und O. Bei postitiv getesteten Bewohnern und direktem Kontakt zu diesen würde bei Ihrer Frau ein Test gemacht werden. Ansonsten ist bei Pflegekräften prophylaktisch kein Test erforderlich.
  • Nati8: Können in einem kleinen Aufzug Viren in der Luft "rum schwirren" von Mitbewohnern des Hauses, sollte man sich mit einem Schal oder ähnlichem während des Aufenthalts im Fahrstuhl schützen?
  • Friedemann Schmidt: Viren schwirren nicht herum, sie werden in kleinen Flüssigkeitströpfchen übertragen, die Infizierte ausatmen oder beim Niesen oder Husten in die Luft bringen. Das Virus hält sich aber auf Oberflächen , deshalb möglichst nichts anfassen, nicht ins Gesicht fassen und oft die Hände waschen, Ein Schal schützt nicht vor Ansteckung.
  • manfred: Hallo Frau Engel. Ich bin der herzpatient. Müsste meine Frau nicht einen Test bekommen bevor sie wieder ins Pflegeheim geht zum arbeiten? Um zum einen mich und auch ihre Bewohner nicht zu infizieren?
  • Kathrin Engel: Siehe meine Antwort zu Ihrer ersten Frage
  • Tofame: Ist die Lunge stärken durch Atemübungen eine Option ,damit der Virus wenn man ihn erwischt hat die Lunge nicht so sehr angreift?
  • Friedemann Schmidt: Eine gesunde Lunge ist immer gut, jetzt ganz besonders, deshalb raus gehen und tief durchatmen, Wohnung gut lüften etc...
  • corona: Warnhinweis: Eine Frage mit Nerd-Potential. Wurde für Chloroquin in Studien getestet, ob die Dosierung für Malaria auch die richtige für COVID-19 ist? Eigentlich macht man Dosisfindungsstudien.....
  • Friedemann Schmidt: Macht man, sind nicht bekannt. Es gibt aber Fälle von tödlichen Vergiftungen durch Fehlanwendung gegen COVID19 aus Frankreich. Finger weg davon.
  • nicki: ich bin seit vielen Wochen erkältet, nahm schon Antibiotika , Schmerzen Hitze hinter dem Brustbein, Magen ok,Halsschmerzen Heiserkeit wollen nicht weichenm Schweissausbrüche in der Nacht, jetzt habe ich schon wieder erhöhte Temperatur, ich fühle mich hilflos weil ich einfach nicht gesund werde. Danke für eine Antwort
  • Friedemann Schmidt: Klingt wie grippaler Infekt. Hauptsymptome bei COVID19 sind hohes Fieber und massiver Husten.
  • Nick: Meine Mutti würde positiv getestet und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Sie bekommt täglich einen Anruf von Gesundheitsamt. Wenn die 14 Tage vorbei sind und sie 48 Stunden keine Symptome mehr hatte, ist die Quarantäne aufgehoben. Meine Frage dazu: Wird man nochmal getestet oder ist man automatisch Immun? Besteht dennoch weiterhin Ansteckungsgefahr?
  • Friedemann Schmidt: Wer die Krankheit durchgestanden hat ist zumindest für diese Saison sehr wahrscheinlich immun, alle Studien deuten darauf hin. Ob es einen weiteren Test gibt, entscheidet das Gesundheitsamt
  • Moderatorin: Zeit für die letzten Fragen unserer Coronasprechstunde zu den Themen: * Pflege * Medikamentenforschung * Immunsystem *
  • Tofame: Dankeschön für die Antwort. Bleiben sie gesund.
  • Suse: Schade. Ich habe meine Frage zweimal gestellt. Das erstmal noch vor Beginn der Sendung. Oder habe ich etwas Übersehen? Trotzdem alles Gute
  • Moderatorin: Herr Liebert hatte viele Fragen und war zudem Live-Gast in der Sendung. Da sind leider viele Fragen aufgelaufen.
  • Moderatorin: Bleiben Sie gesund!
  • Alexander: Würde es auch wirksam etwas bringen, Flächen/Gegenstände mit Spülmittel einzureiben, wenn man kein Desinfektionsmittel hat?
  • Friedemann Schmidt: Spülmittel eher nicht, aber gute Haushaltsreiniger intensiv angewendet sind sehr wahrscheinlich wirksam.
  • Nati8: Was ist eigentlich mit den käuflichen Desinfektionstüchern und den Sprays für unterwegs? Sie werden massenhaft gekauft, aber sind sie wirksam gegen Viren?
  • Friedemann Schmidt: Das steht drauf: "viruzid" oder "begrenzt viruzid", dann sind sie wirksam.
  • Moderatorin: Tipp: Das Protokoll zum Nachlesen gibt es bereits in wenigen Minuten auf MDR.de.
  • Kathrin Engel: Ich wünsche allen einen schönen Abend und vor allem "Bleiben Sie gesund". Herzliche Grüße, Dr. Kathrin Engel
  • Moderatorin: Und: Die heutige Sendung finden Sie wie gewohnt in der Mediathek.
  • Moderatorin: Ich bedanke mich bei allen Chattern und natürlich bei den Experten.
  • Moderatorin: Damit wünsche ich allen einen schönen Abend.
  • Friedemann Schmidt: Auch von mir einen schönen Abend! Gesund bleiben, bitte!
  • Moderatorin: Bleiben Sie gesund!
  • Weitere Chats zum Nachlesen

    Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 02. April 2020 | 21:00 Uhr