Experteninterview Wie belastet die Coronakrise unsere Psyche?

Die Coronakrise hat das Leben aller Menschen auf den Kopf gestellt. Familien müssen sich durch Homeoffice und Homeschooling neu aufstellen, Kontakte müssen durch Abstandsregeln anders organisiert werden. Ältere und behinderte Menschen sind oft auf noch mehr auf Hilfe angewiesen. Menschen, die allein leben, sind allein in ihren Wohnungen. Hinzukommen Existenzängste derer, deren Jobs nun auf der Kippe stehen. Alles ist aus den Fugen geraten. Doch Menschen halten lauch ange viel aus, wenn sie Unterstützung erfahren. Das sagt Prof. Katarina Stengler, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Helios Park-Klinikum Leipzig, im "exakt"Interview. Sie erklärt, wie unsere Psyche auf Extremsituationen reagiert.

Prof. Katarina Stengler, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Helios Park-Klinikum.
Bildrechte: Christian Hüller

Der Austausch in der Schule und auf Arbeit fällt jetzt weitestgehend weg. Was macht das mit uns?

Prof. Katarina Stengler: Menschen sind soziale Wesen, Menschen brauchen sozialen Austausch, sie brauchen Unterstützung. Wenn diese Dinge wegfallen, vereinsamen wir. Sind wir allein, sind wir isoliert und verlieren uns mit uns selbst, sodass diese Zeiten natürlich, in denen diese Kontakte wegfallen, wie in der jetzigen Situation, ausgesprochen schwierig sind für die menschliche Psyche.

Man kann ja Kontakte weiter haben, nur eben in anderer Art und Weise, virtuelle Kontakte. Und insofern ist es eher ein Umschalten und auch eine Herausforderung für die Menschen, auf andere Art der Kommunikation umzusteigen. Das ist wichtig Und ich glaube, das zeigen auch die Menschen, wie sie sehr kreativ eben andere Kanäle nutzen können.

Ich glaube, die Gruppen, die ohnehin immer schon sehr randständig waren, die wenige Kontakte haben hatten, hatten in der Situation vor Corona - Menschen, die allein gelebt haben oder auf eine Bezugsperson fokussiert waren, können das natürlich weniger gut als die Menschen, die immer schon in sozialen Netzen gelebt haben.

Für welche Personengruppen ist es schwieriger, neue Kommunikationswege zu finden?

Manche Menschen, die in der Vergangenheit sehr wenige Kontakte hatten, die sehr wenig kommuniziert haben, die allein gelebt haben, Alleinerziehende, auch alte Menschen, Menschen mit Behinderungen. Das sind häufig Gruppen, die auf soziale Kontakte heute mehr denn je angewiesen sind und die die Unterstützung mehr brauchen als diejenigen, die ohnehin schon sehr vernetzt waren und gut in sozialen Gruppen funktioniert haben. Wichtig ist zunächst, darauf aufmerksam zu machen, z.B. durch Medien, Presse,  Printmedien, Hörfunk, Fernsehen, dass diese Menschen auch in den Fokus der Gemeinschaft kommen.

Seit Wochen gilt eine Kontaktsperre. Wer ist davon am meisten betroffen?

Ältere Menschen sind natürlich mehr denn je auf unsere Unterstützung angewiesen, und zwar nicht nur aufgrund der psychischen Situation, des Austauschs, des sozialen Miteinanders, sondern tatsächlich auch in der Alltagshilfe. Für diese Gruppen ist es besonders wichtig, dass auch Angebote von außen gemacht werden, weil sie in aller Regel nicht diejenigen sind, die aktiv Hilfe in Anspruch nehmen. Denn das sind sie in aller Regel auch nicht gewohnt, weil sie eben wenig vernetzt sind oder waren.

Wie sollte Hilfe angeboten werden?

Das kann die Nachbarschaftshilfe sein. Vielleicht kennt man jemanden im beruflichen Kontext, wo man weiß, da braucht jemand Hilfe. Das kann ein ehemaliger Kollege oder Kollegin sein, mit denen man vielleicht ganz eng zusammengearbeitet hat, die aber jetzt im Home-Office oder im häuslichen Kontext sind und dort quasi ihrer Arbeit nachgehen müssen und vielleicht eine Behinderung haben, denen man Unterstützung anbieten kann.

Die Menschen leben durch die Kontaktsperre zurückgezogen in ihrem häuslichen Umfeld. Kann das zu Problemen innerhalb einer Familie führen? Oder stärkt es vielleicht auch?

Grundsätzlich würde ich sagen: sowohl als auch. Es ist eine völlig neue Konstellation, wo Familienmitglieder, vielleicht auch Freunde in ganz neue Beziehungen treten müssen. Familienmitglieder sind in der Woche gemeinsam am Tisch, verbringen Zeit miteinander, was sonst so nicht der Fall war. Man muss miteinander gemeinsam umgehen, das hat man immer schon gemacht, aber zu anderen Zeiten, in anderen Intensitäten, mit anderen Möglichkeiten oder mit anderen Einschränkungen.

Es muss alles so weitergehen, aber alles ganz anders. Alle Familienmitglieder müssen bestimmte Räume haben, müssen bestimmte Zeiten haben, müssen sich an Abläufe halten. Man muss Begegnungszeiten definieren, am besten ganz klare Strukturierungen für alle Beteiligten. Kinder müssen Hausaufgabenzeiten haben oder Beschäftigungszeiten. Man muss Spiel, Spaß und Freizeit miteinander organisieren - eben in den Möglichkeiten, die sich einem jetzt bieten.

Nehmen wir an, beide Eltern sind im Homeoffice, die Kinder hätten eigentlich Schule. Wie kann die Doppelbelastung funktionieren?

Also grundsätzlich: Das sind Extremherausforderungen. Das sind Situationen, das will ich klar sagen, die man nicht zwingend gut bewältigen können muss. Ich glaube, es ist auch eine wichtige Botschaft zu sagen: Das überfordert mich zunächst, es überfordert uns. Wir sind damit an die Grenzen unserer Möglichkeiten gebracht, ohne gleichsam zu sagen: Ich bin da der Verlierer oder ich bin schlecht oder ich kann sowas nicht.

Die zweite Situation, die wir da im Blick haben müssen, ist dieses Homeschooling. Beschulen der eigenen Kinder ist etwas, was wir nicht können und eigentlich auch nicht unsere Profession ist. Auf jeden Fall wichtig ist räumliche Entzerrung, also bestimmte Räume definieren, in denen Arbeitsplätze organisiert sein müssen. Das kann auf engstem Raum auch mal das Bad sein. Das kann das Schlafzimmer sein. Es gibt natürlich nicht vier Arbeitszimmer oder so, aber es müssen ganz klar definierte Räume, Zeiten und Zuständigkeiten sein. Man sollte auch Überforderungen zuzulassen und die Partner unterschiedlich in die Entspannung schicken.

Und wenn das Überforderungsgefühl übermächtig wird?

Ich glaube grundsätzlich, es wird so sein, dass nach der Krise nicht alle alles gut bewältigt haben werden. Es wird Menschen geben, es wird Familien geben, es wird Kinder geben, die am Ende aus dieser Situation gehen und sagen: Wir haben das schlecht oder gar nicht oder nur mit Folgeschäden bewältigen können. Grundsätzlich ist es aber so: Wir können dem ein Stück vorbeugen.

Oder wir können die Botschaft geben: Sucht euch Hilfe, nehmt Hotlines, nehmt Unterstützungsangebote an: Ihr ladet keine Schuld auf euch, weil ihr etwas nicht könnt, was alle anderen können, sondern - und seid damit persönliche Verlierer - sondern: sucht euch Hilfe, um spätere Schäden zu vermeiden. Das ist, glaube ich, ist eine ganz wichtige Funktion auch für die Familien, sich Unterstützungsangebote frühzeitig zu holen. Die können ganz unterschiedlich sein. Das können professionelle Helfer sein, Kinder- und Jugendpsychologen, die Unterstützung anbieten, das sind Krisenbewältigungsdienste, das sind vielleicht auch Lehrerschaften, die dann Angebote machen.

Wie gehen Kinder mit der Coronakrise um?

Kinder können sehr stark sein, und Kinder haben Ressourcen und Reserven. Das heißt, es ist nicht zwingend so, dass Kinder Opfer dieser Verhältnisse sein müssen. Sie können es sein, und da muss man auch im Blick haben. Wir müssen ganz genau in die Familien schauen. Oder Familien sollten sich auch öffnen für Unterstützung und sagen "Wie sieht es in unserer konkreten Familiensituation aus?" Haben wir hier Belastungen für ältere Kinder, denen sie nicht gewachsen sind, die sie so nicht geübt haben, nicht gelernt haben? Haben wir vielleicht Kinder, die in Familien leben, wo beide Elternteile in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten: Pfleger, Ärzte, Kassierer, Polizei. Wo die Kinder unter Umständen auch sehen, wie wichtig ihre Eltern sind. Wo Kinder auch Ressourcen aufbauen, in der Wertschätzung ihrer Eltern gegenüber. Und haben wir aber auch Kinder, die ohnehin in sozial belasteten und krisengeschüttelten Familienverhältnissen aufwachsen? Wo sie eben durchaus auch Opfer von Aggression und Gewalt werden. Und das sind, glaube ich, sehr unterschiedliche Blickwinkel, in denen momentan Kinder sich befinden, beziehungsweise in denen wir sie wahrnehmen müssen in solchen Krisenzeiten.

Werden die Kinder stärker?

Wenn sie in ihren Kompetenzen und in ihren Fähigkeiten auch gestärkt werden, wenn sie mehr Verantwortung übernehmen als vielleicht in anderen Zeiten, kann das durchaus auch ihre Ressourcen stärken. Eltern können erfahren "Ich kann mich auf meine Kinder in Krisensituationen verlassen. Ich kann bestimmte Verantwortung übertragen." Aber ich muss natürlich auch beachten, dass Kinder sind, dass es kindgerechte Beschäftigungsbereiche gibt, Freizeiten.

Können Kinder durch die aktuelle Situation Traumata erleiden?

Auf jeden Fall können Kinder in extremen Belastungslagen psychische Störungen davontragen. Das ist in jedem Alter ein Stück unterschiedlich. Es ist sehr wichtig, angepasst an die unterschiedlichen Altersstufen auf die veränderten Verhaltensweisen von Kindern zu achten.

Was macht diese aktuelle Ungewissheit mit uns?

Es ist ein ausgesprochen großer psychischer Belastungsfaktor, mit Ungewissheit umzugehen. Und deshalb ist, glaube ich, auch der wichtigste Ratgeber an Politik, an öffentliche Stellen, die Bürger, Bürgerinnen, die Beteiligten zu beteiligen, also an dem Kommunikationsprozess, an den Überlegungen. Welche Überlegungen werden angestellt, um mit welchen Lockerungen vielleicht auch umzugehen? Also da maximale Transparenz in die Öffentlichkeit zu bringen, ist das, was Ungewissheit erträglicher macht.

Man hat gesehen, die Menschen in Wuhan haben durch die Extremsituation der Coronapandemie unter psychischen Folgen bis hin zu Depressionen gelitten. Wird es uns ähnlich gehen?

Man kann das auf jeden Fall ableiten von dem, was in China ja auch wissenschaftlich erhoben wurde. Es gab eine Auswertung z.B. der Telefonhotlines, die dort geschalten waren - und man weiß, dass Ängste, bestimmte körperliche Symptome, Schlafstörungen, ganz eindeutig in den Zusammenhang mit dieser Krise, mit dieser Isolation, mit den Quarantänemaßnahmen gesetzt wurden. Das abzuleiten auf den Kontext in Europa, in Deutschland, ganz konkret auch in Städten und Kommunen, ist ausgesprochen wichtig, um auf der einen Seite vorbeugend wirksam zu werden für das, was möglicherweise uns noch bevorsteht. Aber auch jetzt schon Menschen dort abzuholen, wo sich psychische Belastungen abzeichnen. Also zum Beispiel in krisenhaften Familienkonstellation.

Die Ergebnisse der Studie Laut der Studie zu den Corona-Auswirkungen während der Quarantäne in Wuhan beklagten 47 % der Anrufer Angstzustände, 20% hatten Schlafprobleme, 16 % zeigten depressive Symptome und 39% der Anrufer baten um Lebenshilfe und Unterstützung für den Alltag.

Was macht die Informationsflut mit uns?

Einerseits gibt es die Tendenz bei dem größten Teil der Bevölkerung, maximales Wissen lernen zu wollen. Auf der anderen Seite aber jetzt schon die Stirn zu runzeln und zu sagen: Ich kann’s nicht mehr hören. Und da zieht eigentlich der alte Satz: zu viel ist zu viel. Sowohl quantitativ als auch inhaltlich. Ich glaube es ist wichtig, sich aktiv dazu zu zwingen und aktiv zu definieren: Es gibt früh mittags und abends Nachrichten und Informationen aus diesem oder jenem Medium oder es gibt Austausch mit Freunden - zu Telefonzeiten, wo ist darüber offen reden und wo ich aber auch andere Themen festlegen, worüber geredet wird und ich mich informiere.

Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Helios Park-Klinikum Leipzig, hat eine Hotline eingerichtet, um Menschen in dieser aktuellen Krisensituation beizustehen. An wen ist sie genau gerichtet?

Für Menschen, die bisher keine Auffälligkeiten, keine Belastung erfahren hatten und sich einfach melden können, ihre Probleme schildern können. Am anderen Ende sitzen Psychologen, die sehr gut einordnen können, ist es jetzt etwas, was im Beratungsgespräch geklärt werden kann oder bedarf das vielleicht auch eine langfristige Unterstützung.

Die Hotline ist aber auch eingerichtet für Menschen mit psychischen Erkrankungen, die durch die Kontaktsperre, die durch geschlossene Einrichtungen, im psychosozialen Feld einfach ihre Ansprechpartner verloren haben und diese nicht mehr sehen und die so sie kontaktieren können, die bei uns auch Behandlungsangebote in Anspruch nehmen können.

Warum tritt gesteigertes Suchverhalten in Krisen ein?

In solchen Bewältigungssituationen ist es natürlich in gewisser Hinsicht auch ganz normal, dass Menschen zu verfügbaren Mitteln und Unterstützungssystemen greifen. D.h., alles das was hilft, wird zunächst benutzt. Und wenn in solchen Zeiten soziale Kontakte durch Menschen treffen und so weiter nicht mehr verfügbar sind, wird natürlich das genutzt, was verfügbar ist. Das kann Kaffee sein, Alkohol, Medikamente, Internet. Das sind subjektive Bewältigungsversuche, die natürlich auf lange Sicht ineffektiv sind, weil sie eben zur Abhängigkeit führen oder bestehende Abhängigkeiten verstärken.

Was ist mit  dem Suchtverhalten nach der Krise?

Das ist individuell sehr verschieden. Es gibt Abhängigkeitsverhalten, wir sagen, das ist Missbrauch, das ist also nur in den belastenden Situationen so. Wir kennen das von Menschen, die in große Trauer verfallen oder belastende Lebensereignisse erleben. Wo Menschen vorübergehend zu verschiedenen Suchtmitteln greifen und die ganz gut wieder auch verlassen können. Und selber wieder zu Bewältigungsstrategien greifen, die ihnen zur Verfügung stehen. Wo Angehörige Unterstützung bieten oder der Job wieder verlässliche Strukturen bietet. Da besteht große Hoffnung, dass das so sein wird. Wichtig ist, den Blick dazu haben, wo sie tatsächlich wieder rückfällig werden und wieder in Muster verfallen, die sie seit Jahren schon gewohnt waren.

Was passiert, wenn eigene Bedürfnisse unterdrückt werden, um anderen zu helfen?

Dinge, die man runter schluckt und nicht verdaut, die kommen wieder hoch. So ist es mit dem psychischen Belastungen auch. Es ist ganz wichtig, sich auch Zeiten und Räume zu geben, festzulegen, wo ich Selbstversorgung betreibe. Und zwar jeder im Familiensystem. Welche Selbstfürsorge ist für wen an welcher Stelle ganz wichtig und wie sieht die ganz konkret aus? Was das tägliche Laufen oder Joggen oder Sport machen für den einen ist, ist das Bad für den anderen oder die kindliche Auszeit im Spiel. Aber welche Auszeiten, welche persönlichen Freiräume definiere ich, nicht spontan? Die sollte jeder für sich in Anspruch nehmen. Nur so kommt, glaube ich, das System Familie, beispielsweise durch die Krise.

Wie wird uns die Coronakrise  alle verändern?

Diese Zeit, die wir jetzt alle durchleben, wird uns verändern und es wird die Gesellschaft verändern. Es geht vielleicht auch darum, im Vorfeld schon zu sehen, was passiert in einem halben oder dreiviertel Jahr? Wie werden sich Beziehungen verändert haben? Auf welche Strategien greifen wir jetzt zurück, die wir auch vielleicht später nutzen können. Welche Kompetenzen werden sich entwickelt haben.

Und ich glaube, es ist eine Zeit, wo plötzlich Ärzte und Kassierer, Piloten und Bauern, also ganz unterschiedliche Berufskonstellation, Positionen, soziale Schichten, plötzlich miteinander in Kontakt gebracht werden. Entweder in den Medien oder Aufgrund von Abhängigkeiten, dass sie vielleicht in systemrelevanten Berufen arbeiten und gleichermaßen betroffen sind. Es wird sich auch das solidarische Denken verändern. Ich denke wir werden in einem halben oder in einem Jahr sagen: Plötzlich saßen wir alle in einem Boot und hatten ähnliche Ängste und mussten an verschiedenen Stellen zusammenstehen, um diese Krise zu bewältigen. Ich denke auch, dass solche Extremsituationen am Ende die Solidarität und das Miteinander fördern.

Wie können alle gut durch die Krise kommen?

Ich glaube große Krisensituationen, Kriegszeiten zum Beispiel, waren irgendwann vorbei und man hat so langsam wieder eine Normalität aufgebaut. Und insofern ist es auch etwas, was Menschen können. Es ist nicht zwingend die Dauer, von Monaten oder Wochen, die an dieser Stelle die Schwierigkeit darstellt. Wenn Familien in den nächsten Wochen erfahren werden, da bietet das Systeme Hilfe an, die Telefonhotline funktioniert oder das Unterstützungssystem. Ich denke tatsächlich, Menschen halten viel aus, auch über lange Strecken, sie müssen in diesen Zeiten aber gut Unterstützungen, gute Verbindlichkeiten erfahren, gute planbare Abläufe, für ihre jeweilige individuelle Situation. Es ist ganz wichtig, sich davon zu verabschieden, dass es eine Lösung für alle zu irgendeinem Zeitpunkt gibt, wo alle wieder zufrieden sind. Sondern ich glaube, es muss sehr differenzierte und sehr komplexe Unterstützungen in solchen Sachen geben.

Kurz und knapp: Ihr Rat für die Krisenbewältigung? Strukturen. Persönliche Ressourcen. Hilfen in Anspruch nehmen, da wo Überforderung droht.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Exakt - die Story | 15. April 2020 | 20:45 Uhr