Ernährung Darmgesund kochen – Wie geht das?

Normalerweise gilt: Viele Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, frisches Obst und Gemüse sind gesund und tun uns gut. Wer allerdings einen sensiblen Darm hat, für den gelten diese Ratschläge meist nicht. Schwer verdauliche Stoffe können dann schnell zum Problem werden.

von Beate Splett

Frau auf Bett hält sich den Bauch
80 Prozent der Patienten von einer FODMAP-reduzierten Diät finden langfristig Linderung bei einem Reizdarm. Hier gilt es vor allem, ballaststoffreiche Lebensmittel durch gesunde Alternativen zu ersetzen. Bildrechte: COLOURBOX

Ist der Darm aus dem Gleichgewicht, fühlt sich der ganze Mensch krank. Doch hinter Verdauungsproblemen muss nicht immer gleich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit stecken. Manchmal können auch zu viel Stress, bestimmte Medikamente oder andere Faktoren einen negativen Einfluss haben. Mit leicht verdaulichen Lebensmitteln, die den Darm beruhigen und stärken, lassen sich Durchfall oder Blähungen reduzieren und ein Reizdarm besänftigen.

In den letzten Jahren konnten ganz bestimmte Auslöser besonders häufig mit Darmproblemen in Verbindung gebracht werden: die sogenannten FODMAPS (steht für fermentierbare Oligo-, Di-, und Monosaccharide). Dabei handelt es sich um Zuckeralkohole und kurzkettige Kohlenhydrate. Sie sind in unterschiedlichster Form in vielen Nahrungsmitteln und Zusatzstoffen enthalten. Je mehr davon gegessen werden, umso häufiger treten Verdauungsbeschwerden auf.

Tipp: eine FODMAP-reduzierte Diät

Klinische Studien konnten belegen, dass etwa 80 Prozent der Patienten von einer FODMAP-reduzierten Diät langfristig profitieren konnten. Um herauszufinden, ob eine Ernährungsumstellung sinnvoll ist, sollte man eine FODMAP-reduzierte Diät über mehrere Wochen testen, am besten gemeinsam mit einem Ernährungsberater bzw. Diätassistenten. Danach kann man versuchen, die Palette an verträglichen Lebensmitteln wieder zu erweitern, je nachdem, wie der Bauch darauf reagiert. Es ist schwer, FODMAP-reiche Lebensmittel als solche zu erkennen. Als Faustregel gilt: Je weniger Ballaststoffe, umso FODMAP-ärmer. Da Ballaststoffe aber ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung sind, sollte man sich geeignete Alternativen suchen. Eine Liste von Lebensmitteln und deren FODMAP-Gehalt findet man unter: www.fodmap-info.de    

Kefir für einen gesunden Darm Kefir ist ein Sauermilchgetränk, das bei der Gärung von Kefirpilzen und Milch entsteht. Dabei wird Milchzucker unter anderem in Milchsäure umgewandelt. Diese wirkt positiv auf gesunde Bakterien im Darm und hilft so, den Darm und die Darmschleimhaut zu stärken.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 30. Januar 2020 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Februar 2020, 14:09 Uhr

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