Lachsfilets
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Ernährung Dieser Fisch ist gesund

Fisch ist eine gute Alternative auf dem Speiseplan – gerade im Sommer, wo fettes Fleisch oder Gegrilltes schwer im Magen liegen. Doch welcher Fisch ist besonders gesund und was sollte man beim Kauf beachten?

von Beate Splett

Lachsfilets
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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zwei bis drei Portionen Fisch pro Woche. Portugiesen und Norweger essen mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 60 Kilogramm pro Jahr mit Abstand am meisten Fisch in Europa. Eine große Rolle spielen dabei Seefische frisch aus dem Meer. Auch in Deutschland sind Arten wie Lachs, Alaska-Seelachs und Hering sehr beliebt, außerdem Thunfisch und Kabeljau. Forelle, Karpfen und Zander zählen zu den wichtigsten Süßwasserfischen. Sie leben auch in einheimischen Flüssen oder Zuchtteichen.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Lachs, Spinat
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Fisch wird oft in Konserven gekauft, am häufigsten aber tiefgekühlt. Besonders gesund machen ihn sein Eiweiß, hochwertige Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Das Fischfett besteht zu großen Teilen aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie der Omega-3-Fettsäure. Sie beugt Herzrhythmusstörungen vor, verbessert die Blutfettwerte, senkt den Blutdruck und das Herzinfarktrisiko. Kaltwasserfische enthalten besonders hohe Mengen an Omega-3-Fettsäuren. Fette Fische sind Hering, Makrele, Aal und Pangasius. Ihr Fettgehalt liegt bei über 10 Prozent. Kabeljau, Zander, Wolfsbarsch, Scholle, Seeteufel und Steinbutt zählen zu den mageren Fischarten. Ihr Fettgehalt liegt nur bei etwa 2 Prozent. Das Fett hat noch einen weiteren Vorteil: Es hilft dem Körper, die fettlöslichen Vitamine A und D aufzunehmen. Hohe Mengen davon sind im Hering. Es gilt: Je fetter der Fisch, umso mehr Vitamine enthält er. Viele Fische sind auch wichtige Lieferanten für Spurenelemente und Mineralstoffe wie Jod, Selen oder Kalium. Selen unterstützt das Immunsystem, Jod ist wichtig für die Schilddrüsenfunktion. Hohe Jod-Mengen sind vor allem in Hering, Rotbarsch und Kabeljau. Wer regelmäßig Fisch ist, kann seinen Bedarf gut über die Ernährung decken. Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen sollten sich mit ihrem Arzt absprechen.

Gefährliche Schadstoffe in Forellen und Lachs

Forelle
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"Ethoxyquin", eigentlich ein Pflanzenschutzmittel, taucht immer häufiger in den Schlagzeilen auf. Während es für viele Nahrungsmittel festgelegte Grenzwerte gibt, gilt das nicht bei Fisch. Das Pestizid und sein noch gefährlicheres Abbauprodukt Ethoxyquin-Demer konnten in Lachs und Forellen aus Aquakultur in bedenklichen Mengen nachgewiesen werden. Das Mittel soll die Leber und sogar das Erbgut schädigen. Deshalb ist sein Einsatz seit einigen Jahren verboten. Das Problem: Noch bis 2020 darf die giftige Chemikalie in Fischfutter enthalten sein - und gelangt so auch in den Fisch. Bei Fleisch liegt der zugelassene Höchstwert bei 50 Mikrogramm pro Kilogramm. Forellen und Lachse aus Zuchtbetrieben übersteigen diesen Wert zum Teil um das Vierfache und mehr – egal, ob die Produkte im Verkauf teuer oder günstig sind. Wer hier sicher sein will, sollte auf Wildfisch oder Bio-Produkte zurückgreifen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 06. Juni 2019 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Juni 2019, 13:51 Uhr