Ernährung Lecker, günstig und gesund: Wurzelgemüse

Ob Petersilienwurzel, Pastinake oder Sellerie - die Wurzeln und Knollen sind Power-Pakete für unser Immunsystem. Wir erklären, warum. Und wer einmal ein Püree aus Sellerie probieren möchte, findet hier das Rezept.

Petersilienwurzel
Petersilie ist beliebt als Kraut zum Würzen von Speisen. Aber auch die Petersilienwurzel kann mit ihrem Geschmack etwa in Suppen überzeugen. Bildrechte: IMAGO

So langsam wird es herbstlich. Damit ist jetzt genau die richtige Zeit, uns für den Winter zu stärken - mit gesunden Wurzeln und Knollen. Die Auswahl ist riesig, und für jeden Geschmack ist so sicher etwas Gesundes dabei.

Wurzelgemuese auf einem Haufen. 12 min
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Hauptsache gesund Do 10.09.2020 21:00Uhr 11:40 min

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Rote Beete - stärkt Herz und Blutgefäße

Die Rote Bete hat ihren Namen von "Beta", lateinisch für Rübe. Danach benannt wurde auch ihr wertvollster Inhaltsstoff: Betain. Der sekundäre Pflanzenstoff soll das Herz stärken und die Blutgefäße schützen. Der rote Farbstoff Betanin hilft außerdem gegen Entzündungen.

Pastinaken - gut gegen Bauschmerzen

"Die Pastinake ist ein tolles Wurzelgemüse, weil sie sehr viel Vitamin C hat. Eine Pastinake mit etwa 200 Gramm deckt 80 Prozent unseres Vitamin C- Bedarfs am Tag“, erklärt Ernährungsmediziner Dr. Carl Meißner. Außerdem enthält sie Eisen und ist reich an Kalium und Kalzium.

Püriert mit Möhren ist ein Brei aus Pastinaken die beste Medizin gegen Koliken und Bauchschmerzen. Dank ihrer ätherischen Öle wirken Pastinaken auch noch leicht antibakteriell.

Kohlrabi - reich an Vitamin C

Ob roh oder gedünstet: Auch Kohlrabi ist ein einheimisches Superfood. "Es ist reich an Vitaminen, zum Beispiel Vitamin C. Damit stärkt es das Immunsystem und gerade jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, unsere Abwehrkräfte", sagt Dr. Carl Meißner.

Fenchel - stabilisiert auch die Darmflora

Fenchel kennen viele nur als Tee, dabei ist die Knolle auch als Gemüse sehr gesund. Das Gemüse hat fast doppelt soviel Vitamin C wie Orangen. Und das im Fenchel enthaltene trans-Anethol regt zudem die Leber- und Nierenaktivität an.

Noch ein kleiner Tipp des Ernährungsmediziners für Menschen mit Lactoseintoleranz, die Milchzucker nicht vertragen: In den gesunden Knollen steckt jede Menge Inulin und das stabilisiert die Darmflora. Denn der Vielfachzucker wird nicht verstoffwechselt und zählt deshalb zu den Ballaststoffen.

Tipp Frisches Gemüse hält sich zwei bis drei Wochen im Kühlschrank, verliert aber mit der Zeit viele Vitamine.

Eine gute Alternative sind Tiefkühlprodukte. In der Küche sind Knollen und Wurzeln vielseitig verwendbar, zum Beispiel als Pürees, Suppen oder Eintöpfe.

Gesunde Suppe aus Wurzelgemüse - Rezept von Aurélie Bastian



Zutaten:

  • 1 Mairübe
  • 3 Mohrrüben
  • 2 Pastinaken
  • 1 kleine Petersilienwurzel
  • 2 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 20g Butter
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • 500 ml Gemüse Brühe
  • 1 EL Honig
  • ½ TL Rosmarin
  • Salz und Pfeffer


Zubereitung:

Das Gemüse schälen und in Stücke schneiden. (Die Pastinaken in kleine Würfel und die Wurzelpetersilie in dünne Scheiben schneiden. Die Kartoffeln in einen Zentimeter dicke Würfel schneiden.)

Die Butter in einem großen Kochtopf schmelzen. Die Zwiebel in dünne Scheiben schneiden und in der Butter dünsten. Lorbeerblatt und Nelke zu den Zwiebeln in den Topf geben und kurz mit anbraten. Dann das Gemüse dazugeben und mit Brühe aufgießen.

Rosmarin und Honig hinzufügen und bedeckt für 20 bis 30 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Blättern des Stangensellerie servieren.

Dr. Lekutat und Kockexpertin Aurelie Bastian in der Studioküche
Dr. Lekutat und Hauptsache-Gesund-Köchin Aurelie Bastian in der Studioküche Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sellerie - ein Entzündungshemmer

Sellerie war bereits im alten Ägypten und in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilpflanze bekannt. Schon vor 2.000 Jahren empfahl der griechische Arzt Hippokrates Sellerie bei Nervenschwäche. Ob als Knolle oder Stange: Die wertvollen Inhaltsstoffe sind in beiden Varianten reichlich enthalten.

In Sellerie stecken viele Mineralstoffe wie Zink, Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Außerdem ist er reich an Vitaminen. Traditionell wird er bis heute gegen Gichtbeschwerden und rheumatische Erkrankungen eingesetzt, da er harntreibend wirkt und Entzündungen hemmt.

Sellerieknollen
Sellerie kann bei Gichtbeschwerden und rheumatischen Erkrankungen für Linderung sorgen. Bildrechte: colourbox.com

Während die Knolle unter der Erde wächst und geschält werden muss, lässt sich die Selleriestange auch mit Schale essen. Sie ist perfekt als Snack oder für Smoothies geeignet. Aufpassen sollten Menschen mit einer Kreuzallergie auf Birken- und Beifußpollen. Dann sollte das Gemüse in jedem Fall gegart werden. In der französischen Küche wird Sellerie sowohl als Knolle als auch als Stange sehr vielseitig eingesetzt, zum Beispiel als Püree zu gebratenem Fisch.

Sellerie-Püree - Rezept von Aurélie Bastian

Zutaten:

  • 1 Knollensellerie
  • 500 ml Milch
  • 1 Eigelb
  • 30 g Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 1 Selleriestange
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Apfel


Zubereitung:

Die Sellerieknolle schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben in einen Kochtopf geben, mit Milch bedecken und mit einer Prise Muskatnuss würzen.

Das Ganze 20 Minuten kochen lassen. Den gekochten Sellerie anschließend mit einem Pürierstab mixen, etwas Butter und ein Eigelb dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Zum Garnieren eine Selleriestange, einen Apfel und etwas Schnittlauch kleinschneiden.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 10. September 2020 | 21:00 Uhr

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