Gemüse in Einweckgläsern
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Einwecken Erntefrisches für den Winter konservieren

Saisonales Obst und Gemüse lässt sich durch Einmachen haltbar machen. So kann man auch im Winter Selbstgeerntetes auf den Tisch bringen. "Hauptsache Gesund"-Köchin Aurelie Bastian hat hier auch Rezepte dazu parat.

von Jana Olsen

Gemüse in Einweckgläsern
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Herbst ist Erntezeit. Birnen, Quitten, Zucchini, Tomaten - der eigene Garten oder das Gemüsefeld um die Ecke bieten noch genügend Früchte, um sich einen Vorrat für den Winter anzulegen. Denn häufig kann man nicht alles, was man mit viel Liebe angebaut oder gepflückt hat, sofort verzehren. Zudem weiß man beim Selbstgemachten, was man hat. Im Idealfall sind das regionale und saisonale Zutaten, wenig Zucker, keine Transportwege oder industrielle Zusatzstoffe. "Eingekochtes ist für mich aber nicht nur ein Wintervorrat", sagt Hauptsache Gesund- Köchin Aurélie Bastian. "Ich finde es auch praktisch für Alleinstehende, die einmal groß kochen und sich dann kleine, passende Portionen aufbewahren können", erklärt sie.

So wird eingeweckt

Um auch lange Spaß an seinem Eingeweckten zu haben, sollte man einiges beachten. Das verwendete Obst und Gemüse sollte frisch und einwandfrei sein. Der Sud muss die Früchte oder das Gemüse vollständig bedecken, sonst wird es unansehnlich oder fängt an zu schimmeln. "Egal welches Rezept man nimmt, die Gläser sollten vorher immer gründlich gereinigt werden", empfiehlt Aurélie Bastian. "Am besten kocht man die Gläser vorher etwa zehn Minuten mit heißem Wasser aus", sagt die Hobbyköchin. Zudem sollten am Glasrand keine Reste zurück bleiben. Um ganz sicher zu gehen, dass ein Glas auch wirklich keimfrei ist, kann man die eingeweckten Gläser auf den Deckel stellen. Das Stürzen hilft, mit dem heißen Eingekochten auch die letzten Keime abzutöten.

Die Frage der Haltbarkeit

Vor dem Verzehr solte man immer erst mal prüfen, ob die Marmelade oder das Kompott noch einwandfrei sind. Denn wie lange sie sich halten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Kühl und dunkel gelagert, hält sich Eingewecktes bis zu einem Jahr. Bei losem Deckel, unnatürlicher Färbung oder penetrantem Geruch ist das Eingemachte lieber zu entsorgen. Dann ist beim Einkochen etwas schief gelaufen.

Hätten Sie das gewusst? Die Methode des Einkochens von Lebensmitteln haben wir übrigens dem französischen Kaiser Napoleon zu verdanken. Er suchte während seiner Kriegszüge nach einer Methode, um seine Truppen einigermaßen vollwertig zu ernähren und schrieb einen Wettbewerb aus. Der Konditor Nicolas Appert gewann das Preisgeld, denn er hatte festgestellt, dass man Lebensmittel durch Erhitzen auf 100 Grad in geschlossenen Behältern haltbar machen kann. Und auch wenn es heute Einkoch-Geräte und Dörrautomaten gibt – die Grundidee des Einkochens ist bis heute gleich geblieben.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 19. September 2019 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2019, 12:47 Uhr