Wurzelgemüse
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Gesunde Ernährung in Herbst und Winter Kohlrabi, Sellerie, Karotten: So gesund ist Wurzelgemüse

Ob Kohlrabi, Sellerie oder Rote Bete: Wurzelgemüse enthält weniger Wasser und ist oft nährstoffreicher als viele Sommergemüse. Und gesund ist es auch noch: Bei zahlreichen Erkrankungen kann es Linderung verschaffen.

von Beate Splett

Wurzelgemüse
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Schon unsere Vorfahren in der Steinzeit wussten um die nahrhaften Inhaltsstoffe von Knollen und Wurzeln. Damals standen sie regelmäßig auf dem Speiseplan. Auch in Kriegszeiten waren Steck- oder Kohlrüben eine wichtige Nahrungsquelle, die einige vor großem Hunger bewahrte. Doch in den letzten Jahrzehnten sind die Rüben bei uns fast in Vergessenheit geraten. Dank moderner ernährungswissenschaftlicher Untersuchungen ist ihr Image viel besser geworden und sie kehren langsam in unsere Küchen zurück. Zu den Wurzelgemüsen gehören:

Möhren
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Karotten: Sie haben nur wenig Kalorien, dafür aber viele Vitamine und Mineralstoffe. Ihr hoher Anteil an löslichen und unlöslichen Ballaststoffen macht sie wertvoll für Magen und Darm und bietet wichtigen Darmbakterien eine gute Nahrungsquelle: Das macht sie auch gesund für uns.   

Knollensellerie
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Knollensellerie war schon im alten Ägypten als Heilpflanze bekannt. Er wird im Herbst geerntet. Da er nur wenig Kohlenhydrate hat, ist er ein perfekter Schlankmacher. Er enthält hohe Mengen an Kalium, Kalzium und Eisen sowie B-Vitamine, die unsere Nerven stärken.

Pastinake
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Pastinaken werden ab Oktober geerntet und sind bis zum Frühjahr erhältlich. Sie enthalten viel Vitamin C, außerdem Beta-Carotin, Kalium, Magnesium und Kalzium. Das stärkt die Knochen. Die Ballaststoffe der Pastinake sind gut für den Darm.

Eine Petersilienwurzel
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Petersilienwurzeln sind echte Vitaminbomben. Schon im alten Rom wurde die Wurzel als Powerfood geschätzt und diente bei Soldaten als Energielieferant. 200 Gramm Petersilienwurzel decken zu etwa 80 Prozent den Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem enthalten sie Kalzium, Eisen, viele B-Vitamine und Vitamin D.

Radieschen und Rettich
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Radieschen und Rettich sind wegen der in ihnen enthaltenen Senföle so gesund. Sie sorgen auch für die Schärfe. Die ätherischen Öle wirken schleimlösend und bekämpfen Bakterien und Pilze. Zudem regen Bitterstoffe die Funktion der Galle an und verbessern so die Verdauung und die Funktion der Leber. Frischer Rettichsaft wirkt entzündungshemmend zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen, Halsentzündungen oder Harnwegsinfekten.

Kohlrabi
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Kohlrabi: Botanisch gesehen ist der Kohlrabi das Ergebnis einer gezüchteten Kreuzung aus wildem Kohl und wilder weißer Rübe. Im Unterschied zu anderen Rüben wächst die Knolle über der Erde, weshalb er auch Ober-Rübe genannt wird. Besonders gesund ist er als Rohkost. Der Kohlrabi hat wenig Kalorien, ist ein natürliches Antibiotikum, denn die Senföle darin bekämpfen Bakterien und Pilze und unterstützen die Abwehrkräfte. Schon eine halbe Knolle deckt den Tagesbedarf an Vitamin C. Das Kalzium stärkt die Knochen, das Magnesium ist wichtig für Muskeln und die Folsäure ist unentbehrlich für die Zellteilung. Außerdem enthält Kohlrabi viel Eisen, das ist wichtig für Blut, Muskeln und Leber. Auch die Blätter sind essbar und sogar noch gesünder als die Knolle selbst, denn sie enthalten etwa dreimal so viel Vitamine und Mineralien.

Wir sind Kohlrabi-Weltmeister!  Nirgendwo auf der Welt wird so viel Kohlrabi angebaut wie in Deutschland. Der größte Teil davon wird auch hier verzehrt. Deshalb sind wir Deutschen Kohlrabi-Weltmeister. Kein Wunder also, dass der Name "Kohlrabi" bereits in andere Sprachen übernommen wurde.

Rote Bete
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Rote Bete: Auch Rote Bete kann mit vielen gesunden Inhaltsstoffen punkten. Rote-Bete-Saft soll den Blutdruck senken und das Herz stärken. Erklären lässt sich das durch das Sinken des Homocystein-Spiegels im Blut - ein Stoff, der Gefäße schädigt und Herz-Kreislauferkrankungen befördert. Das einzige Problem: Man müsste sehr große Mengen des Saftes trinken, um wirklich messbare Effekte zu erzielen. Das macht Rote Bete jedoch nicht weniger gesund. Sie enthält die Vitamine A, E und C, außerdem Kalzium, Magnesium und vor allem Eisen. Für die intensive rote Farbe sorgt der sekundäre Pflanzenstoff Betanin. Er wirkt leicht stimmungsaufhellend, aktiviert den Stoffwechsel und unterstützt die Funktion von Darm und Galle. Allerdings sollte die Rote Bete frisch sein und nicht im Glas eingekocht, da diesen Produkten oft hohe Mengen Zucker zugesetzt werden. Und je frischer das Gemüse, umso reichlicher die wertvollen Nährstoffe.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 14. November 2019 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2019, 09:46 Uhr