Fitness Mit der richtigen Koordination fit und gesund bleiben

Bereits ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Koordinationsfähigkeit ab. Eine gute Koordination hilft, bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben. Fitness-Expertin Sabine Schön stellt effektive Koordinationsübungen vor.

Koordinationsübungen mit Sabine Schön
Fitness-Expertin Sabine Schön zeigt, wie sich die Koordination trainieren lässt. Bildrechte: MDR/Thomas Hönle

Warum die Koordination so wichtig ist

Dass es wichtig ist, seine Koordination und Balance zu verbessern oder zumindest zu erhalten, das haben vermutlich die meisten schon mal gehört. Doch warum sind diese beiden Fähigkeiten so wichtig? Und gilt das für jeden oder nur für ältere Menschen?

Koordination beschreibt das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Jede Bewegung, die wir ausführen funktioniert nur deshalb, weil unser Körper gelernt hat, diese Bewegung auch zu koordinieren – zum Teil geschieht das bewusst, meist aber unbewusst. Unser Nervensystem kommuniziert mit unseren Muskeln und übermittelt ihnen die notwendigen Informationen über die richtige Ansteuerung.

Die Koordination richtig trainieren

Koordination sollte regelmäßig trainiert werden, damit unser Körper auch komplexe Bewegungsabläufe besser versteht und die Abfolgen gelernt werden. Koordinationstraining trainiert nicht nur Körper und Geist, sondern beugt auch Verletzungen vor und schützt vor Umknicken und Stolpern.

Folgende Übungen können Sie spielend leicht in den Alltag einbauen:

Einbeinstand

Zu Beginn stehen Sie etwa hüftbreit auf beiden Beinen. Verlagern Sie nun langsam das Gewicht auf Ihr Standbein. Das Knie des anderen Beines nehmen Sie bewusst nach oben. Versuchen Sie bewusst Ihre Muskeln anzuspannen, um das Gleichgewicht zu halten. Halten Sie die Position 20 bis 30 Sekunden – beziehungsweise so lange, wie es Ihnen möglich ist. Danach folgt das andere Bein.

So funktioniert der Einbeinstand

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Gelingt Ihnen das gut, versuchen Sie Folgendes, um sich noch mehr herauszufordern:

  1. Stellen Sie sich auf einen weichen Untergrund: zum Beispiel eine Weichschaummatte, ein gefaltetes Handtuch oder ein dickes Kissen.
  2. Schließen sie die Augen während der Übung.
  3. Drücken Sie sich mit dem Standbein langsam nach oben, bis Sie auf den Zehenspitzen stehen.

Armkreisen

Stellen Sie sich bequem hin, Ihre Beine sind wieder hüftbreit aufgestellt. Nehmen Sie nun beide Arme gestreckt über den Kopf. Ein Arm kreist nach vorne, während der andere Arm nach hinten kreist.

So geht das Armkreisen

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Beginnen Sie langsam, immer nur eine Runde. Funktioniert das gut, dann steigern Sie die Geschwindigkeit.

Führen Sie diese Übung gerne 30 Sekunden lang aus. Natürlich sollten Sie die andere Richtung nicht vergessen!

Seitlicher Unterarmstütz mit Rotation

Beginnen Sie im seitlichen Unterarmstütz. Legen Sie sich auf die Seite. Der angewinkelte Arm ist unter der Schulter platziert, drücken Sie sich hoch, so dass Ihr Ellbogen unter der Schulter ist. Drücken Sie sich mit dem gesamten Körper nach oben, damit Ihr Körper von den Schultern bis zu den Fersen eine Linie bildet.

Seitlicher Unterarmstütz mit Drehung

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Heben Sie nun den freien Arm in die Luft und führen Sie ihn in die Lücke zwischen Körper und Boden, kurz halten und danach den Arm wieder nach oben in die Luft strecken.

Wiederholen Sie die Übung circa 8 bis 12 Mal, danach die Seite wechseln.

Viel Spaß bei mehr bewusster Bewegung!

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 12. Mai 2020 | 17:00 Uhr