Corona-Ausnahmeregelung Krankschreibungen per Telefon bis Ende Mai möglich

Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden können Arbeitnehmer weiterhin per Telefon erledigen und müssen deshalb nicht zum Arzt gehen. Die Ausnahmeregelung für telefonische Krankschreibungen ist am Donnerstag bis zum 31. Mai verlängert worden – wohl letztmalig, sofern sich das Infektionsgeschehen nicht verschlimmert.

Krankschreibung per Telefon
Die Krankschreibung per Telefon ist bei leichtem Husten oder Schnupfen weiterhin möglich. Bildrechte: dpa

Arbeitnehmer können noch bis 31. Mai telefonisch eine Krankschreibung einholen, wenn sie Atemwegsbeschwerden haben. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Donnerstag einstimmig beschlossen.

Wie der Ausschussvorsitzende Josef Hecken erklärte, soll das angesichts der aktuellen Einschätzung der Gefährdungslage die letztmalige Verlängerung der Ausnahmeregelung sein. So hat sich nach seinen Worten die Situation der Schutzausrüstung in den Praxen deutlich verbessert.

Zwei Wochen Krankschreibung möglich

Die Dauer einer telefonischen Krankschreibung ist nach Angaben des Ausschusses zunächst auf eine Woche begrenzt und kann einmal um weitere sieben Tage verlängert werden.

Hausärzte für weitere Verlängerung

Am 20. März hatte der Ausschuss die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung eingeführt. Als die Regelung auslaufen sollte, gab es heftige Kritik, unter anderem von Hausärzteverbänden. Daraufhin wurde sie mehrfach verlängert. Die aktuelle Regelung wäre am kommendem Montag, dem 18. Mai, ausgelaufen.

Hintergrund für den Sonderweg ist, Ansteckungsmöglichkeiten zu verringern und Praxen zu entlasten. Der Deutsche Hausärzteverband hatte gefordert, die Sonderregelung mindestens bis Ende Juni zu verlängern.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Mai 2020 | 13:30 Uhr