Umschau-Quicktipp Was hilft gegen Schweißfüße?

Schuhe, Socken und Einlegesohlen

Oft hilft bei Schweißfüssen schon ein Materialwechsel bei Schuhen und Socken. Als Faustregel gilt: Verwenden Sie besser atmungsaktive Materialien wie Leder und Baumwolle und vermeiden Sie synthetische Materialien, die keinen Schweiß aufnehmen.

Eine Frau in Sandalen sitzt in einem Sessel
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Schuhe
Da sich in offenen Schuhen weniger Schweiß sammelt, sind Sandalen oder ähnliche Schuhe günstiger bei Schweißfüssen. Noch besser: Verzichten Sie, wenn möglich, immer mal ganz auf Schuhe und laufen Sie barfuß. Ein Schuhdesinfektionsmittel hilft, geruchsfördernde Bakterien im Schuh einzudämmen. Experten empfehlen die Anwendung einmal wöchentlich. Eine andere Möglichkeit ist Natron. Streuen Sie einfach einen Teelöffel davon in den Schuh und klopfen Sie die Reste nach dem Tragen heraus. Wechseln Sie zudem immer zwischen verschiedenen Schuhpaaren. So haben die zuletzt benutzten genug Zeit, um zu trocknen und auszulüften.

Socken
Oberste Regel: Waschen Sie Socken immer bei 60 Grad, sonst werden die geruchsbildenden Bakterien nicht abgetötet. Der Handel bietet aber auch spezielle Socken gegen Fußschweißbildung: Socken mit Silberfäden hemmen durch ihre keimtötende Wirkung die Vermehrung der Bakterien. Das desinfizierende Mittel Natron hilft nicht nur bei Schuhen, sondern auch als natürlicher Geruchskiller bei Socken. Geben Sie einfach einen Esslöffel davon zum letzten Spülgang in die Waschmaschine.

Einlegesohlen
Dünne Leder-Einlegesohlen in den Schuhen helfen. Sie saugen den Schweiß auf, sollten allerdings regelmäßig gewechselt werden. Zudem gibt es spezielle Einlegesohlen mit Zimt oder Zedernholz. Sie absorbieren den Schweiß, wirken antibakteriell und neutralisieren unangenehme Gerüche. Thermo-Einlegesohlen, die im Winter gern genutzt werden, sind hingegen ungünstig bei Fußschweiß. Sie fördern die Fußschweißbildung noch.

Pflege der Füße

Füße, auf welche Wasser gegossen wird
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Um Fußschweiß und damit Fußgeruch zu vermeiden, ist regelmäßige Fußpflege unabdingbar. Nach der Reinigung sollten Hornhaut entfernt und die Füße eingecremt werden. Fußbäder mit speziellen Zusätzen wie Natron und grobkörnigem Meersalz sind zudem wirkungsvoll gegen Fußschweiß. Geben Sie einfach zwei Teelöffel von einem der Zusätze in heißes Wasser und baden Sie die Füße 30 Minuten darin. Auch Salbei wird eine schweißhemmende Wirkung als Beigabe in Fußbädern nachgesagt. Ein weiterer wirkungsvoller Badezusatz: 50 Gramm vom Mix aus Eichenrinde, Walnussblätter, Weidenrinde und Thymian mit 20 Gramm Eukalyptusblättern in drei Liter Wasser aufkochen, für 15 Minuten kochen lassen und dann die Füße darin baden. Zusätzlich helfen Wechselbäder. Fußpuder aus Drogerie oder Apotheke, auf Fußsohlen und in den Zehenzwischenräumen verteilt, saugt Schweißperlen auf. Auch ätherische Öle wie Teebaumöl, Zitronenöl und Lavendel können vermischt mit etwas Pflanzenöl als Einreibung für die Füße helfen.

Deos, Salben und Lotionen

Eine Frau reibtsich die Füße ein.
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Helfen natürliche Pflegezusätze nicht, bietet der Handel zahlreiche Produkte mit Aluminiumchlorid zur Behandlung von Fußschweiß an. Durch den Wirkstoff ziehen sich die Schweißdrüsen zusammen. Wo kein oder wenig Schweiß entstehen kann, bildet sich auch kein unangenehmer Geruch. Lotionen, Salben und Fußdeos mit Aluminiumchlorid stehen allerdings regelmäßig als potenziell gesundheitsschädlich in der Kritik. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) warnt davor, dass Aluminium über die Haut in den Körper gelangt und bei hoher Konzentration die Nerven schädigen kann. Deshalb sollten diese Mittel nur sparsam angewendet werden. Schonender sind alkoholhaltige Produkte, die Bakterien abtöten und so unangenehme Gerüche verhindern.

In schlimmen Fällen zum Arzt

Erweisen sich Fußbäder und Cremes als wirkungslos, sollten Sie einen Dermatologen zu Rate ziehen. Der Grund: Fußschweiß kann unter Umständen auch ein Hinweis auf eine andere Grunderkrankung wie Diabetes, Malaria, Tuberkulose oder eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Gegen eine übermäßige Schweißproduktion, auch Hyperhidrose genannt, gibt es Behandlungsmöglichkeiten wie Schwachstromtherapie oder Botox-Injektionen.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP bei der Arbeit | 26. August 2019 | 10:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. August 2019, 00:10 Uhr