Handys Stiftung Warentest: Kaum gesundheitliche Risiken von Handy-Strahlung

Die Gutachter der Stiftung Warentest haben sich mit dem Einfluss von Handy-Strahlung auf den menschlichen Organismus beschäftigt. Sie sagen: Es bestehe "kaum ein Grund zur Sorge". Wer sich trotzdem Gedanken mache, könne ein Head-Set zum Telefonieren verwenden.

Ein Mann telefoniert im Auto
Keine Sorge wegen Handy-Strahlung, sagen die Experten der Stiftung Warentest. Bildrechte: imago/Reporters

Die elektromagnetische Strahlung eines Handys birgt nach derzeitigem Stand kaum gesundheitliche Risiken für den Menschen, sagen Gutachter der Stiftung Warentest. Wie die Tester mitteilten, sind neue toxikologische Tierstudien begutachtet worden. Weiterhin hätten sie Expertenmeinungen von Wissenschaftlern, Ärzten und Behörden eingeholt. Darüber seien sie zu einem "beruhigenden" Ergebnis gekommen, es bestehe "kaum Grund zur Sorge".

Experten sind sich einig

Laut Stiftung haben Langzeitstudien aus verschiedenen Ländern gezeigt, dass die Gesamtzahl an Hirntumoren in den vergangenen Jahrzehnten nicht nennenswert gestiegen sei - trotz des weit verbreiteten Gebrauchs von Handys. Auch der Effekt vom Handy in der Hosentasche werde als gering eingestuft: In verschiedenen Studien zu einem eventuellen Zusammenhang von Spermienqualität und Handy-Strahlung gebe es methodische Schwächen. Schaden für Spermien scheine von anderen Einflüssen auszugehen, wie Pestiziden, hormonaktiven Chemikalien und Rauchen, so die Tester.

Vorbeugen geht trotzdem

Wer dennoch Bedenken habe und sicherheitshalber vorbeugen wolle, könne einiges tun. Laut Stiftung Warentest stammt ein Großteil der Strahlung vom Handy am Ohr. Die könne man reduzieren, in dem man beim Telefonieren ein Kabel- oder Bluetooth-Headset benutze. Handy passen sich außerdem mit ihrer Sendeleistung an die Stärke des Mobilfunknetzes vor Ort an. Wer sich Sorgen mache, solle sich bei schlechtem Empfang - etwa im Zug oder im Auto - mit dem Telefonieren zurückhalten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. August 2019 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2019, 18:34 Uhr