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Schutz vor Einbrechern So sichern Sie die Gartenlaube gegen Einbruch

Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch wieder die Zahl der Einbrüche in Gartenlauben. Nicht selten gibt es da regelrechte Raubzüge, Serien-Diebstähle, bei denen gleich mehrere Gartenlauben hintereinander geknackt werden. Wer sind die Täter? Und wie können Sie sich schützen? Expertin Ilona Wessner gibt Tipps.

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Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Wenn Einbrecher nach fünf Minuten nicht in die Laube gelangen, geben sie ihren Einbruchsversuch in der Regel auf. Die Polizei empfiehlt daher, die Diebe möglichst lange hinzuhalten – es ihnen also schwer zu machen überhaupt reinzukommen. Das geht schon mit einfachen Sicherungsmaßnahmen.

Keine leichtsinnigen Verstecke

Eine oftmals zu beobachtende Unsitte ist das Deponieren von "Notschlüsseln" unter Fußabtretern, in Dachrinnen oder unter Blumenkästen. Hiervon sollten Sie auf jeden Fall Abstand nehmen. Auch die Täter kennen diese "Verstecke" und suchen nach ihnen.

Laubenknacker sind selten Profis

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In aller Regel sind es Kleinkriminelle, die in Gartenlauben einbrechen, auf der Suche nach Werkzeugen und Elektrogeräten. Nicht immer finden sie, was sie sich erhoffen – stehlen dann kaum etwas. Dafür wird häufig grundlos Inventar kaputtgemacht. Taschenmesser und Schraubendreher bringen die Laubenknacker in der Regel mit, das Übrige findet sich an Ort und Stelle – Axt, Beil, Hacke oder Spaten.

Die Sicherung von Gartenlauben beginnt deshalb mit der sorgfältigen Verwahrung von Werkzeug und Gartengerät. Was sich zum Schneiden oder Hebeln eignet, gehört unter soliden Verschluss. Außensteckdosen sollten Sie stromfrei schalten, damit sie Einbrecher nicht nutzen können.

Auf das richtige Schloss achten

Oftmals haben Bungalows Türen mit Buntbartschlössern, die mit einem einfachen Sperrhaken geöffnet werden können. Dies kommt für jeden Einbrecher einer Einladung gleich. Auch die sogenannten "Dreipunktschlösser" entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards. Legen Sie also auf jeden Fall Wert darauf, in allen Türen Zylinderschlösser zu verwenden. Achten Sie auch auf einen fachmännischen Einbau.

Alte Tür - geöffnete Tür ins Grüne
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Die Türen sollten generell von massiver Qualität sein und sich nur nach außen öffnen lassen. Türen aus Massivholz oder mit Blech beschlagen bekommen am besten Stangenriegelschlösser. Als Vorhängeschloss empfiehlt sich ein Diskusschloss, als Überwurf eine sogenannte "Panzerüberfalle", die Schrauben abdeckt. Vorhängeschlösser, die sich mit einem Ruck aufreißen oder samt Überwurf aufhebeln lassen, bieten keinen Schutz.

Auch Fenster lassen sich zusätzlich sichern. Haben sie Klappläden, können Sie diese vor dem Ausheben schützen. Stecken Sie dazu Schlossschrauben durch Laden und Fensterrahmen und verschrauben Sie diese von innen. Klappläden und Tür können sie außerdem von außen jeweils mit zwei stabilen, abschließbaren Querstreben sichern.

Keine sichtbaren Wertgegenstände

Im Idealfall will der Einbrecher gar nicht in Ihre Laube hinein. Doch wenn er attraktive Beute sieht, lässt er es vielleicht auf einen Versuch ankommen. Heimwerkgerät, Fernseher oder Satellitenanlage locken Langfinger an. Sie sollten solche Gegenstände deshalb nicht erkennbar in Wochenend- und Sommerhäusern zurücklassen. Über den Winter empfiehlt die Polizei generell Werkzeuge und Elektrogeräte aus der Laube mitzunehmen. Wenn Wertsachen vor Ort bleiben, sollten Sie diese sichern, markieren und registrieren.

Aufmerksamkeit schreckt ab

Eine DDR-Gartenlaube.
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Installieren Sie eine Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern. Denn Licht legt nahe, dass jemand zu Hause ist. Und selbst wenn der Einbrecher den Bewegungsmelder erkennt, wird er im Zweifel bei der Tat im Lichtkegel besser gesehen.

Scheuen Sie sich auch nicht, Ihnen verdächtig erscheinende Fremde anzusprechen und sie nach dem Grund ihres Aufenthaltes zu fragen. Organisieren Sie in Ihrer Gartensparte oder Bungalow-Siedlung am besten eine funktionierende Nachbarschaftshilfe. Tauschen Sie Adressen und Telefonnummern mit Ihrem Nachbarn aus, um sich im Bedarfsfall schnell informieren zu können.

Weitere Hinweise und Auskünfte zum Thema erhalten Sie bei der Beratungsstelle Ihrer Polizei.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 15. Oktober 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2019, 18:27 Uhr