Notruf 112
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Verhalten im Brandfall Was tun, wenn es brennt?

Es gibt Situationen, da bleibt nicht viel Zeit zum Überlegen, um sich und andere zu schützen. Wenn es brennt, sollte jeder Handgriff sitzen. Hier finden sie die wichtigsten Grundregeln für den Fall des Falles. Ilona Wessner erklärt.

Notruf 112
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Die wichtigsten Grundregeln in einem Brandfall lauten:

  • Ruhe bewahren!
  • Panik vermeiden!
  • Schnell handeln!
  • Zuerst sich selbst und dann andere in Sicherheit bringen!
  • Vor jedem Löschversuch die Feuerwehr alarmieren!

NOTRUF der Feuerwehr: 112

Leitstelle Feuerwehr
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Danach fragt die Feuerwehr:

Wo brennt es?
Was brennt?
Wer ist am Telefon?
Wie viele Verletzte?
Warten auf Rückfragen!

Hinweise:
Erst auflegen, wenn das Gespräch von der Leitstelle beendet wurde.
Notrufnummern sind in Deutschland über alle Mobilfunk- und Festnetze gebührenfrei.
Die Einwahl erfolgt dabei automatisch in der zuständigen örtlichen Rettungsleitstelle.

Bis die Feuerwehr kommt

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr sollte die Zeit für Selbsthilfemaßnahmen genutzt werden. Dazu zählt unter anderem Personen retten und die Erstbrandbekämpfung, sofern keine Gefahr für das eigene Leben besteht. Unterschätzen Sie niemals die Gefahr, indem Sie glauben, das Feuer allein löschen zu können – falscher Ehrgeiz ist lebensgefährlich. Wenn möglich, brennbare Gegenstände aus der Nähe des Feuers entfernen.

Brandtote sind meistens Rauchtote

Täglich verunglücken zwei Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht. Denn Rauch ist schneller und leiser als Feuer.

Rauchmelder sind Lebensretter

Rauchmelder
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Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren. Achten Sie beim Kauf eines Rauchmelders darauf, dass die Rauchmelder mindestens der DIN 14604 entsprechen. Rauchmelder müssen ein CE-Kennzeichen mit Prüfnummer tragen. Rauchmelder sind unter anderem im Elektrofachhandel, Baumärkten, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen erhältlich.

In vielen Bundesländern ist der Einbau durch den Vermieter mittlerweile Pflicht.

Außerdem gibt es auch CO-Melder im Handel. Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein unsichtbares, geruchloses, geschmackloses und für den Menschen giftiges und sogar tödliches Gas. CO-Gas entsteht nicht bei Bränden, jedoch auch im Haushalt zum Beispiel durch Haushaltsgeräte, die beispielsweise Erdgas, Flaschengas, Holz, Öl oder auch Holzkohle unter unzureichender Sauerstoffzufuhr verbrennen.

Bei defekten oder nicht ordentlich gewarteten Geräten wie z.B. Heizungsanlagen, Gasthermen oder nicht ordnungsgemäß funktionierenden Abluftanlagen kann Kohlenmonoxid in den Wohnraum strömen und wird dann schnell zur tödlichen Gefahr.
CO-Melder ersetzen keinen Rauchmelder!

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 25. Juni 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2019, 10:00 Uhr