Umschau-Quicktipp Blumenlieferdienste: Was gibt es zu beachten?

Online-Blumenshops sich reich gesät. Von großen Klassikern wie Fleurop, der mit 50.000 Partner-Floristen weltweit wirbt, über Allrounder wie Blume2000.de mit Angeboten wie Sonntagslieferung und Topfpflanzen bis hin zu den Blumenshops der Discounter und Supermärkte wie Lidl, Aldi, Kaufland und weitere. Sortenreine Sträuße – meist Rosen – haben alle im Angebot. Wer Spezielles wie zum Beispiel Trauergestecke oder -kränze oder auch Geschenkkörbe versenden möchte, muss oft etwas suchen, denn diese werden nur von wenigen Diensten angeboten.

Die Preise

Frau surft im Internet um Blumen online zu bestellen.
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Die Online-Blumenhändler bieten für jeden Geldbeutel etwas an: Von einzelnen Blumen für 95 Cent bis hin zum Deluxe-Strauß für 400 Euro plus Champagnerflasche ist nahezu jeder Blumengruß möglich. Je mehr einzelne Blumen Sie bestellen, desto preiswerter wird der Stückpreis. Allerdings haben nicht alle Händler Einzelstücke im Angebot. In der Regel gibt es vorgefertigte Sträuße. Der Einstiegspreis für einen Strauß mit ca. 20 Blumen liegt bei nahezu allen Händlern bei rund 20 Euro. Vorsicht ist bei Sonderangeboten für 7,50 Euro oder Ähnlichem geboten. Schauen Sie genau hin, denn oft gibt es zu diesen Preisen einfach nur ein Bund Tulpen. Obendrein müssen Sie manchmal noch eine Mindestbestellmenge erfüllen und landen inklusive Versandkosten schnell wieder bei 20 Euro und mehr.

Vorsicht: Vor und zu Feiertagen werden die Preise in der Regel ordentlich angehoben. Brancheninsider sprechen von Preissteigerungen von bis zu 130 Prozent. Rabatte gibt es auch, nämlich wenn Sie mehrfach bestellen oder gleich ein Abo abschließen, damit Sie Geburts- oder Hochzeitstage nie wieder vergessen. Vergleichen Sie in dieser Zeit die Preise einmal mehr mit dem Angebot aus dem Blumenladen.

Bezahlen können Sie bei den meisten Händlern per Bankeinzug, Kreditkarte oder PayPal. Sollten Sie nicht zufrieden sein oder die Blumen nicht mehr frisch, dann bekommen Sie Ihr Geld relativ leicht und sicher zurück.

Die Zugaben

Da auch der Online-Blumenmarkt hart umkämpft ist, bieten die Händler durchweg einen kleinen Bonus an. Das Minimum sind ein Päckchen Frischhaltemittel und meist noch eine Grußkarte. Manchmal bekommen Sie noch eine Vase gratis, zum Teil in durchaus ansprechendem Design, eine kleine Flasche Sekt oder eine Packung Pralinen. Je nach Preis des Straußes fällt meist auch die Art der Zugabe aus. Specials wie eine gute Flasche Wein, Musicalkarten oder auch Fotogruß-Karten sind ebenso möglich. Wer will, kann zur Blume in einigen Fällen auch gleich noch eine Geburtstagstorte bestellen.

Achtung: Je individueller und schöner, desto teurer wird das Extra-Geschenk. Da kann ein kleiner Glücksteddy zum Strauß für 25 Euro schnell mal 8 Euro extra kosten, dazu noch die spezielle Glückwunsch- oder Grußkarte für 2,40 Euro plus Versandkosten von rund fünf Euro – und schon kostet Sie der Blumengruß mehr als 40 Euro. Lassen Sie sich also nicht von den Extras verleiten, wenn Sie wirklich nur einen Blumengruß senden wollen.

Die Bestellung

Bei nahezu allen Online-Händlern kommen Sie schnell und unkompliziert über einen Gastzugang in den Bestellbereich. Strauß auswählen, Grüße für die Karte hinterlassen. Nun noch Lieferadresse und Lieferdatum eingeben und schon geht der Blumengruß auf die Reise. Die Versandkosten betragen etwa fünf Euro, bei Discountern wie Aldi oder Lidl können sie inklusive sein. Die Lieferung erfolgt zum Wunschtermin oder auch innerhalb von zwei Tagen. Muss es schneller gehen, können Sie bei den meisten Händlern eine Express- oder auch Blitzlieferung auswählen. Dann wird der Strauß noch am gleichen Tag oder am nächsten Morgen geliefert. Das kostet rund zehn Euro mehr.

Die Floristenlieferung

Ein Mann, der Bestellung von Blumen entgegennimmt.
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Shops wie Fleurop arbeiten mit Floristen vor Ort. Die Sträuße werden also in Ihrer Nähe angefertigt. Sie haben dadurch bei manchen Händlern die Möglichkeit, die Sträuße individuell zu gestalten. Das verursacht aber wieder Extrakosten. Qualitativ gibt es zu den per Transportunternehmen gebrachten Sträußen keine Unterschiede, jedoch entfallen lange Lieferwege und gegebenenfalls umfangreiches Verpackungsmaterial.

Die Qualität

Frische und Unversehrtheit der Blumen sind für die Händler Top-Kriterien. Deshalb werden nahezu alle Sträuße in aufwendigen, optisch ansprechenden Transportboxen geliefert. Die meisten Händler bieten eine sieben Tage Frische-Garantie an. Dazu werden die Sträuße dann so gebunden, dass die Blumen erst beim Kunden richtig aufblühen und man möglichst lange Freude daran hat.

Ihre Rechte

Ist ein Strauß erkennbar nicht mehr frisch, dann müssen Sie ihn nicht annehmen. Das praktische Problem dabei benennt Ralf Reichertz von der Verbraucherzentrale Thüringen so: "In der Regel sehen Sie den Strauß ja gar nicht, den Sie bestellen, er ist ja für einen Anderen. Also muss schon der Empfänger einen Mangel anmelden und den Strauß zurückgehen lassen. Nur wer macht das schon?" Gerade bei einem Strauß, der als Überraschung geplant ist, ist das sicher ein Problem. Und die erwähnten sieben Tage Frische-Garantie? An diesem Versprechen können Sie den Händler bei entsprechender Behandlung der Blumen schon messen. "Auf einen Tag kommt es dabei nicht an, aber sollte der Strauß schon nach einer halben Woche deutlich welken, dann können Sie von Ihrem Gewährleistungsrecht Gebrauch machen und Geld zurückfordern", erklärt Ralf Reichertz. Gleiches gilt zum Beispiel für eine deutlich verspätete Lieferung zum Geburtstag. Wenn Sie einen Express-Zuschlag gezahlt haben, dann können Sie auch verlangen, dass pünktlich geliefert wird. Kommt der Blumengruß mehr als einen Tag zu spät, fordern Sie Ihr Geld zurück!

Händler im Vergleich

Ein üppiger Blumenstrauß in den Farben Rosa und Pink steht auf einem Holztisch
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Die Zeitschrift Chip hat aktuell zum Valentinstag 2019 Blumenlieferdienste getestet. Zusammengefasst wurden die Kategorien Qualität, Lieferumfang, Angebot und Bestellung/Service. Im Ergebnis lagen hier kleinere Anbieter wie Blumendeal, Valentins, FloraPrima und FloraQuenn vorn. Beim Vergleich von Preis/Leistung und Kosten macht Aldi das Rennen, da hier keine Versandkosten anfallen, dicht gefolgt von Valentins, Blumendeal und FloraPrima.

Fazit

Blumen online zu kaufen, ist eine zeitsparende und durchaus günstige Alternative zum Gang ins Blumengeschäft. Gerade, wenn der oder die zu Beschenkende weit entfernt wohnt. Im Schnitt bieten alle Händler solide Leistungen an. Extras bei der Bestellung und Lieferung haben ihren Preis. So groß die Auswahl auch ist, ein echtes Kauferlebnis, gerade bei Blumen mit Duft und Farbenauswahl, ist der Onlinekauf nicht. Allerdings sparen Sie sich lange Wege und Zeit und können noch kleine Extragrüße auf die Reise schicken. Günstige Sträuße bekommen Sie ab rund zehn Euro, es geht aber auch wesentlich teurer. Wenn es sein muss, sind die Blumen in ein paar Stunden am Ziel.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP bei der Arbeit | 08. Mai 2019 | 10:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Mai 2019, 00:10 Uhr