Einbruchschutz Erfindungen, die Einbrecher abschrecken

Bei Einbrechern besonders beliebt sind in der Urlaubszeit verwaiste oder abseits gelegene Objekte. Ein Tipp zur Abschreckung: Tun Sie so, als wäre jemand zuhause. Wir verraten, wie das einfach aber wirkungsvoll geht.

Einbrecher bricht Tür auf
Einbrecher wollen schnell zuschlagen. Sicherungssysteme schrecken sie daher ab - zumindest mehr als gar kein Schutz. Bildrechte: Colourbox.de

Alle drei Minuten bricht statistisch gesehen in Deutschland jemand in ein Haus oder eine Wohnung ein. Dabei bevorzugen Einbrecher Objekte, die vorher gut zu beobachten sind, um sie gut auszukundschaften. Etwa Einfamilienhäuser in Siedlungen sind begehrt, gerade wenn sie nahe einer Autobahn liegen. So können die Täter schnell vom Tatort wieder verschwinden.

Aber auch ein Mietshaus inmitten der Stadt ist ein lohnendes Ziel. Dort ist es normal, dass viele Menschen ein- und ausgehen. Ein Fremder, der sich das Haus von innen anschaut, fällt oft deswegen nicht weiter auf.

Eine Brechstange am Fenster. 6 min
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Einfach genial Di 02.10.2018 19:50Uhr 05:38 min

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Mit Einbruchsicherungen vorsorgen

Eine Polizeistudie kam zu dem Ergebnis, dass in 42 Prozent der Fälle der Einbruch nur als Versuch endet, weil es dem Täter einfach zu lange dauerte, ins Haus zu kommen. Wer nach zwei bis fünf Minuten keinen Erfolg hatte, lässt den Einbruch sein. Deshalb sind mechanische und elektronische Einbruchsicherungen eine wirkungsvolle Abwehr-Methode.

Rund 15 Euro kosten Türkrallen, die von innen die Klinke oder den Knauf blockieren. So genannte Doorjammer für etwas mehr als 25 Euro dagegen werden unterhalb des Türrahmens verkeilt. Türkralle und Doorjammer erschweren den Einbrechern nicht nur das Eindringen, sie sorgen auch für störenden Krach.

Fensterriegel 5 min
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Alarm-Türstopper wecken Mieter oder Hausbesitzer

Für rund zwölf Euro gibt es keilförmige Stopper, die nicht nur die Tür von innen blockieren. Sie schlagen auch Alarm, wenn jemand die Tür öffnen will. "Der Stopper bringt nur etwas, wenn ich in der Wohnung oder im Haus bin", sagt Lothar Schirmer. Mieter, Nachbarn und Hausbewohner würden wach und könnten reagieren. Zudem werde der Täter abgeschreckt.

Auf auskundschaftende Personen achten

Auch das eigene Verhalten ist ein wichtiger Schutz gegen Einbrecher. Unser Experte rät zur Wachsamkeit. "Einbrecher spähen ihre Zielobjekte fast immer vorher aus. Finden Sie jemand merkwürdig, sprechen Sie ihn direkt und freundlich an, ob Sie bei der augenscheinlichen Suche nach einer Adresse helfen können". Das schreckt Einbrecher ab. Denn sie wollen nicht gesehen werden.

Fallen Ihnen Fahrzeuge auf, die betont langsam durch ihre Gegend fahren, dann schauen Sie ruhig mal nach dem Nummernschild. “Das kann der Handwerker sein, der fremd in der Gegend ist, aber eben auch Teil einer Einbrecherbande“, erklärt Lothar Schirmer. Im Zweifel notieren Sie sich die Autonummer und teilen sie der Polizei mit. Häufen sich derartige Hinweise für bestimmte Regionen, sind das wichtige Aspekte zur Erstellung eines Bewegungsprofils krimineller Banden.

Für Bewegung am und im Haus sorgen

Unbewohnte Häuser oder Wohnungen in der Urlaubszeit sind bei Einbrechern sehr beliebt. Also sollten Sie nie den Eindruck erwecken, dass Haus oder Wohnung lange Zeit nicht bewohnt werden. Hier sind gute Nachbarn gefragt, die in Ihrer Abwesenheit nicht nur die Blumen gießen, sondern auch mal die Rollläden hoch- und runterlassen oder das Licht an- und ausmachen.

Moderatorin 10 min
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Einfach genial Di 25.10.2016 19:50Uhr 09:53 min

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Neben dem guten Nachbarn gibt es inzwischen auch Technik, die es so aussehen lässt, als wäre jemand Zuhause. So auch das etwa 20 Euro teure Fake TV. Das Gerät ähnelt einer Lampe und wird laut Hersteller in Fensternähe gegen eine Wand gerichtet. In der Dämmerung soll es sich einschalten und für mehrere Stunden die Lichteffekte eines Fernsehers simulieren.

Noch etwas besser sind aus Sicht unseres Experten Lothar Schirmer Steckdosenleisten mit Internetverbindung. So können Mieter oder Hausbesitzer von unterwegs etwa übers Smartphone das Licht zufällig an- und ausschalten. Die Steckdosenleisten sind aber mit rund 40 Euro nicht ganz billig.

Tipp: Vorsicht vor Urlaubsfotos im Internet Auch wenn Sie noch so gerne Fotos aus ihrem tollen Strandurlaub über die sozialen Netzwerke verbreiten möchten, warten Sie damit bis nach dem Urlaub. Einbrecher achten auf Häuser oder Wohnungen, die verlassen wirken. Über Klingelschild und Hausnummer sind Sie unter Umständen sehr schnell im Netz zu finden. Und wenn Sie dann noch mitteilen, wie toll es gerade fernab der Heimat ist, dann hat der Einbrecher gute Karten.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Umschau | 03. November 2020 | 20:15 Uhr