Pflanzensprechstunde Im Garten Ordnung schaffen

Der eigene Garten ist gerade in diesen Zeiten eine wichtige Ruheoase. Dafür muss er aber auch gepflegt werden. Jetzt müssen Pflanzen, Stauden und Hecken auf den Winter vorbereitet und Ordnung in den Garten gebracht werden. Was dazu nötig ist, erklärt Pflanzendoktor René Wadas.

Ein Mann steht auf einer Leiter und schneidet mit einer Heckenschere ein Hecke
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Hecken müssen geschnitten werden, allerdings nicht alle. Blüten müssen ab, aber nur von manchen Pflanzen und das Laub soll weg, aber auch woanders wieder hin. Wie Sie den Garten richtig aufräumen und auf den Winter vorbereiten, weiß Pflanzendoktor René Wadas.

Weg mit dem Laub, hin mit dem Laub

Im Herbst färbt sich das Laub bunt, bald schon fällt es zu Boden. Und während es für Kinder ein Fest ist, darin herumzutollen, bedeutet das für den Gärtner vor allem Arbeit. Denn in Vorbereitung für den Winter muss der Garten in Ordnung gebracht werden. Das heißt auch: das Laub muss weg. Zumindest vom Rasen - der kann sonst nicht atmen und fängt vielleicht sogar an zu faulen.

Laub kann aber auch nützlich sein - als Schutzschicht. Dafür einfach die Blätter zwischen die Sträucher geben und Schnellkompost drüber.

Kinder spielen im Laub.
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Schnipp Schnapp - richtig zurückschneiden

Viele Pflanzen machen im Winter Pause. Damit sie im Frühjahr und Sommer wieder besonders schön aussehen, empfiehlt sich, sie zurückzuschneiden. Eine Übersicht, bei welchen Pflanzen Sie losschneiden sollten:

  • Ziersträucher (z.B. Rosen, Oleander, Schmetterlingsflieder)
  • Beerensträucher (z.B. Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren)
  • Zierbäume (z.B. Kugel-Ahron)
  • Hecken (z.B. Buchsbaum, Lorbeerkirsche)
  • Kletterpflanzen (z.B. Waldrebe, Echtes Geißblatt)

Gärtnerin Brigitte Goss lichtet Himbeerstrauch aus
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Doch nicht allen Pflanzen sollten Sie mit der Schere zu Leibe rücken. Welche Pflanzen sollten lieber in Ruhe gelassen werden? Dafür gibt es eine einfache Faustregel: Sträucher, die im Frühling blühen, sollten Sie eben nicht im Herbst, sondern auch im Frühjahr schneiden – natürlich aber nach der Blüte.

Der Heckenschnitt

Dichte Hecken brauchen einen kräftigen Rückschnitt. Zuerst beschädigte Äste und abknickte Zweige entfernen. Dann die Hecke in Form schneiden. Hierzu auch überhängende Zweige abschneiden. Nach dem Stutzen sollte die Hecke unten breiter als oben sein.

Auf diese Weise erhalten die Blätter auf niedrigen Ästen ausreichend Sonne und Luft. Zu lang gewachsene Äste kürzt man unmittelbar über den jungen Trieben.

Das richtige Werkzeug

Für verschiedene Arbeiten gibt es auch verschiedene Werkzeuge, damit die Arbeit keine Quälerei wird und auch den gewünschten Erfolg bringt. Was der Gärtner jetzt braucht:

Heckenschere schneidet Buchs
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  • Hand- und Gartenschere: Zum Abschneiden von verwelkten Blüten oder zarten Zweigen.
  • Heckenschere: Für kräftigere Zweige und dicht gewachsenes Gehölz.
  • Astschere: Schneidet zentimeterdicke Äste in erreichbarer Höhe.
  • Baumschere mit Seilzug: Erreicht auch Äste in großer Höhe.

Unser Experte

René Wadas
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Pflanzenarzt René Wadas

Pflanzenarzt René Wadas

René Wadas ist Deutschlands einziger Pflanzenarzt. Seit 1997 experimentiert der Bestseller-Autor in seiner Pflanzenklinik in Niedersachsen mit biologischen Heilmitteln gegen Schädlingsbefall.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 02. November 2020 | 17:00 Uhr