Impfung in den Oberarm
Die Impfung gegen Human Papillom-Viren werden jetzt für alle Kinder von 9 und bis 14 Jahren von den Krankenkassen bezahlt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Krebsvorsorge Kassen zahlen Impfung gegen Humane Papillom-Viren auch für Jungen

Für Mädchen wird die Schutzimpfung gegen krebsauslösende HP-Viren schon länger bezahlt. Jetzt werden die Kosten auch bei Jungen von 9 bis 14 Jahren von den Kassen übernommen.

Impfung in den Oberarm
Die Impfung gegen Human Papillom-Viren werden jetzt für alle Kinder von 9 und bis 14 Jahren von den Krankenkassen bezahlt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Krankenkassen bezahlen künftig die Schutzimpfung gegen krebsauslösende Humane Papillom-Viren (HPV) auch für Jungen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken beschlossen.

Impfung bis zum 18. Geburtstag nachholbar

Danach werden die Impfung für alle Kinder zwischen 9 und 14 Jahren in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen. Ältere Jugendliche können die Impfung bis zum 18. Geburtstag nachholen. Auch diese Impfung wird von den Kassen bezahlt.

Anlass ist eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission für diese Altersgruppe. Die Schutzimpfung gegen HPV-Viren kann spätere Krebsarten im Genitalbereich verhindern. Nach Angaben der Kommission gibt es jährlich etwa bei rund 6.200 Frauen und 1.600 Männern HPV-bedingte Krebserkrankungen.

Verantwortlich für Gebärmutterhals- oder Penis-Krebs

Die Schutzimpfung vor HP-Viren wird vom Robert Koch-Institut und der Weltgesundheitsorganisation WHO als "sehr sicher" bewertet. Seit 2007 wird sie bereits für Mädchen empfohlen, um Gebärmutterhalskrebs zu verhindern.

Unter den Humane Papillon-Viren gibt es verschiedene Typen mit unterschiedlichem Risiko für einzelne Erkrankungen. Infektionen mit Viren des Hochrisiko-Typs können zu Krebs führen.

Bei Frauen ist der Gebärmutterhalskrebs am häufigsten. Bei Männern können sich aus einer Infektion unter anderem Anal- und Peniskrebs sowie andere Krebserkrankungen entwickeln. Die Viren werden unter anderem beim Geschlechtsverkehr übertragen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. September 2018 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2018, 16:59 Uhr