Neu ab Februar 2020 Brexit, Bahncard und Bezahlen per App

Die Briten verlassen die EU. Bahncards werden günstiger und Smartphone-Nutzer besser von Abo-Fallen geschützt. Außerdem unterstützt WhatsApp keine alten Handys mehr.

Eine Postkarte mit der Aufschrift "Keep calm and carry on" (Bewahr die Ruhe und mach weiter) hängt am 24.06.2016 in London.
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Der Brexit kommt

Rund dreieinhalb Jahre nach dem Brexit-Referendum ist es soweit: Am 1. Februar 2020 verlässt das Vereinigte Königreich die Europäische Union. Ein Abkommen zwischen Großbritannien und den EU-Spitzen, das in der Vorwoche unterzeichnet wurde, regelt, wie es nach dem Termin weitergehen soll. So wird es eine Übergangsfrist bis zum Jahresende geben. Zudem regelt es den Umgang mit EU-Bürgern in Großbritannien und Briten in der EU sowie finanzielle Verbindlichkeiten nach dem Austritt und die Vermeidung einer harten Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland.

Das entsprechende Austrittsgesetz wurde bereits vom britischen Parlament beschlossen, von Königin Elizabeth II. gebilligt und muss noch von Premier Boris Johnson unterzeichnet werden. Auf der EU-Seite muss müssen nach der Ratifizierung durch das Parlament noch alle 27 EU-Länder schriftlich zustimmen. Dann endet die 47-jährige EU-Mitgliedschaft am 31. Januar um Mitternacht.

Günstigere Bahncards

Eine Bahncard 50 liegt auf einem Online Ticket
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Auf Zugtickets im Fernverkehr muss die Deutsche Bahn nur noch den verringerten Mehrwehrtsteuersatz erheben. Die Vergünstigung will sie direkt an die Kunden weitergegeben. So kosten die Bahncard 25 und die Bahncard 50 ab Februar zehn Prozent weniger. Die Bahncard 100 ist schon seit Januar günstiger, ebenso Sparpreis- und normale Tickets im Fernverkehr. Wer bereits eine Bahncard 25 oder 50 mit Gültigkeitsbeginn 1. Februar 2020 gekauft und dafür den alten Betrag bezahlt hat, soll laut Bahn ohne eigens Zutun einen Gutschein über die Differenz erhalten.

  bis 31.01.2020 ab 01.02.2020
Bahncard 25, 1. Klasse 125 € 112 €
Bahncard 25, 2. Klasse 62 € 55,70 €
Bahncard 50, 1. Klasse 515 € 463 €
Bahncard 50, 2. Klasse 255 € 229 €

Bezahlen per Mobilfunkrechnung: Besserer Schutz vor Abo-Fallen und unabsichtlichen In-App-Käufen

Ein Mann schreibt eine Nachricht auf einem Smartphone.
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Das Bezahlen von Abos, Apps oder Diensten über die Mobilfunkrechnung ist bequem – und gleichzeitig riskant, weil es auch von unseriösen Anbietern ausgenutzt werden kann. Darum sollen Verbraucherinnen und Verbraucher vom 1. Februar 2020 besser vor Abo-Fallen und anderen unbeabsichtigten In-App-Käufen geschützt werden. Mobilfunkunternehmen dürfen solche Kosten dann nur noch über die Handyrechnung abrechnen, wenn sie die Bestellung auf ihrer Internetseite bestätigen oder wenn der Drittanbieter deutlich macht, dass neben dem Mobilfunk ein weiteres kostenpflichtiges Angebot in Anspruch genommen wird und bezahlt werden muss.

Kein WhatsApp-Support für alte Smartphones

Wer ein altes iPhone oder Android-Handy nutzt, kann ab 1. Februar 2020 WhatsApp nur noch eingeschränkt nutzen. Zum Monatswechsel nämlich wird der Support für alte Smartphones eingestellt. Dann kann die App weder aktualisiert noch neu installiert werden und auch einige Funktionen werden nicht mehr nutzbar sein. Konkret betrifft das alle Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 8 bzw. Android 2.3.7 laufen. Allerdings dürfte die Einschränkung nur wenige Nutzerinnen und Nutzer treffen, denn die Systeme stammen aus den Jahren 2014 und 2010 und sind kaum noch in Gebrauch.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 31. Januar 2020 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2020, 16:24 Uhr

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