Neu ab Mai 2019 Neue Fristen, neuer Mindestlohn, neues Geld

Die Steuererklärung darf später abgegeben werden – aber nicht zu spät. Bei Malern und Lackierern steigt der Mindestlohn. Es gibt neue 100- und 200-Euro-Scheine. Telefonieren in EU-Länder wird günstiger. Und das ist noch nicht alles, was der Mai bringt

Mehr Zeit für Steuererklärung

Auf einer Einkommensteuererklärung liegt der Stichtag des Finanzamtes.
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Bei der Steuererklärung kann man sich jetzt mehr Zeit lassen: Steuerpflichtige müssen sie nicht mehr bis zum 31. Mai abgeben, sondern erst bis spätestens 31. Juli. Wer sich von einem Steuerberater helfen lässt, hat sogar noch mehr Zeit, bis Ende Februar 2020.

Wer seine Steuererklärung zu spät einreicht, muss mit allerdings mit Zuschlägen rechnen: Mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat werden dann fällig. Eine Fristverlängerung wie bisher gibt es nicht mehr.

Mehr Geld für Maler und Lackierer

Der Mindestlohn für Maler und Lackierer wird zum 1. Mai angehoben. Ungelernte Arbeiter bekommen dann 10,85 Euro pro Stunde. Gesellen in Westdeutschland erhalten 13,30 Euro, in Ostdeutschland sind es 12,95 Euro. Im Mai 2020 wird der Mindestlohn dann erneut angehoben.

Neue Euro-Scheine

Die neuen 100- und 200-Euro-Scheine der Europa-Serie.
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Am 28. Mai kommen neue Euro-Scheine in den Umlauf. Nachdem es bereits überarbeitete Fünfer, Zehner, Zwanziger und Fünfziger gibt, sind nun die 100- und 200-Euro-Scheine dran. Die neuen Banknoten der sogenannten "Europa-Serie" haben besondere Sicherheitsmerkmale. Kippt man zum Beispiel den Schein, ändert sich die Farbe der aufgedruckten Zahl. Der größte Schein, die 500-Euro-Note, wird dagegen zum Auslaufmodell. Ende April hat die Bundesbank die letzten dieser Banknoten ausgegeben. Alle 500er, die im Umlauf sind, bleiben aber weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel und können für unbefristete Zeit bei den nationalen Notenbanken ausgetauscht werden.

Telefonate ins EU-Ausland günstiger

Ein Mann mit Kopfhörern im Ohr tippt auf seinem Smartphone.
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Die Gebühren für Telefonate und SMS aus dem Heimatland ins EU-Ausland werden vom 15. Mai an gedeckelt. Pro Minute werden dann maximal 19 Cent plus Mehrwertsteuer fällig, egal ob Festnetz oder Handy. Eine SMS kostet dann maximal 6 Cent plus Mehrwertsteuer. Bisher gab es hier keine Kostengrenze. Dem Europäischem Verbraucherverband zufolge fielen in Deutschland zuletzt bis zu 1,99 Euro pro Minute für Auslandsgespräche per Handy an. Die Gebühren für Anrufe aus fremden EU-Netzen ins Heimatland, zum Beispiel für Telefonate aus dem Urlaub nach Hause, waren bereits im Sommer 2017 abgeschafft worden.

Änderungen beim Bundesimmissionsschutzgesetz

Auspuff an einem roten Auto.
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Dieselfahrverbote in Städten sollen künftig möglichst vermieden werden. Um das zu erreichen, wurde das Bundesimmissionsschutzgesetz angepasst. Die Änderungen treten im Mai in Kraft. Die neuen Regeln stufen Fahrverbote in der Regel als unverhältnismäßig ein, wenn das Stickoxid in der Luft den Grenzwert nur wenig überschreitet. Neue Euro-6-Diesel werden zudem ausgenommen, genau wie nachgerüstete Busse, Müllabfuhr und Feuerwehr. Auch nachgerüstete Handwerker- und Lieferfahrzeuge sind ausgenommen.

Freiwilligendienste nun auch in Teilzeit möglich

Ab Mai können alle Interessierten den Freiwilligendienst in Teilzeit absolvieren, wenn es dafür gewichtige persönliche Gründe gibt. Bislang war das nur den über 27-Jährigen vorbehalten. Damit beseitigt die Bundesregierung die Benachteiligung von jüngeren Interessierten, die zum Beispiel für eigene Kinder oder Angehörige sorgen müssen oder gesundheitlich eingeschränkt sind und für die dadurch kein Freiwilligendienst in Vollzeit möglich ist.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 01. Mai 2019 | 19:30 Uhr

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12 Kommentare

01.05.2019 15:27 Lauck 12

Betreffs des Bundesimmisionsschutzgesetzes muss ich nun die Ernährung umstellen, da ich sonst Gefahr laufe, bestimmte Gebiete nicht mehr betreten zu dürfen, falls ich zu stark und laut rauche ( Vorsicht, Satire ).

01.05.2019 13:24 JK 11

Was fuer eine nette Wahlwerbung fuer die Regierung. So klappts mit der Wiederwahl bestimmt. Waer ja nicht auszudenken, wenn man nicht mit Steuergeldern nachhelfen wuerde, dass die Leute auch ja das richtige waehlen.

01.05.2019 12:35 NutzerW 10

Was hier wieder gemotzt wird. Die Schröpfung der Deutschen Bevölkerung....uns geht es doch zum Großteil sehr gut. Viele aus dem Niedriglohnsektor könnten eine deutliche Steigerung der Löhne vertragen, aber abgesehen davon geht es den meisten gut. Die Renten sind kräftig gestiegen, die Löhne werden die letzten Jahre über doch kräftig angepasst. Hier und in anderen Foren wird von rechter, wie von linker Seite aus oft anti Regierungsstimmung gemacht a la, diese Regierung ist so eine Katastrophe. Bin nie CDU Wähler gewesen und ja einige innovative Ansätzen fehlen hier und da, aber die Regierung macht keinen so schlechten Job, denke auf dem Lvl auf dem wir unsbefinden sind keine Quantensprünge mehr zu erwarten, höchstens noch in der Umweltpolitik oder dergleichen. Bin halbwegs zufrieden mit meinem Leben und meine Leute um mich herum sind es auch. Man sollte sich nicht gleich den Schlechtmachern und Trittbrettfahrern von solchen anschließen ohne nachzudenken!

01.05.2019 12:24 Dings 9

Der Artikel berichtet über Änderungen die in Kraft treten zum 01.Mai
Das "Volk" fühlt sich missverstanden und möchte wissen weshalb man nicht über aktuelle Diskussionen der Politik berichtet..... Vlt weil es einfach nicht hier her gehört.

Weshalb sollte man beim Verkünden von Fussball Ergebnissen von gestern, die Diskussion um geplante Angaben für die Polizei Einsätze mit einfließen lassen.

01.05.2019 12:17 Jan 8

@Harzfreund: In Ihrem Kommentar ist so viel falsch, da ist es schon schwierig, wo ich mit der Gegenrede anfangen soll.
Zunächst einmal, Gegenstand des Artikels ist, was sich vom 30.4. auf den 1.5. tatsächlich ändert. Die Autorin oder der Autor des Artikels hätte demnach das Thema verfehlt, wenn hier etwas für die Zukunft geplantes diskutiert worden wäre.
Zweitens ist das Thema CO2-Steuer in der Bundesregierung noch sehr umstritten, geplant ist also noch gar nichts.
Drittens ist in gängigen CO2-Steuer-Modellen die Idee, die Bevölkerung durch die Einnahmen unmittelbar zu entlasten. Also wird nicht alles für alle teurer; Menschen, die effiziente Fahrzeuge haben, die kleine und gut gedämmte Wohnungen haben, haben am Ende also mehr in der Tasche.
Viertens ist die Formulierung in Andeutungen ("wofür diese Steuer wirklich verwendet wird" / "die hohen Herrschaften") ein typisches Merkmal von Verschwörungstheorien. Sagen Sie doch bitte, was und wen Sie meinen.

01.05.2019 12:05 Sibylle 7

@1 und 3
In dem Artikel steht aber nichts von "teurer werden", und die geplante CO2-Steuer setzt auch nicht in diesem Mai ein (Änderungen ab diesem Monat ist das Thema des Artikels).
Sie ist noch nicht einmal geplant sondern ein Vorschlag. die mächtig Gegenwind erzeugt hat.

Ich finde auch, dass es ein Armutszeugnis der Regierung ist, wenn ihr gegen den Klimawandel nur eine weitere Steuer einfällt z. B. auf ein Produkt wie Kraftstoffe, das bereits 3-fach besteuert ist. Wenn möglichst viele der Umweltministerin dazu schreiben und sich auf Fakten berufen, ist das aber sicher wirkungsvoller, als nur zu schreiben, das "alles zum Kotzen ist".

Und letztlich ist jeder gefragt, zum Umweltschutz beizutragen - die "Geiz ist geil"-Mentalität einerseits und immer aufgeblasenere Autos andererseits sind sicher nicht der richtige Weg - sie verschwenden Rohstoffe für Karosserie, Reifen, Innenausstattung und digitalen Klimbim statt fahrerischem Können.

01.05.2019 12:04 Werhat 6

Die unten gemachten Kommentare sind doch Bots. Diese haben doch kaum einen Bezug zu den Berichten. Schon erstaunlich. Um dennoch auf die Kommentare zu antworten:
Ich jedenfalls denke, dass wir unbedingt die Klima-Katastrophe, die sich anbahnt aufhalten müssen, wenn du Menschheit überleben soll auf diesem Planeten. Und da hilft nur, dass sich jeder von uns mäßigt. Also u.a. tatsächlich überlegen, ob man wirklich mit dem Flieger in den Urlaub will.

01.05.2019 12:03 Pudels Kern 5

@ Sonja 10:57: Ich dachte immer, die Stammtischparolen würden durch übermäßigen Bierkonsum generiert. Seit wann gibt es denn da auch Sekt?

01.05.2019 11:53 Bobby 4

@1 und 2: Die CO² Steuer ist doch bisher nur in der Diskussion. Beschlossen ist sie nicht. Warum sollte sie dann in einem Artikel über gesetzliche Neuerungen im Mai 2019 auftauchen? Achja stimmt, damit sich Foristin Sonja darüber aufregen kann, das alles teurer wird. Echt witzig Sie beide. Schönen Tag der Arbeit noch für Sie beide.

01.05.2019 10:57 Sonja 3

@ 1 , ja die Sektsteuer macht nichts den man kann diesen Staat nur noch im Suff ertragen, leider !!