Ein Logo leuchtet an einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.
Die Beratung der Rentenversicherung hat große Lücken – Alternativen gibt es aber kaum. Bildrechte: dpa

Stiftung Warentest Große Mängel bei Rentenberatung

Die Rentenberatung der Rentenversicherung weist laut Stiftung Warentest große Mängel auf. Nur knapp jeder fünfte Berater sprach alle wichtigen Themen an. Das Problem ist, dass es kaum Alternativen zu der Beratung gibt.

Ein Logo leuchtet an einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.
Die Beratung der Rentenversicherung hat große Lücken – Alternativen gibt es aber kaum. Bildrechte: dpa

Die Beratung der Deutschen Rentenversicherung zur Altersvorsorge hat deutliche "Mängel". Das geht aus einer Untersuchung von Stiftung Warentest hervor. Vorstand Hubertus Primus sagte, mehr als ein "Ausreichend" habe die Stiftung nicht vergeben können. Das müsse im Interesse der 55 Millionen gesetzlich Rentenversicherten besser werden.

Nur jeder sechste Berater spricht Rentenlücken an

80 Tester hatten Beratungsstellen der Rentenversicherung aufgesucht, um sich dort beraten zu lassen. Alle Versicherten haben einen Anspruch auf kostenlose Beratung zu allen Renten. Neben der gesetzlichen Rente sind das auch die Riester- und Rürup-Rente sowie betriebliche und private Rentenanwartschaften.

Damit sollen Versicherte abschätzen, wie viel Geld ihnen in der Rente nach allen Abzügen zur Verfügung steht. Außerdem sollen ihnen Wege aufgezeigt werden, Rentenlücken zu schließen.

Im Test der Stiftung Warentest bezogen allerdings nur 15 der 80 Berater alle Rentenansprüche ein, nur 14 sprachen das Thema Rentenlücken an. Nur 15 nutzten den hauseigenen Analysebogen für die systematische Erfassung der Rentenansprüche.

Kaum Alternativen zur Beratung durch die Rentenversicherung

Laut Stiftung Warentest waren die Informationen zum eigenen gesetzlichen Rentenanspruch noch akzeptabel. Das große Problem ist, dass es kaum Alternativen zur Beratung durch die Rentenversicherung gibt. Die Stiftung Warentest rät deswegen, sich vor einem Termin selbst ein Bild über die eigene Vorsorge zu machen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. September 2019 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 16:08 Uhr

3 Kommentare

fcm-magdeburg vor 4 Wochen

Diese Artikel spricht mir aus den Munde.
Auch ich war bei einer Rentenberatung, unter Strich habe ich genau soviel gewusst wie am Anfang. Zum Schluss hat eine Broschüre in die Hand bekommen und das wars. Da habe ich im Internet mehr erfahren.

Arbeitende Rentnerin vor 4 Wochen

Da können die Leute beraten, wie sie wollen, wer nicht genug oder gar nichts verdient, kann nicht für die Rente vorsorgen. Hoffentlich raten sie den Leuten nicht zu Produkten wie Riesterrente, wenn schon zu sowas von staatlicher Seite geraten wird, sollte das ohne Gewinnstreben Privater aufgezogen werden, alles andere ist Betrug an den Menschen. Die Deindustrialisierung durch die Treuhand konnten wir nicht verhindern und die Jahre fehlen eben.

kennemich vor 4 Wochen

Sagten sie heute Mittag im ZDF nicht, dass was die DRV betraf war recht i.O.?

Das andere bezieht sich alles auf die mögliche Rentenlücke bei Renteneintritt.

Man sagte im ZDF auch man soll sich noch bei einem Rentenberater kundig machen.

Die Menschen bekommen doch bestimmt alle ihre Renteninfo nur liest si sich jemand durch?

Das ist bestimmt wie mit dem Kleingedruckten in anderen Dingen.