Finanztest Warentest: Bausparkassen beraten Kunden schlecht

Wer bauen will und kein Geld hat, spart erst einmal. Eine gute Beratung ist dabei das A und O. Doch gerade das klappt laut Stiftung Warentest oft nicht. Viele Bausparkassen berieten an den Bedürfnissen der Kunden vorbei.

Baustelle mit Einfamilienhaus
Die Bausparkassen beraten oft an Bedürfnissen und Möglichkeiten der Kunden vorbei, urteilt die Stiftung Warentest. Bildrechte: colourbox.com

Viele Bausparkassen beraten ihre Kunden schlecht. Das hat eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergeben. Warentest kritisierte, oft würden ungünstige Tarife, überhöhte Bausparsummen, extreme Tilgungsbeiträge oder Sparpläne mit zu hohem Sparguthaben empfohlen.

"Armutszeugnis für die Branche"

Warentest unterzog für die Zeitschrift "Finanztest" 16 Bausparkassen einer Prüfung. Nur eine überzeugte: die LBS Schleswig-Holstein-Hamburg. Sie erhielt die Note "gut". Chefredakteur Heinz Landwehr sagte, das Ergebnis sei für die Branche ein Armutszeugnis.

Als beste bundesweit tätige Kasse schnitt die Alte Leipziger mit "befriedigend" ab. Neun weitere Institute erhielten "ausreichend", drei wurden als "mangelhaft" bewertet.

Viel zu hohe Sparsummen

Warentest erklärte, Bausparverträge müssten gut auf den Kunden abgestimmt sein. Doch viele hätten zu hohe Sparsummen empfohlen. Für den Kauf einer Immobilie in zehn Jahren hätten meist 100.000 bis 120.000 Euro gereicht. Die Berater hätten aber bis zu 300.000 Euro empfohlen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. Dezember 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Dezember 2019, 12:49 Uhr