Ein Baby liegt in einem Bett.
Stiftung Warentest warnt vor zu weichen Babymatratzen. Bildrechte: imago/Photocase

Zu weiche Babymatratzen Warentest warnt vor Erstickungsgefahr

Die Stiftung Warentest warnt vor zu weichen Kindermatratzen. Wenn sich Babys auf den Bauch drehen und ihr Gesicht darin vergraben, könnten sie ersticken, teilte die Verbraucherschutzorganisation nach einem Test mehrerer Produkte mit.

Ein Baby liegt in einem Bett.
Stiftung Warentest warnt vor zu weichen Babymatratzen. Bildrechte: imago/Photocase

Eine Untersuchung der Stiftung Warentest hat ergeben, dass Kindermatratzen für Babys gefährlich werden können. Die Stiftung hatte nach eigenen Angaben insgesamt 14 Matratzen geprüft. Jede zweite habe die Note "mangelhaft" erhalten, da Abstriche in der Sicherheit gemacht werden mussten. Mit Preisen von 110 bis 179 Euro seien diese Produkte keine Billigmodelle.

Gefahr für Babys unter 12 Monate

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test" raten die Verbraucherexperten davon ab, Babys unter 12 Monate auf einer als mangelhaft eingestuften Matratze schlafen zu legen. Manche Produkte seien so weich, dass der Kopf darin einsinken könne. Liegt das Baby auf Nase und Mund, könne es ersticken. In den ersten Monaten sind Kinder nicht in der Lage, den Kopf zu heben oder zu drehen.

Die Stiftung hatte mit ihrem Test eine europäische Norm überprüft, die seit August 2017 Sicherheitsanforderungen für Kindermatratzen festlegt. Im Fokus der Prüfung standen neben dem Aspekt Sicherheit auch Liegeeigenschaften, Haltbarkeit und Handhabung. Immerhin fünf Kindermatratzen schnitten mit dem Qualitätsurteil "gut" ab. Die günstigste davon ist eine Schaumstoffmatratze, die schon für 70 Euro zu haben ist. Einige der bemängelten Matratzen seien bereits vom Markt genommen worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. September 2018 | 10:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. September 2018, 12:32 Uhr

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