Saale-Thüringen-Südharz Abellio fährt trotz Insolvenz weiter

Das Unternehmen Abellio wird weiter Strecken in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen betreiben. Mit den Verkehrsgesellschaften hat sich Abellio auf einen Insolvenzplan geeinigt, sodass im Netz Saale-Thüringen-Südharz auch in Zukunft Züge fahren werden.

Ein Abellio-Zug steht am Bahnhof Weißenfels an einem Gleis.
Abellio wird weiterfahren – unter anderem nach Weißenfels. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Das Bahnunternehmen Abellio wird trotz Insolvenz vorerst weiterhin seine Zugstrecken in Mitteldeutschland betreiben. Die Verkehrsgesellschaften in den drei mitteldeutschen Bundesländern haben sich mit Abellio auf einen Insolvenzplan geeinigt.

Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT wurde der Plan vom zuständigen Amtsgericht Charlottenburg bestätigt. Er sieht vor, das elektrifizierte Netz Saale-Thüringen-Südharz wie ursprünglich bis 2030 weiter zu betreiben.

Dieselnetz in der Landesmitte wird neu ausgeschrieben

Das sogenannte Dieselnetz in der Mitte Sachsen-Anhalts wird für 2024 im Sommer neu ausgeschrieben. Damit ist eine fristgerechte Ausschreibung möglich, an der sich Abellio aber nicht mehr beteiligen wird. Die derzeit verwendeten Fahrzeuge sollen an den neuen Betreiber übergehen. Auch das Personal soll dabei übernommen werden.

Das Bahnunternehmen Abellio Mitteldeutschland ist eine hundertprozentige Tochter der Niederländischen Staatsbahn NS. Im Herbst vergangen Jahres musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Als Grund gab Abellio Kostensteigerungen und weniger Fahrgäste durch die Corona-Pandemie an.

Vor der Insolvenz hatte das Unternehmen gefordert, die Zuschüsse der Länder für den Bahnbetrieb neu zu verhandeln. Nach der Insolvenz gab es eine erste Vereinbarung, um den Personenverkehr abzusichern.

MDR (Matthias Kessel,Matthias Lindner,Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. Juni 2022 | 07:30 Uhr

3 Kommentare

Bernd_wb vor 33 Wochen

Finde es gut dass es weitergeht. Man ist schnell in Leipzig, Erfurt, Halle ... Ja man kalkuliert fuer ein Angebot und wenn dann Fahrgaeste wegfallen (Corona) aber die Zugdichte bleibt ist es logisch dass es finanziell kaum zu stemmen ist.

pwsksk vor 33 Wochen

Solange eine Umstellung in der Masse von der Straße auf die Schiene (noch) nicht gelungen ist, werden diese Transportmittel auch keine Gewinne einfahren. Solche Unternehmen gehören in staatliche Hand.

Moewe1 vor 33 Wochen

Hoffentlich bleiben die Taktzeiten auf den Hauptstrecken.

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