Landeseigene Suchhündin Afrikanische Schweinepest: Suchhündin Lili soll bei der Eindämmung helfen

In Sachsen-Anhalt ist am Montag mit Lili die erste Kadaverspürhündin zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest vorgestellt worden. Die Hündin ist darauf spezialisiert, verendete Wildschweine aufzuspüren, um so zu verhindern, das sich andere Wildschweine anstecken.

Ein Hund auf einer Wiese
Kadaverspürhündin Lili und Hundeführerin Viktoria Große: Der Einsatz von Suchhunden ist ein Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Bildrechte: Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt hat die erste einsatzfähige Kadaversuchhündin im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest. Die zwei Jahre alte Hundedame Lili kann Wildschweinkadaver systematisch suchen, aufspüren und durch lautes Bellen sicher anzeigen – gerade auch im Dickicht und in schwer zugänglichem Gelände.

Die wichtigste Aufgabe in betroffenen Gebieten ist das schnelle Auffinden von verendeten Kadavern, da diese hochinfektiös sind. Der Einsatz von Suchhunden wird ein Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sein.

Sven Schulze (CDU) Forstminister

Ihre Ausbildung haben Lili und Hundeführerin Viktoria Große beim Team der Diensthundführerschule der Landespolizei in Pretzsch absolviert.

Kadaverspürhunde verhindern Ausbreitung der Tierseuche

Sven Schulze (CDU), Landwirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, steht im Betreuungsforstamt Annaburg bei der Eröffnung der Waldbrandzentrale.
Forstminister Sven Schulze (CDU): Kadaverspürhunde sind ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Bildrechte: dpa

Die oberste Chefin der Hundeschule der Landespolizei, Innenministerin Tamara Zieschang, und Forstminister Sven Schulze (beide CDU) überzeugten sich am Montag in Magdeburg vom Können der Hündin. Die Malinois-Dame und ihre Hundeführerin, Forstinspektorin Viktoria Große, führten vor, wie die spezialisierte Spürnase erfolgreich den Geruch eines Wildschweins aufnimmt.

Auch im Umkreis des toten Tieres müsse die Gegend umfassend abgesucht werden, so Minister Schulze. "Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um ein nicht auf den Menschen übertragbares, aber für Tiere hoch ansteckendes Virus, das sehr beständig ist. Daher freuen wir uns, dass Lili uns im Falle eines Ausbruchs bei der Suche nach verendeten Wildschweinkadavern unterstützt."

Ein belgischer Schäferhund. 1 min
Bildrechte: MDR
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Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest soll Hündin Lili tote und infizierte Wildschweine aufzuspüren. So soll verhindert werden, dass sich andere Wildschweine anstecken.

MDR S-ANHALT Mo 02.05.2022 19:00Uhr 00:55 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/video-afrikanische-schweinepest-suchhund-100.html

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Erste private Kadaverspürhunde sind in Sachsen-Anhalt bereits im Einsatz. Nun ist auch die erste landeseigene Suchhündin im Dienst. Die systematische Suche nach verendeten Wildschweinen ist ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung der Tierseuche. Ein Spürhund könne ungefähr zehn menschliche "Wildsucher" ersetzen.

MDR (Hannes Leonard), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 02. Mai 2022 | 14:00 Uhr

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