Corona-Pandemie Beratungsstellen registrieren viele Rückfälle von Süchtigen

Die Suchtberatungsstellen in Sachsen-Anhalt bemerken eine deutliche Steigerung der Anfragen. In der Corona-Pandemie greifen offenbar mehr Menschen zur Flasche. Sorge macht vor allem der hohe Anteil von Rückfällen – also Menschen, die ihre Sucht schon einmal bezwungen hatten.

Eine Frau greift in einem Supermarkt nach einer Flasche Gin.
In der Pandemie scheint Alkohol ein großes Problem zu sein. Bildrechte: dpa

Bei den Suchtberatungsstellen in Sachsen-Anhalt nehmen in der Corona-Pandemie die Anfragen zu. Wie die Landesstelle für Suchtfragen MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, geht es dabei vor allem um Rückfälle von Menschen, die eine Abhängigkeit bereits einmal überwunden hatten.

Anstieg im zweistelligen Prozentbereich befürchtet

Wie viele Menschen darüber hinaus in die Sucht gerutscht sein könnten, ließe sich nicht abschätzen. Man befürchte aber insgesamt einen Anstieg im zweistelligen Prozentbereich.

Droge Nummer eins in Sachsen-Anhalt bleibe der Alkohol. Derzeit seien im Land 5.500 Alkoholkranke registriert. Es gibt in Sachsen-Anhalt 35 Suchtberatungsstellen.

MDR (Martin Krause, Gero Hirschelmann)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 04. Februar 2022 | 12:07 Uhr

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