21.09.2021 | Sachsen-Anhalt am Morgen Brieffreundschaft zu Halle-Attentäter: Polizistin aus Bitterfeld suspendiert

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig
Der Angeklagte wird vor Beginn der Urteilsverkündung im Prozess zum Terroranschlag von Halle auf dem Flugplatz Magdeburg zu einem Transporter geführt
Der Prozess gegen den Attentäter von Halle war der größte in der Geschichte Sachsen-Anhalts. Das Archivbild entstand, als Stephan B. kurz vor der Verkündung des Urteils nach Magdeburg gebracht worden war. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalt am Dienstagmorgen: Wenige Tage vor dem zweiten Jahrestag des Attentats von Halle verstört heute Morgen eine Meldung, nach der Sachsen-Anhalts Innenministerium eine junge Polizistin vom Dienst suspendiert haben soll – weil die die Nähe zum verurteilten Attentäter gesucht haben und Verständnis für seine Tat mit zwei Toten und Dutzenden Verletzten geäußert haben soll. Das ist heute unser Top-Thema. Ich bin Luca Deutschländer – und hier kommt Ihr Morgen-Update.


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Thema des Morgens- ist die Zeichnung einer Kaffeetasse zu sehen.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Thema des Morgens

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Thema des Morgens

Polizistin soll Taten von Halle-Attentäter relativiert haben

In wenigen Wochen jährt sich das Attentat von Halle zum zweiten Mal. Doch statt über die Vorbereitungen für ein würdiges Gedenken zu informieren, berichten wir heute über etwas, das fassungslos macht: Eine junge Polizeikommissarin aus Bitterfeld hat offenbar über Monate eine Brieffreundschaft zum verurteilten Halle-Attentäter aufgebaut – und teilweise Verständnis für die Tat das Rechtsterroristen geäußert. Das berichten heute, unabhängig voneinander, Mitteldeutsche Zeitung (€) und der Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung.

Was wird der jungen Frau vorgeworfen?
Die Polizistin soll eine Brieffreundschaft mit Stephan B. aufgebaut haben – dem Mann, der für eines der schlimmsten antisemitischen und rechtsterroristischen Attentate in der Geschichte des Landes verantwortlich ist. Dafür soll sie sich eine falsche Adresse und einen falschen Namen gegeben haben, heißt es in den Berichten. Insgesamt schrieb die Beamtin demnach mehr als zehn Briefe an B. Teilweise habe sie darin Verständnis für dessen Tat geäußert. Diesen Sommer war Kollegen der Frau demnach aufgefallen, dass sie sich positiv über den Attentäter äußerte. Die meldeten das den Vorgesetzten.

Brisant: Die Polizistin soll in einem Brief nahegelegt haben, dass sie an ein jüdisches Machtmonopol glaube. Die interne Prüfung soll nun klären, ob die Polizistin rechtsextreme Ansichten teilt.

aus dem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung

Was sagt Sachsen-Anhalts Innenministerium zu dem Fall?
Bislang nichts. Wie sowohl MZ als auch NDR, WDR und SZ berichten, wollte sich das Ministerium gestern nicht auf eine Anfrage äußern. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass bisher keine offizielle Bestätigung für die Suspendierung der Polizistin vorliegt.

Der Angeklagte Stephan Balliet (M) wird von Justizpersonal in den Saal des Landgerichts begleitet.
Zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt: der Attentäter von Halle. (Archivfoto) Bildrechte: dpa
Außenaufnahme des Polizeirevier Dessau-Roßlau, in dem 2005 Oury Jalloh starb
Das Polizeirevier in Dessau-Roßlau (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Auf Twitter kommentieren User: "Natürlich, aus Dessau." Was bedeutet das?
Das Polizeirevier in Dessau-Roßlau war in der Vergangenheit mehrfach Thema bundesweiter Berichterstattung – spätestens seit dem Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh, der 2005 in Polizeigewahrsam in Dessau verbrannte. Der Fall ist bis heute nur lückenhaft aufgeklärt. Zuvor war bereits der Obdachlose Mario Bichtemann in einer Zelle des Reviers zu Tode gekommen. Den neuen Recherchen zufolge ist die suspendierte Polizistin aber nicht im Revier in Dessau eingesetzt, sondern in Bitterfeld. Das Revier gehört zur Polizeiinspektion Dessau-Roßlau.

Teilnehmer einer Demonstration gehen mit einem Transparent mit der Aufschrift Oury Jalloh das war Mord eine Straße entlang 56 min
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MDR KULTUR - Das Radio Di 29.10.2019 12:10Uhr 55:55 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Und jetzt?
Muss sich die junge Polizistin einem internen Ermittlungsverhältnis stellen. Dabei soll geklärt werden, inwiefern die Frau gegen Beamtenrecht verstoßen hat. Außerdem sollen weitere Briefe überprüft werden, die der Rechtsextremist Stephan B. in der Haft bekommen hat. Den Recherchen zufolge steht er in Briefkontakt zu polizeibekannten Rechtsextremen.

Max Privorozki - der Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Halle.
Max Privorozki - der Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Halle. Bildrechte: MDR

Ich habe trotz dieses wahnsinnigen Falls Vertrauen in die Polizei. Solche Irren scheint es leider überall zu geben.

Max Privorozki Vorsteher der Jüdischen Gemeinde in Halle in der Süddeutschen Zeitung

Auch wir bleiben heute an dem Fall dran. Was Sie wissen sollten, erfahren Sie im Laufe des Tages bei MDR SACHSEN-ANHALT. In unserem Morgen-Überblick schauen wir darauf, was sich heute in Sachen Corona-Pandemie in Sachsen-Anhalt tut – und erklären Ihnen, warum Ranger im Nationalpark Harz jetzt Seminare zur Selbstverteidigung und Deeskalation machen (es hat, leider, mit verbalen Angriffen zu tun).

Kurz gemeldet: Hallervorden plant Theater in seiner Geburtsstadt Dessau

Didi Hallervorden
Kommt ursprünglich aus Dessau: Dieter "Didi" Hallervorden (Archivfoto) Bildrechte: imago images/Raimund Müller

Der Schauspieler und Kabarettist Dieter Hallervorden plant ein Theater in seiner Geburtsstadt Dessau. Wie der 86-Jährige mitteilte, bemüht er sich um das Veranstaltungszentrum "Hangar". Geplant seien 350 Plätze und etwa 20 Vorstellungen pro Monat. Weitere Details wolle Hallervorden erst nennen, wenn er den Zuschlag bekomme und tatsächlich spielen dürfe. Der Kabarettist führt bereits zwei Theater in Berlin.


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Das Video des Morgens- ist die Zeichnung eines Monitors mit einem Start-Button zu sehen.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Video des Morgens

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Video des Morgens

Video: Warum Ranger im Nationalpark Harz Deeskalation üben

Manchmal ist es nur die Leinenpflicht im Nationalpark Harz, die für Konflikte sorgt. Ranger Alexander Ehrig kann viele solcher Beispiele nennen.

Viele Hundebesitzer sagen: 'Mein Hund tut ja nichts, er ist ausgebildet.' Die Leute haben kaum noch das Fingerspitzengefühl, um zu sagen: 'Ich habe etwas falsch gemacht.'

Alexander Ehrig Ranger im Nationalpark Harz

Ehrig beobachtet wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen, dass Pöbeleien auch im Wald zunehmen. Manche Ranger sprechen gar davon, dass verbale Angriffe an der Tagesordnung seien. Körperlich angegriffen werden die Ranger bisher dagegen zum Glück selten. Aber sie sollen darauf vorbereitet sein – verbal wie auch körperlich. Ranger aus dem Nationalpark Harz haben deshalb nun bei einem Deeskalationskurs mitgemacht – in der Hoffnung, das Erlernte nie anwenden zu müssen.

Mein lieber Kollege Swen Wudtke hat Ihnen die Bilder mitgebracht.


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Die Medienschau- ist die Zeichnung einer Tageszeitung zu sehen.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Die Medienschau

Sachsen-Anhalt am Morgen: Die Medienschau

Medienschau: Was andere schreiben

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet heute groß über die oben erwähnten Vorwürfe gegen eine Polizistin aus Bitterfeld. Und das schreiben die anderen:

  • "Deutlich mehr Corona-Fälle in Schulen" – die Volksstimme hat sich angesehen, wie sich die Corona-Zahlen im Vergleich zu vor den Sommerferien entwickelt haben. Ergebnis: Der Wert ist dem Bericht zufolge 52 Mal höher als vor Beginn der Ferien.
  • "Das Geheimnis meiner Gemüse-Giganten" – die Bild-Zeitung kümmert sich im Regionalteil ihrer Print-Ausgabe heute um Gemüse-Bauer Patrick Schenk aus dem Harz. Der hat einst einen Kürbis gezüchtet, der dem Bericht zufolge 341 Kilogramm wog. Bei einer Kürbis-Wiege-Meisterschaft Anfang Oktober in Möckern will Schenk wieder abräumen.


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Tipp am Morgen- ist die Zeichnung eines Fingers zu sehen, der auf ein Smartphone zeigt.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Tipp am Morgen

Sachsen-Anhalt am Morgen: Tipp am Morgen

Tipp: Doku über einen besonderen Wahlkampf

"Der Chronist im Hinterzimmer", titelte neulich die Süddeutsche Zeitung. Und wenn Sie finden, dass das nun negativ klingt – stimmt irgendwie. Ist aber gar nicht so gemeint. Denn so war ein Text über den Dokumentarfilmer Stephan Lamby überschrieben, an dessen Filmen kaum ein politikinteressierter Mensch vorbei kommt.

Lamby ist schließlich derjenige, der Wahlkampf für Wahlkampf Einblicke in das Seelenleben von Spitzenpolitikerinnen und -politikern liefert, wie kaum jemand sonst. Seit kurzem ist seine neue Doku "Wege zur Macht. Deutschlands Endscheidungsjahr" in der Mediathek. Empfehlung!

Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Was außerdem wichtig wird- ist die Zeichnung einer Person zu sehen, die durch ein Fernglas sieht.
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Sachsen-Anhalt am Morgen: Was heute außerdem wichtig wird

Sachsen-Anhalt am Morgen: Was heute außerdem wichtig wird

Was heute außerdem wichtig wird

Was bringt der Dienstag außerdem? Hier kommt der Überblick für Sie.

  • 💉 Pieks: Wie kommt die Impfkampagne in Sachsen-Anhalt schneller voran? Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne will heute ab 14 Uhr Antworten geben. die SPD-Politikerin hat zur Pressekonferenz eingeladen. Sie können live zusehen – auf dem YouTube-Kanal des Landes.

  • 👋 Auf Reisen: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff fährt in seiner Rolle als Bundesratspräsident heute nach Tschechien. Dort will er morgen unter anderem Ministerpräsident Babiš treffen und mit ihm über die EU, den Strukturwandel und Hochwasserschutz reden. Morgen reist Haseloff dann wieder zurück nach Hause.

  • 🤝 Personeller Wechsel: Die FDP-Fraktion im Landtag braucht eine neue Führung. Grund ist, dass die im Sommer gewählte FDP-Chefin Lydia Hüskens jetzt Ministerin ist. Ihr Nachfolger will Hüskens Stellvertreter Andreas Silbersack werden. Der frühere Chef des Landessportbundes will sich am Nachmittag von der Fraktion wählen lassen.

Das neue Kabinett Sachsen-Anhalts Regierung vereidigt

Kombo - Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU, oben l-r), Rainer Robra (CDU), Staatskanzlei und Ministerium für Kultur, Armin Willingmann (SPD), Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, Sven Schulze (CDU), Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten, Petra Grimm-Benne (SPD), Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Michael Richter (CDU, unten l-r), Finanzministerium, Tamara Zieschang (CDU), Ministerium für Inneres und Sport, Lydia Hüskens (FDP), Ministerium für Infrastruktur und Digitales, Eva Feußner (CDU), Bildungsministerin, Franziska Weidinger (CDU), Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz.
Das wird Sachsen-Anhalts neue Regierung. Ein Überblick: Bildrechte: picture alliance/dpa/Hartmann;Gabbert;Schmidt;Kahnert;Gercke;Chaperon;Weber
Kombo - Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU, oben l-r), Rainer Robra (CDU), Staatskanzlei und Ministerium für Kultur, Armin Willingmann (SPD), Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, Sven Schulze (CDU), Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten, Petra Grimm-Benne (SPD), Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Michael Richter (CDU, unten l-r), Finanzministerium, Tamara Zieschang (CDU), Ministerium für Inneres und Sport, Lydia Hüskens (FDP), Ministerium für Infrastruktur und Digitales, Eva Feußner (CDU), Bildungsministerin, Franziska Weidinger (CDU), Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz.
Das wird Sachsen-Anhalts neue Regierung. Ein Überblick: Bildrechte: picture alliance/dpa/Hartmann;Gabbert;Schmidt;Kahnert;Gercke;Chaperon;Weber
Reiner Haseloff (CDU, l), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, spricht während einer Pressekonferenz
MINISTERPRÄSIDENT REINER HASELOFF (67, CDU) - Seit 2011 ist Reiner Haseloff Ministerpräsident. Geboren wurde Haseloff in Bülzig bei Wittenberg, später studierte er Physik in Dresden und in Berlin. Nach der Wende war er Chef des Arbeitsamtes in Wittenberg, danach Staatssekretär und Wirtschaftsminister. In der CDU ist der bekennende Katholik seit 1976. Bildrechte: dpa
Rainer Robra
RAINER ROBRA (69, CDU) - Robra ist seit 2002 Staatsminister und Chef der Staatskanzlei sowie Europaminister. 2016 wechselte zudem das Kulturressort in seine Zuständigkeit. Der in Nienhof/Celle geborene Jurist arbeitete bis zur Friedlichen Revolution im niedersächsischen Justizministerium und wechselte 1990 nach Sachsen-Anhalt, zunächst für vier Jahre als Justizstaatssekretär. Dann arbeitete er als Rechtsanwalt, bevor er in die Staatskanzlei wechselte. Robra hatte sich vor der Landtagswahl eigentlich schon im Landtag verabschiedet. Bildrechte: dpa
Armin Willingmann
ARMIN WILLINGMANN (58, SPD) - Der promovierte Jurist startet in seine zweite Legislaturperiode als Minister - allerdings mit einem anderen Ressortzuschnitt. Seit 2016 führte er nach einer kurzen Zeit als Staatssekretär das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung. Nun heißt es Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt. Bis vor fünf Jahren war der geborene Nordrhein-Westfale Rektor der Hochschule Harz gewesen, leitete sie von 2003 bis 2016 und war auch lange Jahre Präsident der Hochschulrektorenkonferenz. Willingmann wird nach einem Vorschlag seiner Partei nun auch stellvertretender Ministerpräsident. Bildrechte: dpa
Sven Schulze, Landesvorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt, spricht in der CDU-Landeszentrale zu den Medienvertretern.
SVEN SCHULZE (42, CDU) - Der bisherige Europaabgeordnete und aktuelle CDU-Landeschef soll Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten werden. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur hatte für die CDU maßgeblich die Koalitionsverhandlungen geführt. Der geborene Quedlinburger wird als Nachfolger von Ministerpräsident Haseloff gehandelt. Schulze ist seit 2014 Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Von 2016 bis zu seiner Wahl als Landeschef war er Generalsekretär der CDU Sachsen-Anhalt, eine Funktion, die es zuvor nicht gegeben hatte. Bildrechte: dpa
Petra Grimm-Benne
PETRA GRIMM-BENNE (59, SPD) - Ministerpräsident Haseloff hat die Juristin oft als «Pandemie-Ministerin» vorgestellt, denn die Bewältigung der Corona-Krise lag zu großen Teilen in ihrem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, das Grimm-Benne seit 2016 leitet und auch weiter leiten soll. Ausgemacht ist, dass aus dem Justizbereich die Aufgabe der Gleichstellung hinzukommt - so heißt es künftig Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Grimm-Benne wurde in Wuppertal geboren und arbeitete nach der Wende als Leiterin des Ordnungsamtes von Schönebeck bei Magdeburg und dann als Anwältin. Von 2002 bis 2016 und nun wieder ist sie für die SPD im Landtag. Bildrechte: dpa
Michael Richter
MICHAEL RICHTER (67, CDU) - Seit Juni 2019 ist der Jurist und erfahrene Steuer- und Finanzexperte Minister für Finanzen. Der gebürtige Berliner rückte nach acht Jahren als Staatssekretär auf, nachdem André Schröder nach massivem Druck aus seiner eigenen Fraktion seinen Rücktritt erklärt hatte. Richter startete 1984 in der Steuerverwaltung des Landes Berlin, wechselte später ins Finanzamt Charlottenburg und schließlich in die Berliner Senatsverwaltung. Von 2009 bis 2011 arbeitete er in verschiedenen Positionen für das Land und die Regierung in Brandenburg, bevor er nach Sachsen-Anhalt wechselte. Nach dem Abgang von Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) führte Richter das Innenressort mit. Bildrechte: dpa
Tamara Zieschang
TAMARA ZIESCHANG (51, CDU) - Zieschang kehrt nach Sachsen-Anhalt zurück. Die gebürtige Saarländerin und promovierte Juristin war zwischen 2012 und 2016 Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft und anschließend bis 2019 in der gleichen Funktion im Innenministerium Sachsen-Anhalts. Ende 2019 holte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Zieschang als Staatssekretärin ins Bundesverkehrsministerium. Nun wird sie die erste Innenministerin in der Geschichte des Landes Sachsen-Anhalt. Bildrechte: dpa
Lydia Hüskens, Vorsitzende der FDP-Sachsen-Anhalt, spricht auf dem Landesparteitag zu den Delegierten und zeigt den Koalitionsvertrag.
LYDIA HÜSKENS (57, FDP) - Hüskens hat die FDP nach zehn Jahren Unterbrechung wieder in den Landtag geführt. Im Juli wählte ihre Partei sie zur Vorsitzenden. Nun wird sie Ministerin für Infrastruktur und Digitales. Die in der rheinischen Kleinstadt Geldern aufgewachsene Hüskens saß bereits von 2002 bis 2011 im Landtag, war Anfang der 1990er Pressesprecherin des Umweltministeriums. Hüskens, die Geschichtswissenschaften studiert hat, war zuletzt Geschäftsführerin des Studentenwerks Halle. Bildrechte: dpa
Eva Feußner
EVA FEUßNER (58, CDU) - Als Staatssekretärin des bisherigen Bildungsministers Marco Tullner hat die geborene Naumburgerin zeitweise gleich in doppelter Funktion gearbeitet: Sie leitete zwei Jahre lang auch das Landesschulamt, weil dieses aufgrund von Rechtsstreitigkeiten keinen regulären Direktor hatte. Als Bildungsministerin wird der Lehrermangel eines ihrer vorrangigen Themen sein. Feußner ist selbst Diplomlehrerin für Mathematik, Physik und Astronomie. Sie war von 1994 bis 2018 Abgeordnete im Landtag. Bildrechte: picture alliance/dpa/CDU
Franziska Weidinger
FRANZISKA WEIDINGER (44, CDU) - Bislang ist die in Halberstadt geborene Juristin der Öffentlichkeit unbekannt. Seit 2012 war Weidinger in verschiedenen Funktionen im Justizministerium tätig. Sie arbeitete im Haushaltsreferat, war Referatsleiterin für Personalangelegenheiten des Justizvollzugs und leitete das Ministerbüro. Zuletzt war sie als Referatsleiterin für den Elektronischen Rechtsverkehr in der Justiz tätig. Nun soll die 44-Jährige das neu benannte Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz leiten. Sie hatte nach dem Studium der Rechtswissenschaften an Sozialgerichten in Halle und Magdeburg gearbeitet und ist Richterin auf Lebenszeit. Weidinger ist seit 2003 CDU-Mitglied.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT Live-Übertragung aus dem Landtag | 16.09.2021 | 10:00 Uhr
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  • 🚔 Für mehr Sicherheit: Beamte des Polizereviers Harz werden heute verstärkt kontrollieren, ob sich auf den Straßen auch alle an die Regeln halten. Hintergrund ist der "Roadpol Safety Day", der zu einer Senkung der Zahl der Verkehrsunfälle in ganz Europa führen soll.

  • 🎉 Feier rund ums Wahrzeichen: In Magdeburg werden am Abend die Domfestspiele eröffnet. Die 13. Ausgabe der Festspielreihe steht im Zeichen des Jubiläums 900 Jahre Prämonstratenserorden. Morgen kommt Heinz Rudolf Kunze mit seinem neuen Programm. Ab morgen soll das Westportal des Doms zur Projektionsfläche für Kunst werden. "Magdeburg in Light" startet jeweils 21 und 22 Uhr. Das Programm gibt's hier für Sie.

  • ❤ Besondere Jubiläen: Wer in Weißenfels innerhalb der vergangenen zwölf Monate Goldene (50 Jahre) oder gar Diamantene Hochzeit (60 Jahre) gefeiert hat, hat heute weiteren Grund dazu: Die Stadt hat alle Jubilare zu einem Fest eingeladen. Viel Spaß!


Damit endet unser Überblick am Dienstag. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Machen Sie was draus. Bis morgen!

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Quelle: MDR SACHSEN-ANHALT

2 Kommentare

MDR-Team vor 4 Wochen

In "Sachsen-Anhalt am Morgen" werden immer mehrere Themen besprochen. Hier im Text zum Beispiel auch der Plan von Dieter Hallervorden ein Theater in Dessau aufzubauen.

jackblack vor 4 Wochen

Und was hat das mit Dessau zu tun ??????????

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