12.10.2021 | Sachsen-Anhalt am Morgen Programm gegen Antisemitismus: Jüdischer Religionsunterricht in Halle beginnt

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig
Ein Davidstern wird mit Kreide an eine Schultafel gemalt.
In Halle können Grundschülerinnen und Grundschüler ab heute jüdischen Religionsunterricht besuchen. Dahinter steckt ein Programm des Landes gegen Antisemitismus. (Symbolbild) Bildrechte: MDR

Guten Morgen, Sachsen-Anhalt! Bei uns im Land beginnt heute ein besonderes Modellprojekt: jüdischer Religionsunterricht in der Grundschule. Was in anderen Bundesländern längst etabliert ist, steht in Sachsen-Anhalt noch ganz am Anfang. Hintergrund ist der antisemitische Anschlag vor gut zwei Jahren in Halle. Kein Wunder also, dass das Projekt heute an einer halleschen Schule beginnt. Dazu gleich mehr. Ich bin Luca Deutschländer – und hier kommt Ihr Morgen-Update.


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Thema des Morgens- ist die Zeichnung einer Kaffeetasse zu sehen.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Thema des Morgens

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Thema des Morgens

Gegen Antisemitismus: Jüdischer Religionsunterricht in Halle startet

Erst wenige Tage sind vergangen, seit in Halle an die Opfer des Attentats vom 9. Oktober 2019 erinnert worden ist. Vorigen Sonnabend, als Hunderte der Opfer gedachten, sprach Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) davon, wie wichtig es sei, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten und über Generationen weiterzutragen. Haseloff sagte unter anderem:

Hierfür haben nicht nur die Schulen Sorge zu tragen, sondern auch die Familien, Freundeskreise, Vereine, Verbände und Parteien.

Reiner Haseloff am 9. Oktober 2021

Zur Verantwortung der Schulen passt unser heutiges Top-Thema: Denn in der Grundschule Johannesschule in Halle beginnt an diesem Dienstag das landesweite Modellprojekt jüdischer Religionsunterricht. Der Unterricht ist Teil eines Programms für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, das die Landesregierung voriges Jahr als Reaktion auf den antisemitischen Anschlag in Halle auf den Weg gebracht hatte. Als eines der ersten Ziele war darin seinerzeit die Einführung von jüdischem Religionsunterricht festgelegt worden.

Aktuelle Zahlen zeigen: Das ist offenbar notwendiger denn je. Die Zahl der gemeldeten antisemitischen Straftaten in Deutschland ist von 2019 auf 2020 gestiegen, um 15,7 Prozent auf nun 2.351. Und allein für das zweite Quartal dieses Jahres wurden dem Bundeskriminalamt nach eigenen Angaben 558 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund gemeldet. Das steht im Gegensatz zu Beobachtungen von Forscherinnen und Forschern, nach denen in Deutschland weniger Menschen offen zugeben, antisemitisch eingestellt zu sein.

Der Wissenschaftler Marius Dilling forscht am Else-Frenkel-Brunswik-Institut der Universität Leipzig zu demokratiefeindlichen Einstellungen – und schlussfolgert: "Wir gehen davon aus, dass sich diejenigen, die antisemitische Einstellungen haben, zunehmend radikalisieren."

Marius Dilling, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Else-Frenkel-Brunswik-Institut der Universität Leipzig
Wissenschaftler Marius Dilling Bildrechte: Universität Leipzig / Swen Reichhold

Der jüdische Religionsunterricht in Sachsen-Anhalt soll dazu beitragen, diese Einstellungen erst gar nicht aufkeimen zu lassen. Wohl auch deshalb richtet sich das Programm zunächst an die Allerjüngsten – und beginnt in Halle als Angebot für die Klassenstufen 1 und 2. Erst in den kommenden Jahren soll der Unterricht auch auf die Klassen 3 und 4 ausgedehnt werden.

Dabei ist die Johannesschule eine sogenannte Korrespondenzschule für jüdischen Religionsunterricht. Bedeutet: Es können auch interessierte Kinder anderer Schulen teilnehmen. Grundsätzlich gilt: Das Angebot ist freiwillig und eine Ergänzung zum Religions- oder Ethikunterricht. Kooperiert werden soll dabei nach MDR-Informationen auch mit der jüdischen Gemeinde Halle. Unter anderem sind Unterrichtsstunden direkt in der Synagoge geplant.

Übrigens: In anderen Bundesländern, darunter in Sachsen, gibt es jüdischen Religionsunterricht schon länger. Dass es in Sachsen-Anhalt lange so schleppend voranging, hatte der Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Halle, Max Privorozki, im Sommer 2020 im MDR deutlich kritisiert. Privorozki sagte seinerzeit:

Eine Lösung sehe ich nur in der Bildung. Das dauert nicht ein, auch nicht zwei Jahre. Das dauert eine lange Zeit. Aber je eher man beginnt, desto schneller bekommt man Ergebnisse.

Max Privorozki Jüdische Gemeinde Halle | im August 2020

Jetzt – Mitte Oktober 2021 – geht es los.

Das war der Überblick über das Top-Thema heute in Sachsen-Anhalt. Gleich liefern wir Ihnen hier außerdem Tipps, wie Sie angesichts der steigenden Preise Energie und damit Geld sparen können. Außerdem blicken wir zur Hyparschale in Magdeburg. Dort wird heute Richtfest gefeiert, begleitet von Protesten. Und: Wir suchen Ihre Fragen zur Digitalisierung – und reichen sie an die neue Ministerin Lydia Hüskens weiter.

Und dann wollen wir eines natürlich nicht vergessen: Glückwunsch an die deutsche Fußball-Nationalmannschaft! Das Team von Bundestrainer Flick hat sich für die Fußball-WM in Katar qualifiziert, nach einem 4:0-Sieg in Nordmazedonien. Das läuft doch.


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Das Video des Morgens- ist die Zeichnung eines Monitors mit einem Start-Button zu sehen.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Video des Morgens

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Video des Morgens

Wenn Schülerinnen und Schüler forschen

Geschichte im Schulunterricht – ein Fach, das nicht jeder mag. Das aber, schauen wir allein auf unser Top-Thema, schlichtweg von besonderer Bedeutung ist. Umso mehr wird Geschichtslehrer freuen, wie sehr sich Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt beim Wettbewerb "Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft" des Bundespräsidenten engagiert haben. 36 Projekte haben sie eingereicht (alle Preisträger gibt's auf der Website des Wettbewerbs). Unter ihnen war auch Abiturientin Anna Abel aus Burg. Sie forschte zu Sportförderung in der DDR, mit einem kritischen Blick auf die Rolle des Dopings – und wurde gestern dafür ausgezeichnet.

Das Interesse für Geschichte ist gewachsen. Es war sehr aufregend, selbstständig arbeiten zu dürfen und den Takt angeben zu können.

Anna Abel Abiturientin

Die Bilder dazu haben meine Kollegen Heiko Kunzmann und Tobias Standar Ihnen mitgebracht.


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -#MDRklärt, Schlauer in einer Minute- ist die Zeichnung eines Luftstoßes zu sehen, der aus einem gezeichneten Kopf ausstößt.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: #MDRklärt - Schlauer in einer Minute

Sachsen-Anhalt am Morgen: #MDRklärt - Schlauer in einer Minute

#MDRklärt: Wie Sie trotz steigender Energiepreise sparen können

Ich räume ein: In meiner Wohnung ist es kalt. Und die Heizung ist noch nicht eingeschaltet. Das war heute Morgen beim Zusammenfassen dieses Morgen-Updates dann doch recht frisch. Dass die Heizung bei mir noch ausgeschaltet ist, ist – so viel Wahrheit sollte schon sein – Faulheit. Aber eben auch eine Gelegenheit, Energie und damit Geld zu sparen.

Das ist in diesem Jahr angesichts der rasant steigenden Gas- und Ölpreise besonders wichtig. Wie Sie Energie und damit Geld sparen können (auch bei eingeschalteter Heizung), hat sich mein Kollege Maximilian Fürstenberg angesehen. Einer seiner Tipps in unserem neuen #MDRklärt: Wer bei kalten Außentemperaturen alle zwei bis drei Stunden stoßlüftet, kann mehr sparen, als wenn das Fenster ständig angeklappt ist.

So sparen Sie Energie und Geld über Herbst und Winter

So sparen Sie Energie und Geld über Herbst und Winter
Bildrechte: MDR/IMAGO
So sparen Sie Energie und Geld über Herbst und Winter
Bildrechte: MDR/IMAGO
Die Tipps und Beispielrechnungen sind von der WWF und beziehen sich auf einen durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt. Den Angaben liegt der Durchschnittspreis von 0,27 Euro pro Kilowattstunde zugrunde.
Bildrechte: MDR/IMAGO
Achte beim Kauf von Kühlschränken, Wasch­maschinen und anderen Elektrogeräten auf die Effizienzklassen A bis G.  Gespart: bis zu 74 Euro pro Jahr bei Austausch eines Kühlschranks der Klasse B durch ein Gerät der Klasse A+++
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Kein Stand-by: PC-Monitore und Ihren Fernseher über Nacht abschalten.  Bis zu 100 Euro pro Jahr sparen (Jahreswert bei 5 Geräten mit je 10 W Stand-By Leistung), wenn Geräte wie TV und PC-Monitor über Nacht abgeschaltet werden.
Bildrechte: MDR/imago/Niehoff
Kochen mit Deckel und auf passender Herdplattengröße.  Rund 46 Euro sparen, wenn bei fünf Kochvorgängen pro Woche der Topfdeckel benutzt und auf passender Herdplattengröße gekocht wird.
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Wasserkocher statt Herdplatte für Tee oder Pasta. Geht schneller und verbraucht weniger Energie. Rund 40 € pro Jahr sparen, wenn jeden Tag ein Liter Wasser mit dem Wasserkocher gekocht wird, statt auf dem Herd.
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Statt die Fenster stundenlang zu kippen, sollte alle zwei bis drei Stunden stoßgelüftet werden. auszutauschen. Bis zu 180 Euro pro Jahr sparen, wenn bei kalten Außentemperaturen alle zwei bis drei Stunden stoßgelüftet wird, statt das Fenster zu kippen.
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Rund 135 Euro pro Jahr sparen, wenn die Temperatur in den Wohnräumen um ein Grad gesenkt wird.
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Ergebnis insgesamt: rund 575 Euro pro Jahr
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
MDR/Maximilian Fürstenberg

Dieses Thema im Programm
FAKT ist! am 11. Oktober 2021 | 22:10 Uhr
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Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Die Medienschau- ist die Zeichnung einer Tageszeitung zu sehen.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Die Medienschau

Sachsen-Anhalt am Morgen: Die Medienschau

Medienschau: Was andere schreiben

  • "Veranstalter scheuen 2G" – die Mitteldeutsche Zeitung hat nachgefragt, wie viele 2G-Veranstaltungen es in Sachsen-Anhalt bereits gegeben hat; solche also, zu denen nur Geimpfte und Genesene durften. Bis vorige Woche wurden dem Blatt zufolge 181 solcher Veranstaltungen registriert, unter anderem in Theatern oder der Gastronomie. Zu Wort kommen in dem Bericht auch Veranstalter, die nichts von 2G halten.
  • "CDU-Bundesspitze tritt ab" – die Volksstimme hat nach der Ankündigung von CDU-Generalsekretär Ziemiak mit Ministerpräsident Haseloff und CDU-Landeschef Schulze gesprochen. Beide halten die angekündigte Neuwahl der gesamten Bundesspitze dem Bericht zufolge für "begrüßenswert". Schulze sagte, es sei falsch, die Niederlage der Union allein Armin Laschet anzulasten. Die Partei müsse sich auch inhaltlich neu ausrichten.


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Tipp am Morgen- ist die Zeichnung eines Fingers zu sehen, der auf ein Smartphone zeigt.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Tipp am Morgen

Sachsen-Anhalt am Morgen: Tipp am Morgen

Tipp: Wir suchen Ihre Fragen zur Digitalisierung!

Wir spielen ein Spiel: Ich nenne Ihnen jetzt ein Wort – und Sie schätzen mal, wie oft es im neuen Koalitionsvertrag von CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt vorkommt. Okay? Also: Das Wort lautet "digital". Bevor wir zur Auflösung kommen, folgt hier der Kontext. Dass Regierungen in Sachsen-Anhalt wie in Deutschland insgesamt die Digitalisierung verschlafen haben, ist kein Geheimnis. Wie groß der Nachholbedarf ist, ebenfalls nicht.

Wie aber will die neue für Digitalisierung zuständige Ministerin Lydia Hüskens (FDP) die Versäumnisse aufholen? Das will sie mein geschätzter Kollege Marcel Roth in der neuen Episode unseres Podcasts "Digital leben" fragen. Sie wird übermorgen produziert und Marcel hätte gern Ihre Fragen an die Ministerin für Digitalisierung. Was möchten Sie von Lydia Hüskens wissen? Schreiben Sie uns gern!

Ihre Fragen an Lydia Hüskens

Schreiben Sie uns bis Mittwoch, 13. Oktober, was Sie von der neuen Ministerin zur Digitalisierung wissen möchten. Am liebsten bekommen wir Sprachnachrichten. Die können Sie uns auch an digitalleben@mdr.de schicken. Wir sind auch bei den Messengerdiensten Signal, Wire, Telegram und Whatsapp. Unsere Nummer dort: 01578 76 43 202. Unsere ID im Messenger Threema: 9A9KUTFA. Eine Sprachnachricht können Sie uns auch bei Anchor senden.

PS: Das Wort digital kommt im neuen Koalitionsvertrag knapp 250 Mal vor. Virtueller Applaus an alle, die auf eine Zahl in der Nähe getippt haben! 👏


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Was außerdem wichtig wird- ist die Zeichnung einer Person zu sehen, die durch ein Fernglas sieht.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Was heute außerdem wichtig wird

Sachsen-Anhalt am Morgen: Was heute außerdem wichtig wird

Was heute außerdem wichtig wird

  • 🏠 Aufs Dach geschaut: An der Hyparschale in Magdeburg wird am Nachmittag Richtfest gefeiert. Das 1969 errichtete Gebäude wird seit geraumer Zeit saniert. Das Fest heute wird von Protesten begleitet werden: Die Volksstimme berichtete zuletzt, dass Klima-Aktivisten vor allem wegen der geplanten 600 Parkplätze im Stadtpark heute am Rande des Richtfestes demonstrieren wollen. Ihre Forderung lautet "Park statt Parkplätze".

Die Hyparschale im Laufe der Zeit

eine alte graue Messehalle
Aufnahme beim Bau der Hyparschale Ende der 1960er Jahre: Das Schalendach ist nur 7 cm dick bzw. dünn. Bildrechte: Stadtarchiv Magdeburg
eine alte graue Messehalle
Aufnahme beim Bau der Hyparschale Ende der 1960er Jahre: Das Schalendach ist nur 7 cm dick bzw. dünn. Bildrechte: Stadtarchiv Magdeburg
eine alte graue Messehalle
Zu DDR-Zeiten wurde die Hyparschale als Ausstellungs- und Veranstaltungshalle genutzt. Bildrechte: Stadtarchiv Magdeburg
eine alte graue Messehalle
Großer Vorteil der Hyparschale war das Platzangebot; die Hyparschale kommt dank ihrer ausgetüftelten Konstruktion und Statik ohne Pfeiler aus. Bildrechte: Stadtarchiv Magdeburg
eine alte Messehalle
1997 wurde das Gebäude wegen Einsturzgefahr gesperrt. Bildrechte: MDR/André Strobel
eine alte Messehalle
Mehr als 20 Jahre Stand die Hyparschale leer und zerfiel immer mehr. Bildrechte: MDR/André Strobel
Halle mit Betonfußboden und Fensterfront
2013 hat der Stadtrat die Sanierung des Denkmals beschlossen. Bildrechte: MDR/Julia Heundorf
Leerstehende Halle mit Betonfußboden, Glasfront und offener Tür
Seit dem Baustart am 4. Dezember 2019 wurde das Gebäude entkernt. Asbest wurde entfernt, außerdem Teerkleber, der das Parkett mit dem Betonboden verbunden hatte. Bildrechte: MDR/Julia Heundorf
Gerüst an einem nach oben spitz zulaufenden Gebäude mit Glaswand
Die Sanierung der gesamten Dachschalenkonstruktion und des dazugehörigen Tragwerks kostet etwa 4,2 Millionen Euro. Bildrechte: MDR/Julia Heundorf
Grünfläche mit gefällten und zersägten Bäumen und Gabelstapler
Für die Sanierungsarbeiten mussten 15 Bäume gefällt werden. Das hat das Umweltamt der Stadt genehmigt. Die Baufirma muss allerdings Auflagen erfüllen und unter anderem neue Bäume pflanzen. Das soll im Zuge der Umgestaltung des Umfeldes passieren, sobald die Sanierung abgeschlossen ist. Bildrechte: MDR/Julia Heundorf
Ein Mann kniet neben einem Stahlturm
Ende August wurde der Stahltrum abgebaut, der das Dach vor dem Einsturz schützt. Bildrechte: MDR/Stefan Bernschein
Panorama vom Inneren der Messehalle
Danach soll der Innenausbau beginnen. 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bildrechte: MDR/Stefan Bernschein
Architektenentwurf für die Hyparschale Magdeburg, Außenansicht.
Der Architektenentwurf für die Hyparschale: So soll das Gebäude in Zukunft aussehen.

Quelle: MDR/Fabienne von der Eltz
Bildrechte: gmp Architekten
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  • 💌 Für die Umwelt gespart: Die Deutsche Post nimmt am Morgen ihren ersten "grünen" Zustellstützpunkt in Sachsen-Anhalt in Betrieb. Der Neubau in Bad Schmiedeberg verbraucht nach Unternehmensangaben rund 20 Tonnen weniger CO2 pro Jahr als ein herkömmliches Gebäude. Bundesweit sind bis 2025 insgesamt 280 solcher klimaneutralen Zustellstützpunkte geplant.

  • 🔑Neue Wohnungen: In Jessen entscheidet der Stadtrat heute über weiteren Wohnungsbau. Geplant ist, einen neuen Bebauungsplan für den Ortsteil Schweinitz zu beschließen. Geht der Entwurf durch, könnte ein privater Investor bis zu sechs Baugrundstücke vorhalten. Im Stadtrat soll auch über die marode Straße zwischen Naundorf bei Seyda und Gadegast gesprochen werden.

  • 👩‍🎓Neuer Lebensabschnitt: An der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle beginnt das neue Semester. 214 junge Frauen und Männer starten in ihr Studium – weitgehend in Präsenz. Nach Angaben der Kunsthochschule ermöglicht das die 3G-Regel. Corona hat das Interesse an einem Studium an der Burg indes nicht gebremst: Für die knapp 214 Plätze waren rund 2.400 Bewerbungen eingegangen – mehr als im Vorjahr. Das Studienjahr wird am Abend im halleschen Volkspark eröffnet.


Das war unser Überblick über das Wichtigste am Dienstag. Wobei: eines fehlt noch. Gestern hatte ich Ihnen versprochen, heute die Ergebnisse einer nicht-repräsentativen MDR-Befragung zum Ende der kostenlosen Corona-Tests zu liefern. Hier kommen sie: Von den rund 25.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern finden knapp zwei Drittel den Entschluss richtig, andere sprechen von einer Impfpflicht durch die Hintertür (alle Ergebnisse stehen hier).

Damit wünsche ich Ihnen einen gelungenen Dienstag. Machen Sie was draus. Bis morgen!

Über Themen aus "Sachsen-Anhalt am Morgen" berichtet MDR SACHSEN-ANHALT... ...im Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 05:00 Uhr
...im Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
...im Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

Quelle: MDR SACHSEN-ANHALT

12 Kommentare

Eulenspiegel vor 7 Wochen

Hallo Thommi
Also ich habe nichts davon geschrieben das alles so harmonisch ist. Aber genau ist ja die Frage warum ist das alles nicht so harmonisch obwohl die Unterschiede so gering sind. Ich denke das hat nichts mit den Religionen zu tun.

ule vor 7 Wochen

@ule ___ Bitte entschuldigen Sie diesen Wortpatzer. ! Es muß heißen :

Und warum bedarf es Milliarden an Euros, um den Kampf gegen den Antisemitismus und den damit einhergehenden Judenhass betrifft, betreiben zu können ?

Thommi Tulpe vor 7 Wochen

Eulenspiegel: Und warum "kloppen" sich dann zumindest zwei Religionen um ein religiöses Wahrzeichen auf einem Tempelberg, wenn alles so harmonisch sein soll?
Ich weiß in etwa um die Entstehung der drei Weltreligionen und deren Entwicklung in der Geschichte. Daher schrieb ich: Ich (als "Ungläubiger") sehe keine unüberwindbaren Unterschiede zwischen den einzelnen Religionen. Auch Allah fordert "nur", dass der Mensch nicht tötet - auch nicht sich selbst.

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