Landesverwaltungsamt Corona-Impfschäden: Bisher 36 Anträge auf Anerkennung

Wer nach einer Corona-Impfung Gesundheitsschäden erlebt, kann deren Anerkennung beantragen und gegebenenfalls Entschädigung einfordern. Bisher sind 36 solcher Anerkennungsanträge beim Landesverwaltungsamt in Halle eingegangen. Die Anträge müssen noch geprüft werden.

Ein Mensch erhält eine Impfung.
Bekannt ist, dass die Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff bei wenigen Personen Impfschäden verursacht hat. (Symbolbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Sachsen-Anhalt sind bisher 36 Anträge von Menschen eingegangen, die Impfschäden nach einer Corona-Impfung anerkennen lassen wollen. Nach Angaben des Landesverwaltungsamtes in Halle sind alle Anträge noch in Bearbeitung. Zu tatsächlich bestehenden gesundheitlichen Schäden könne man derzeit wenig sagen. Bisher sind mehr als vier Millionen Impfdosen verabreicht worden.

Impfung muss wahrscheinlich Ursache für Schaden sein

Das Infektionsschutzgesetz definiert einen Impfschaden als gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer Impfreaktion, die über das übliche Maß hinausgeht. Erfolg auf Anerkennung eines Impfschadens haben Anträge von Personen, wenn die öffentlich empfohlene Impfung wahrscheinlich die Ursache für die Gesundheitsstörung ist.

Wer einen Antrag stellt, muss dafür Nachweise vorlegen. Das Einholen der Unterlagen und deren Auswertung würden einige Zeit in Anspruch nehmen, so das Landesverwaltungsamt.

Betroffene haben Anspruch auf Grundrente

Im Fall eines nachgewiesenen Impfschadens haben Betroffene – je nach Schwere des Impfschadens – Anspruch auf eine Grundrente. Diese kann auf Grundlage des Bundesversorgungsgesetzes zwischen 156 und 811 Euro pro Monat betragen.

Aus einem Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts, dass für die Impfstoffsicherheit zuständig ist, geht hervor, dass die ganz überwiegende Zahl der Nebenwirkungen der in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffen vorübergehende lokale Reaktionen betreffe.

Dass Komplikationen über einen längeren Zeitraum andauerten, ist demnach "die absolute Ausnahme". Pro 1.000 verimpfter Dosen seien 0,2 Verdachtsfälle für schwerwiegende Fälle gemeldet worden.

dpa,MDR (Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 29. Januar 2022 | 10:00 Uhr

22 Kommentare

Fakt vor 15 Wochen

@SZ Rentner:

Sie schreiben Unsinn.
Der Beitrag von Reuter4774, auf den sich mein Beitrag bezog, war überschrieben mit "@Fakt". Folglich bezog er sich wohl auf meinen Beitrag, auch wenn Sie unrichtigerweise das Gegenteil bahupten.

Jana vor 15 Wochen

@Reuters4774

Um was anderes als Zahlen, Größenordnungen und Relationen geht es denn in diesem Artikel, in dem noch nicht einmal benannt wird, welche Art von Impfschäden geltend gemacht wird?

Die Zahlen für Sachsen Anhalt sind:
- ~4100 Coronatote
- mehr als 3,5 Mio verabreichte Impfdosen
- insgesamt 36 Anträge auf Anerkennung eines Impfschadens
- vermutlich weniger als 10 Fälle die am Ende überhaupt anerkannt werden

Aus diesen Zahlen kann man seine persönlcihen Schlußfolgerungen ziehen. Meine sind weiterhin absolut positiv in Bezug auf die Impfung, denn schließlich sind es die Ungeimpften die bei gleicher gesundheitlicher Vorbelastung immer noch absolut überproportional in den Kliniken an Covid versterben.

Mediator vor 15 Wochen

@Reuters4774

Sorry, aber sie setzen eine Lüge in den Raum und regen sich dann über ihre eigene Lüge auf. Eine übliche Praxis von Menschen die keine Argumente haben.

Objetiv berachtet ist es völlig korrekt sachlich über das Kosten/Nutzern Verhältnis einer Impfung zu berichten. Das hat auch nichts mit verächtlich Machung zu tun, sondern damit, dass man als nicht Betroffener ohne Emotionen agieren kann.

Bei der üblichen Anerkennungsrate von solchen Impfschäden kann man aktuell nicht einmal von einer zweistelligen Zahl ausgehen. Das können sie jetzt gerne für sich selbst bewerten. Bei bislang 216 Coronatoten / 100tsd Einwohnern in Sachsen Anhalt fällt mein Urteil klar zugunsten der Impfung aus.

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