Keine Probleme wegen Corona Straßenbau: Das ist 2021 in Sachsen-Anhalt geplant

Das Jahr 2020 hat viele Verlierer gebracht – die Bauwirtschaft zählte nicht unbedingt dazu. Daran wird sich im neuen Jahr nichts ändern, sagt Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel. Der CDU-Politiker glaubt daran, dass der Straßenbau wie geplant vorankommen wird. Eine Übersicht über einige der wichtigsten geplanten Projekte.

Ein Warnschild steht an einer Baustelle.
Die Corona-Pandemie wird den Straßenbau in Sachsen-Anhalt (Symbolbild) im neuen Jahr nicht einschränken. Davon ist Verkehrsminister Thomas Webel überzeugt. Bildrechte: dpa

In Sachsen-Anhalt soll der Straßenbau im neuen Jahr trotz der Coronavirus-Pandemie wie geplant weiterlaufen. Das betonte Verkehrsminister Thomas Webel (CDU). Bei MDR SACHSEN-ANHALT sagte Webel, da erwarte er überhaupt keine Probleme. Die Bauwirtschaft habe schon im vergangenen Jahr deutlich weniger unter der Pandemie gelitten als andere Branchen. Dem Minister zufolge steht für dieses Jahr unter anderem der Baubeginn für den "sehr langen" Abschnitt Lüderitz bis Osterburg auf der Autobahn 14 an.

Ausgrabungen 5 min
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MDR um 4 Mo 26.10.2020 16:00Uhr 05:19 min

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Zudem sei Baustart für die Ortsumfahrung von Bad Kösen im Burgenlandkreis. Webel sprach von einer "sehr großen Aufgabe". Seit zwei Jahren seien die Bauarbeiten für die Bundesstraße 87 vorbereitet worden. Grund sei, dass wegen der Schlacht von Napoleon gegen die Preußen im Jahr 1806 viele Ausgrabungen stattgefunden hätten. Die Archäologen hätten dort sehr viel gefunden, sagte Webel. "In diesem Jahr können wir endlich bauen."

"Lang gehegter Traum" wird erfüllt: Radweg entlang der B1

Das gelte auch für den schon lange geplanten Radweg entlang der Bundesstraße 1 zwischen Genthin und Parchen im Jerichower Land. Dort sei neun Jahre lang geplant worden, sagte Webel. Zauneidechsen und andere Tierarten hätten den Bau bislang verhindert. Nun gehe für die Bürgerinnen und Bürger ein "lang gehegter Traum" in Erfüllung. Weitergebaut werden soll Webel zufolge auch an der Bundesstraße 188 bei Oebisfelde. Zudem solle die Bundesstraße 71 bei Wedringen fertiggestellt werden. "Wir werden außerdem die Sanierung von Landesstraßen, Bundesstraßen und der A9 weiterführen", erklärte der Minister. Auch der Bau weiterer Radwege sei geplant.

Zuletzt war bekannt geworden, dass die Kommunen im Land ihr Radwegenetz deutlich ausbauen wollen. Laut Verkehrsministerium wird ein entsprechendes Angebot zur Neugestaltung des Verkehrsnetzes im Land gut genutzt. Von Anfang November bis Mitte Dezember seien mehr als 900 Anträge aus 155 Kommunen eingegangen. Radwege sollen mit dem Programm sicherer, lückenloser und besser befahrbar werden. Der Fahrradclub ADFC hatte den langsamen Ausbau von Radwegen in Deutschland zuletzt kritisiert.

Webel zuversichtlich für Weiterbau der A14-Nordverlängerung

Zuversichtlich zeigte sich Webel beim Weiterbau der A14-Nordverlängerung. Daran ändere sich auch nach der Klage einer Privatperson gegen den Bauabschnitt zwischen Dahlenswarsleben und Wolmirstedt nichts, sagte er. Der Verkehrsminister erklärte, die schriftliche Begründung der Klage müsse bis Mitte Februar vorliegen. Bis dahin müsse man abwarten. Entscheidend sei die Frage, ob der Kläger oder die Klägerin einen Antrag auf einstweilige Anordnung stellt. Davon hänge ab, ob bereits mit den Bauvorbereitungen begonnen werden könne, sagte Webel.

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Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 02. Januar 2021 | 11:00 Uhr

1 Kommentar

Steffen 1978 vor 41 Wochen

Große Pläne und Worte meistens verlieren sie sich im Sand zwischen Planungen und Umsetzungen liegen Galaxien nicht einmal die Instandsetzung vorhandener Straßen wird hier umgesetzt Menschen warten seit 30 Jahren auf ortsumfahrungen doch leider befinden sich unsere zuständigen Behörden im Tiefschlaf kleines Beispiel L72 SANDERSLEBEN SIERSLEBEN aber Autobahnen bauen wollen (lächerlich)

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