Sommerbaustellen auf Autobahnen Autofahrer in Sachsen-Anhalt müssen mit diesen Behinderungen rechnen

Wegen zahlreicher Bauarbeiten müssen sich Autofahrer im Land in den nächsten Wochen und Monaten auf Probleme einstellen. Grund sind vor allem Sanierungen auf den Autobahnen in Sachsen-Anhalt. MDR SACHSEN-ANHALT gibt einen Überblick.

Autos und LKW sind auf der wegen einer Baustelle nur einseitig befahrbaren Autobahn 9 bei Brehna in Sachsen-Anhalt unterwegs.
Autos und LKW sind auf der derzeit wegen einer Baustelle nur einseitig befahrbaren Autobahn 9 bei Brehna unterwegs. Bildrechte: dpa

Autobahn 2

Pünktlich zum Ferienbeginn am 22. Juli soll die Instandsetzung der Elbebrücke Hohenwarte nördlich von Magdeburg ausgesetzt werden, sagte ein Sprecher der Autobahngesellschaft des Bundes. An den ersten beiden Ferientagen vor dem Wochenende kann es demnach noch zu kleineren Einschränkungen kommen. Ab September sollen die Bauarbeiten weitergehen.

Autobahn 9

Auf Behinderungen müssen sich Autofahrer auch auf der Autobahn 9 einstellen. Laut Autobahnbehörde ist die Ausfahrt von Berlin nach Bitterfeld (B100) bis Ende Oktober gesperrt. Auch die Auffahrten von Halle (B100) nach München (A9) sowie von Halle (B100) nach Berlin (A9) sind dicht. Umgeleitet wird von Berlin kommend (A9) nach Landsberg und zurück in Richtung Bitterfeld (B100). Wer von Halle kommt (B100), fährt über die Anschlussstelle Brehna-Ost zu den Auffahrten der A9 in Richtung Berlin und München.

Noch bis ins kommende Jahr wird die Fahrbahn zwischen Großkugel und Leipzig-West in Fahrtrichtung München erneuert. Auch in Richtung Berlin gibt es zwischen Großkugel und Bitterfeld-Wolfen Arbeiten an der Fahrbahn.

Auch zwischen dem Schkeuditzer Kreuz und Bad Dürrenberg wird die Fahrbahn erneuert. Bis 31. Dezember kommt es auf einer Länge von neun Kilometern zu Verkehrsbehinderungen.

Autobahn 14

Vom 2. bis 6. August finden auf der Richtungsfahrbahn Dresden im Bereich der Anschlussstelle Halle/Peißen auf circa einem Kilometer Fahrbahnsanierungen statt. Die Arbeiten werden wechselweise auf dem Last- bzw. Überholstreifen durchgeführt. Der Verkehr wird einstreifig an den jeweiligen Baustellen vorbeigeführt.

Am 25. August finden auf der Richtungsfahrbahn Magdeburg zwischen den Anschlussstellen Schönebeck und Magdeburg-Reform Brückenprüfungen statt. Aus diesem Grund werden einzelne Fahrstreifen wechselweise gesperrt, der Verkehr wird einstreifig an den Baustellen vorbeigeführt.

Autobahn 9/Autobahn 38

Vom 2. August bis 14. September werden am Kreuz Rippachtal die Arbeiten des vierten Bauabschnitts durchgeführt. Dieser umfasst die Einfahrten und jeweils anliegenden Rampen für den von der A9 sowohl aus Richtung Berlin als auch aus Richtung München kommenden und auf die A38 in Richtung Göttingen fahrenden Verkehr.

Die Umleitungen sind wie folgt geplant: Sowohl der von der A9 aus Richtung München als auch der aus Richtung Berlin kommende Verkehr wird auf der A38 in Richtung Leipzig zur nächsten Anschlussstelle 28 Lützen geleitet, muss dort abfahren und auf die A38 in Richtung Göttingen wieder auffahren.

Autobahn 36

Auch auf der A36 muss mit Behinderungen gerechnet werden: In Fahrtrichtung Braunschweig werden zwischen den Anschlussstellen Halberstadt und Wernigerode-Nord vom 25. Juli bis 15. August Erneuerungsarbeiten durchgeführt. In diesem Zeitraum sind auf beiden Richtungsfahrbahnen jeweils die linken Fahrstreifen gesperrt, der Verkehr wird über den rechten Fahrstreifen an der Baustelle vorbeigeführt. In Fahrtrichtung Bernburg wird die Fahrbahn zwischen Quedlinburg-Ost und Aschersleben-West erneuert.

Autobahn 38

Am 21. August werden auf beiden Richtungsfahrbahnen zwischen den Anschlussstellen Bad Lauchstädt und Merseburg-Süd Verkehrszeichenträger montiert. Dazu werden auf jeweils circa 300 Metern Länge die Last- und Standstreifen gesperrt. Der Verkehr wird jeweils einstreifig über den linken Fahrstreifen an der Baustelle vorbeigeführt.

Wären Nachtbaustellen nicht eine gute Lösung?

Nicht unbedingt, wie Peter Stempel erläutert, der in der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH den Geschäftsbereich Bau und Erhaltung leitet: "In der Nacht ist das Unfallrisiko höher, außerdem leiden Produktivität und Qualität. Darüber hinaus müssen Anwohner in ihrer Nachtruhe vor Baustellenlärm geschützt werden, genauso wie die Tierwelt." Und nicht zuletzt seien Nachtbaustellen auch mit erheblich höheren Kosten verbunden und würden deshalb nur dann durchgeführt, wenn es unbedingt notwendig ist, beispielsweise um eine Vollsperrung so kurz wie möglich zu halten.

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MDR/Gero Hirschelmann

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 12. Juli 2021 | 07:13 Uhr

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