Messer in der Post Polizei ermittelt wegen Drohbriefen im Justizministerium

Seit mehr als einem Jahr erhält eine Mitarbeiterin im Justizministerium Sachsen-Anhalt Drohbriefe. Die Polizei wurde aber erst eingeschaltet, als der Fall eskalierte. Ende Juni wurde dem Opfer ein Messer mit einer Nachricht geschickt. Das Justizministerium bestätigt den Einsatz der Ermittlungsbehörden.

Ein großes, gelbes Haus mit weißen Verzierungen
An eine Mitarbeiterin des Justizministeriums von Sachsen-Anhalt wurden Drohbriefe verschickt. Bildrechte: © Ajepbah / Wikimedia Commons / Lizenz: CC-BY-SA-3.0 DE

Eine Mitarbeiterin im Magdeburger Justizministerium hat über Monate hinweg Drohbriefe erhalten. Polizeibeamte sollen nun vor Ort ermitteln, Kollegen befragen und Beweise sichern. Das Justizministerium teilte MDR SACHSEN-ANHALT auf Nachfrage mit, dass der Sachverhalt dem Ministerium bekannt sei und die zuständige Polizeibehörde "aktiv eingeschaltet" habe.

Drohbriefe seit Monaten

Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT aus dem Umfeld der Polizei eskalierte die Situation Ende Juni, als die Mitarbeiterin mit der Hauspost eine Mappe mit einem Messer erhielt und einem Zettel, der als Morddrohung oder Aufforderung zum Selbstmord interpretiert werden kann. Die Behörde soll daraufhin die Polizei eingeschaltet haben.

MDR-Recherchen zufolge ist der Absender der systematisch zugestellten Drohbriefe unbekannt. Die Briefe enthalten offenbar Andeutungen über die Attraktivität der Frau. Auch habe jemand auf einem Foto ihre Augen ausgestochen.

Justizministerium bestätigt Fall

Das Justizministerium erklärte dazu, weitere Informationen seien mit Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren und das Persönlichkeitsrecht der betroffenen Person nicht möglich. Der Schutz der Person habe die höchste Priorität. Das Ministerium unterstütze die Ermittlungsbehörden.

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MDR SACHSEN-ANHALT

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. Juli 2022 | 15:00 Uhr

1 Kommentar

Haller vor 5 Wochen

Lächerlich

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