Pandemie Sachsen-Anhalt befreit Geboosterte nicht von Corona-Testpflicht bei 2G-Plus

Auch Geboosterte müssen sich in Sachsen-Anhalt weiter testen lassen, wenn die 2G-Plus-Regel gilt. Das hat die Landesregierung am Freitag bekanntgegeben und mit den hohen Inzidenzen in Sachsen-Anhalt begründet. In anderen Bundesländern entfällt die Testpflicht für Personen, die dreimal gegen das Coronavirus geimpft wurden.

Aufgezogene Spritzen mit dem Wirkstoff Moderna für eine Booster Impfung gegen Covid19
Geboosterte in Sachsen-Anhalt müssen sich weiter testen lassen. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / Jochen Eckel
Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt
Petra Grimm-Benne (SPD) Bildrechte: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt wird vorerst nicht auf zusätzliche Tests für Geimpfte mit einer Auffrischungsimpfung verzichten, wenn 2G-Plus-Regeln gelten. "Wir haben uns entschieden, den Gesundheitsminister-Beschluss vorerst nicht umzusetzen, dass wer geboostert ist, sich nicht mehr testen lassen braucht", sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Freitag.

Die Inzidenzen in Sachsen-Anhalt sind aktuell zu hoch. Nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen können auch Geboosterte noch ansteckend sein und das Virus übertragen. Das sollten wir auch vor dem Hintergrund der neuen Omikron-Variante berücksichtigen.

Petra Grimm-Benne (SPD) Sozialministerin

Am Dienstag hatten sich Bund und Länder auf den Wegfall der Testpflicht für Geboosterte verständigt, nachdem einige Länder schon so vorgehen. Konkret geht es um Corona-Regeln nach dem Modell 2G-Plus – also wenn bei Zugang nur für Geimpfte und Genesene (2G) zusätzlich ein negativer Corona-Test verlangt wird.

2G-Regelung für Einzelhandel wird nicht gekippt

Laut Grimm-Benne soll das Kabinett die neue Corona-Landesverordnung am Montag im Umlaufverfahren beschließen. An der 2G-Regelung für den Einzelhandel solle sich nichts ändern – auch nicht, nachdem in Niedersachsen diese Regelung vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg gekippt worden ist. "Wir haben eine sehr hohe Inzidenz, darum haben wir den MPK-Beschluss zur Einführung von 2G im Einzelhandel umgesetzt – wie die anderen Bundesländer auch", betonte die Ministerin.

Sollte die Regelung in Sachsen-Anhalt gerichtlich gekippt werden, müsste das in die Landesverordnung eingebaut werden. "Im Augenblick ist es so, dass wir sagen, dass auch diese Regelung zum Maßnahmenkatalog zur Eindämmung der Corona-Pandemie gehört und umgesetzt werden muss", sagte Grimm-Benne.

dpa, MDR (Gero Hirschelmann, Mario Köhne)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 17. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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