COVID-19 Das Coronavirus in Sachsen-Anhalt – eine Chronologie

Mitte März 2020 hatte es die ersten nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Sachsen-Anhalt gegeben. Einschränkungen des öffentlichen Lebens waren die Folge. Nach schrittweisen Lockerungen im Sommer gehen die Corona-Zahlen inzwischen wieder nach oben und schärfere Regeln werden erlassen. Lesen Sie hier, was bisher geschah.

Eine Grafik, die eine Pressekonferenz der Landesregierung in Sachsen-Anhalt und schemenhaft Corona-Viren zeigt.
Auf Pressekonferenzen informiert die Landesregierung regelmäßig über die aktuelle Lage und erforderliche Maßnahmen für Sachsen-Anhalt. Bildrechte: MDR/dpa/imago images/Hollandse Hoogte

März 2021

Montag, 29. März – 11. Corona-Verordnung tritt in Kraft

Eine Woche nach einem erneuten Bund-Länder-Treffen, dessen verabredete "Osterruhe" nur kurz darauf wieder gekippt worden war, gilt in Sachsen-Anhalt eine aktualisierte Verordnung, die nunmehr elfte Corona-Eindämmungsverordnung. Die meisten Regeln bleiben bestehen, so sind Schulen weiterhin geöffnet und die Kontaktregeln richten sich nach den Inzidenzen in den Kreisen und kreisfreien Städten mit dann jeweils eigenen dort geltenden Verordnungen.

Neu ist, dass Regionen versuchsweise Öffnungen im Rahmen von Modellprojekten bei der Landesregierung beantragen können. Sie könnten ab dem 6. April starten, wenn die besonderen Maßnahmen – etwa Öffnung gegen Schnelltests – genehmigt werden. Ab Inzidenzen oberhalb der 200er-Marke kann die Genehmigung zurückgezogen werden.

Dienstag, 23. März – Corona-Lockdown bis zum 18. April

Sachsen-Anhalt hält am jetzigen Corona-Lockdown im Grundsatz bis zum 18. April fest. Das kündigte Ministerpräsident Haseloff auf einer Pressekonferenz am Dienstag an. Schulen bleiben wie bisher geöffnet. Haseloff teilte außerdem mit, dass die von Bund und Ländern vereinbarte Osterruhe in Sachsen-Anhalt voll umgesetzt werde. Demnach wird bereits der Gründonnerstag eine Art Feiertag. Am Karsonnabend dürfen lediglich Lebensmittelläden öffnen. Drogerien zählen laut Gesundheitsministerin Grimm-Benne nicht dazu.

Montag, 8. März – Weitere Lockerungen der Corona-Regeln

In Sachsen-Anhalt gelten neue Corona-Regeln. Das betrifft neben Kontaktbeschränkungen auch die Ladenöffnungen. Laut Landesverordnung dürfen sich Mitglieder eines Haushalts mit maximal fünf Menschen eines zweiten Hausstands treffen - Kinder unter 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Außerdem dürfen Einzelhändler wieder Kunden in kleinen Gruppen bedienen, wenn diese vorher einen Termin gebucht haben. Zudem ist Kosmetiksalons, Massage-, Nagel- und Tattoostudios erlaubt, unter den gleichen Vorgaben zu öffnen wie Museen, Archive und Bibliotheken.

Montag, 1. März – Schule, Friseur, Baumarkt, Gärtnerei öffnen wieder

Schülerinnen und Schüler kehren nach mehreren Monaten wieder in ihre Klassenzimmer zurück. An den Grundschulen bekommen die Kinder täglichen Präsenzunterricht in festen Klassen. Die älteren Jahrgänge werden in Gruppen geteilt und lernen im Wechsel in der Schule und zuhause. Gleichzeitig endet auch der Notbetrieb in den Kitas. Lediglich im Burgenlandkreis bleiben Schulen und Kitas wegen des überdurchschnittlich hohen Infektionsgeschehens weiterhin im Notbetrieb.

Öffnen dürfen in Sachsen-Anhalt ab heute auch wieder Friseursalons und Fußpflegestudios sowie Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Fahrschulen. Für alle gelten strenge Hygiene-Auflagen wie Maskenpflicht oder vorherige Terminvereinbarung.

Februar 2021

Mittwoch, 11. Februar – Corona-Lockdown bis 10. März verlängert - ab März Lockerungen bei Kitas, Schulen, Friseuren, Fußpflege

Sachsen-Anhalt verlängert den Corona-Lockdown bis zum 10. März. Das ist drei Tage länger, als Bund und Länder verabredet hatten. Die Landesregierung stellt bei einer positiven Entwicklung der Infektionszahlen aber schon vorher Lockerungen in Aussicht. Voraussetzung sei, dass die wöchentliche Zahl der Infektionen auf 100.000 Einwohner im Land unter 50 sinkt.

Erste Änderungen gibt es ab März für Kindergarten-Kinder und Schüler. Die Kitas gehen im März in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Damit stehen sie wieder allen Kindern offen. Sie sollen dabei in festen Gruppen und möglichst immer von den gleichen Erzieherinnen und Erziehern betreut werden. Ebenfalls ab 1. März sollen auch die Schulen wieder schrittweise öffnen, die Grundschulen sollen dabei den Anfang machen. Außerdem können die Sachsen-Anhalter ab März wieder zum Friseur und zur Fußpflege gehen.

Januar 2021

Montag, 25. Januar – Verschärfte Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Einkaufsläden

In Sachsen-Anhalt gelten seit Mitternacht verschärfte Corona-Regeln. In Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen dürfen nur noch OP- oder Filtermasken verwendet werden. Stoffmasken sind nicht mehr erlaubt. Arbeitgeber sind zudem stärker verpflichtet, ihren Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen. Außerdem wurden die meisten der bereits bestehenden Beschränkungen bis zum 14. Februar verlängert, darunter der Notbetrieb an Schulen und Kitas.

Mittwoch, 20. Januar – neue Corona-Regeln ab Montag

In Sachsen-Anhalt gelten ab 25. Januar neue Corona-Regeln. Demnach müssen in Bussen und Bahnen sowie Geschäften medizinische Masken (FFP2- oder OP-Masken) getragen werden. Außerdem sollen die Kontaktregeln etwas gelockert werden. Damit sollen sich Familien bei der Kinderbetreuung unterstützen können. Es ist dann erlaubt, Kinder bis 14 Jahre von maximal zwei Haushalten zu betreuen. Dabei sollen möglichst feste Betreuungsgruppen gebildet werden.

Freitag, 15. Januar – Erste Impfung durch zweite Spritze abgeschlossen

Eine Pflegeheim-Bewohnerin aus Halberstadt, die deutschlandweit die erste Impfspritze gegen Covid-19 erhalten hat, hat etwa drei Wochen später auch die zweite Spritze erhalten. Mit dieser zweiten Impfrunde ist die 101-jährige Edith Kwoizalla vollständig gegen Corona geimpft. Auch andere Patientinnen und Patienten in Altenpflegeheimen erhalten zum zweiten Mal eine Impfdosis und somit den vollen Impfschutz.

Dienstag, 12. Januar – Schulschließungen bis Ende Februar angekündigt

Der Distanzunterricht an Sachsen-Anhalts Schulen wird wohl mindestens bis Ende Februar verlängert. Das hat Bildungsminister Marco Tullner (CDU) bekannt gegeben. Auch die Winterferien, die vom 8. bis zum 13. Februar gehen, sollen nicht verlegt werden.

Und: Die Regierung beschließt, dass Eltern die Gebühren für Januar erstattet bekommen, weil die Kindertagesstätten und Horte in Sachsen-Anhalt geschlossen sind. Das Land entschädigt die Kommunen.

Montag, 11. Januar – Corona-Maßnahmen in Kraft und erste Impfzentren öffnen

Die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sind am Montag in Kraft getreten. Die neuen Regeln gelten bis Ende Januar.

Am Montag nahmen zudem die ersten Impfzentren ihren Betrieb auf. Zunächst öffneten die Zentren in Zorbau (Burgenlandkreis), in Wolfen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld), in Halle, Merseburg (Saalekreis), Quedlinburg (Harz), Sangerhausen (Mansfeld-Südharz), Burg (Jerichower Land) und Staßfurt (Salzlandkreis). Länger dauert es zum Beispiel in Magdeburg und Dessau-Roßlau, da dort nicht genügend Impfdosen zur Verfügung stehen. Vielerorts sind die Termine bereits für Wochen vergeben.

Freitag, 8. Januar: Landesregierung beschließt Bewegungseinschränkungen in Hotspots

Sachsen-Anhalt übernimmt die bundesweiten Lockdown-Regeln. Das hat die Landesregierung beschlossen. Schulen und Kindergärten bleiben damit bis auf eine Notbetreuung bis Ende Januar geschlossen. Die geltenden Kontaktbeschränkungen werden verschärft. In sogenannten Hotspot-Regionen, also Landkreisen und kreisfreien Städten mit Inzidenzwerten von über 200, wird die Mobilität der Menschen eingeschränkt. Ministerpräsident Haseloff erklärte, dort dürfe man sich dann nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um seinen Wohnort bewegen. Haseloff nannte die Regelungen angesichts der noch immer hohen Infektionszahlen unausweichlich. Verstöße der Maßnahmen werden mit Bußgeldern geahndet.

Dezember

Samstag, 26. Dezember: Deutschlandweit erste Corona-Impfung in Halberstadt

In Halberstadt im Landkreis Harz hat am zweiten Weihnachtstag eine 101-Jährige als erste Person in Deutschland den Impfstoff des Unternehmens Biontech/Pfizer erhalten. Mit ihr wurden in einem Pflegeheim weitere Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft. Der offizielle Impfstart erfolgte einen Tag später am 27. Dezember 2020.

Mittwoch, 16. Dezember: Shutdown in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt geht in einen härteren Shutdown. Bund und Länder hatten sich zuvor auf eine bundesweite Regelung geeinigt. Unter anderem soll der Einzelhandel bis auf wenige Ausnahmen geschlossen werden. Schulen und Kitas stellen auf Notbetreuung um, außerdem gelten neuen Kontaktbeschränkungen – auch über Weihnachten und bis einschließlich 10. Januar 2021. Ministerpräsident Reiner Haseloff hat am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag betont, warum der Shutdown wichtig ist.

Dienstag, 1. Dezember: Neue Regeln treten in Kraft

Mit Dezemberbeginn treten von Bund und Ländern neu beschlossene Regeln in Kraft. Auch in der Vorweihnachtszeit müssen zahlreiche Betriebe und Einrichtungen geschlossen bleiben, darunter Kulturstätten, wie Kinos und Museen, sowie Gastronomie-Betriebe, wie Restaurants und Bars. Die Maskenpflicht gilt nun auch vor Geschäften sowie auf Parkplätzen. Die Kontaktbeschränkungen werden verschärft: Es dürfen sich fünf Personen aus maximal zwei Haushalten gleichzeitig treffen.

November

Mittwoch, 25. November: Teil-Lockdown wird verlängert

Sachsen-Anhalt steckt seit fast einem Monat im Teil-Lockdown. Kulturstätten und Gastronomie sind geschlossen. Doch das erwünschte Ziel ist noch nicht erreicht: Die 7-Tage-Inzidenz liegt in fast allen Teilen Deutschlands noch weit über 50. Also beschließen Bund und Länder, die Corona-Verschärfungen zu verlängern. Sie gelten jetzt bis einschließlich 20. Dezember – mit einigen Verschärfungen.

Montag, 2. November: Teil-Lockdown in Deutschland gestartet

In Sachsen-Anhalt wird das öffentliche Leben in weiten Teilen heruntergefahren. Aber auch bundesweit müssen Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen weitgehend schließen. Auch für persönliche Treffen gelten neue Regeln: Maximal dürfen nur noch zwei Haushalte zusammenkommen. Die strengeren Maßnahmen gelten bis Ende November.

Ministerpräsident Reiner Haseloff appelliert an die Menschen im Land, die neuen Maßnahmen einzuhalten. Die Lage sei sehr ernst, und eine Notlage des Gesundheitssystems müsse verhindert werden.

Oktober

Donnerstag, 29. Oktober: Sachsen-Anhalt folgt bundesweiten Einschränkungen – mit einigen Ausnahmen

Sachsen-Anhalt wird die von Bund und Ländern beschlossenen Regeln zur Eindämmung der Pandemie mit wenigen Ausnahmen umsetzen. Darüber informieren Ministerpräsident Haseloff und Gesundheitsministerin Grimm-Benne. Anders als im Frühjahr bleiben demnach aber Zoos, Archive, Kosmetikstudios oder Bibliotheken geöffnet – insgesamt all jene Angebote, die zur Bildung, für Kinder und Jugendliche oder für Senioren bedeutet sind. Anschließend – also zum 1. Dezember – will das Land wieder zu seinem "Sachsen-Anhalt-Weg" zurückkehren.

Mittwoch, 28. Oktober: Bund und Länder beschließen drastische Einschränkungen

Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschließen zur Eindämmung der Pandemie drastische Einschränkungen. Demnach sollen ab 2. November bundesweit unter anderem sämtliche Gastronomie-Betriebe schließen. Die Regeln gelten auch für Freizeiteinrichtungen wie Theater oder Kinos. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) kündigt an, den "Sachsen-Anhalt-Weg" bis Ende November auszusetzen. Bedeutet: Sämtliche Einschränkungen gelten trotz vergleichsweise niedriger Infektionszahlen auch hierzulande.

Haseloff sagt, das sei nötig, um eine "drohende nationale Notlage im Gesundheitssystem" abzuwenden.

Dienstag, 27. Oktober: Regierung ermöglicht Bußgelder für Maskenverweigerer – Gericht kippt Beherbergungsverbot

In Sachsen-Anhalt dürfen Landkreise und kreisfreie Städte nun ein Bußgeld für Maskenverweigerer verhängen. Das hat die Landesregierung entschieden – als letzte in ganz Deutschland. Die Regeln sehen vor, dass bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35 und mehr ein Bußgeld bis 50 Euro und bei einem Wert über 50 ein Bußgeld bis 75 Euro ausgesprochen werden kann.

Außerdem setzt das Oberverwaltungsgericht Magdeburg das umstrittene Beherbergungsverbot für Urlauberinnen und Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots vorläufig außer Kraft. Das Gericht argumentiert, die Regelung sei nicht verhältnismäßig.

Montag, 26. Oktober: Mansfeld-Südharz und Salzlandkreis verschärfen Corona-Regeln – Magdeburg nun Hotspot

Der Landkreis Mansfeld-Südharz verschärft seine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Landrätin Angelika Klein (Die Linke) erlässt per Allgemeinverfügung strengere Vorgaben für Feiern und Veranstaltungen. Demnach dürfen an privaten Feiern generell nur noch 20 Personen teilnehmen. Ausgenommen sind Feiern mit Angehörigen aus maximal zwei Hausständen oder mit nahen Verwandten. Bei fachkundiger Organisation dürfen in geschlossenen Räumen maximal 100, unter freiem Himmel bis zu 200 Personen an Veranstaltungen teilnehmen.

Auch der Salzlandkreis kündigt schärfere Regeln an, die ab 27. Oktober gelten sollen. Neben Einschränkungen für private Feiern ist eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum vorgesehen – überall dort, wo kein Abstand gehalten werden kann.

Unterdessen überschreitet Magdeburg am Montag die 7-Tage-Inzidenz von 50 – und das recht deutlich. Sie liegt bei 79. Oberbürgermeister Trümper kündigt strengere Regeln ab Mittwoch an, darunter eine Sperrstunde in der Gastronomie.

Donnerstag, 22. Oktober: Halle führt Masken-Pflicht in Innenstadt ein

In der Innenstadt von Halle ist ab sofort ein Mund-Nasen-Schutz fällig. Damit ist Halle die erste Kommune in Sachsen-Anhalt, die im Freien eine Masken-Pflicht einführt. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte, Alltags-Masken müssten auf der beliebten Einkaufsmeile, der Leipziger Straße sowie dem Vorplatz zum Hauptbahnhof getragen werden. Auch in anderen Bereichen sollen verschärfte Regeln gelten.

Mittwoch, 21. Oktober: Jerichower Land erstes Risikogebiet in Sachsen-Anhalt

Der Landkreis Jerichower Land ist das erste Corona-Risikogebiet in Sachsen-Anhalt. Wie der Kreis mitteilte, hat die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen einen Wert von 68,89 erreicht. Ab einem Wert von 50 gilt ein Landkreis bundesweit als Risikogebiet. Auslöser für den Anstieg sind vor allem private Feiern – für sie gelten nun schärfere Regeln. Landrat Steffen Burchhardt appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, in den kommenden Tagen noch mehr Vorsicht walten zu lassen.

Dienstag, 20. Oktober | Hot-Spot-Management und Härtefallprogramm

In Sachsen-Anhalt werden die Corona-Beschränkungen erst einmal nicht weiter gelockert. Ministerpräsident Reiner Haseloff kündigte in einer Pressekonferenz an, ein Hot-Spot-Management aufzubauen. Damit soll lokal auf Ausbrüche mit erhöhten Infektions-Zahlen reagiert werden. Das Land will zudem mit bis zu 400 Mitarbeitern aus der eigenen Verwaltung aushelfen, wenn die Gesundheitsämter in den Städten und Kreisen ihre Arbeiten nicht mehr alleine bewältigen können. Außerdem legt Sachsen-Anhalt ein Härtefallprogramm auf. Das soll Unternehmen helfen, die Nachteile haben, weil die Corona-Maßnahmen Anfang November doch nicht gelockert werden. Das Geld ist für Betreiber von Clubs und Diskotheken aber auch für Ausrichter von Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern vorgesehen.

Donnerstag, 15. Oktober | Clubs, Bars und Diskotheken bleiben dicht

Die Bars, Clubs und Diskotheken dürfen doch nicht ab dem 1. November öffnen. Das hat Ministerpräsident Reiner Haseloff am Rande einer Landtagssitzung angekündigt. Er sagte, vor dem Hintergrund der gesamtdeutschen Situation und auch der leicht steigenden Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt sei es derzeit nicht gerechtfertigt, solche Einrichtungen zu öffnen. Haseloff kündigte zudem an, das Beherbergungsverbot aufrechtzuerhalten.

Dienstag, 13. Oktober | Vorerst doch keine Lockerungen der Corona-Beschränkungen

Aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen hat die Landesregierung entschieden, das der Status Quo der achten Verordnung in Sachsen-Anhalt zunächst bestehen bleiben wird. Die weiteren Schritte zur Öffnung, die im Raum standen, sollen vorerst ausgesetzt werden.

Eigentlich hätten ab dem 1. November nicht mehr nur 500, sondern bis zu 1.000 Menschen zu größeren Feiern in Räumen zusammenkommen dürfen. Offen ist auch, ob Bars, Clubs und Diskotheken wie ursprünglich geplant am 1. November öffnen dürfen.

September

Dienstag, 29. September | Nach Gipfel mit Kanzlerin: Sachsen-Anhalt bleibt bei eigenen Corona-Regeln

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länder-Ministerpräsidenten haben am 29. September beschlossen, ein Bußgeld von mindestens 50 Euro einzuführen, wenn im Restaurant bei Gästelisten falsche Angaben gemacht werden. Nur in Sachsen-Anhalt soll das nicht durchgesetzt werden. Auch eine strengere Neuinfektions-Ampel und ein Bußgeld für Maskenverweigerer, wie sie in den anderen Ländern gelten sollen, lehnte Ministerpräsident Reiner Haseloff für Sachsen-Anhalt ab.

Dienstag, 15. September | Neue Corona-Lockerungen beschlossen

Sachsen-Anhalts Landesregierung hat weitere Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen beschlossen. Wie die Staatskanzlei mitteilte, dürfen fachkundig organisierte Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bis zu 500 Gäste haben. Ab November würden 1.000 Besucher erlaubt. Für noch größere Sport- und Kulturveranstaltungen können die Kommunen demnach Ausnahmegenehmigungen beantragen. Außerdem sollen Diskotheken im November wieder öffnen können, wenn sie nur zu 60 Prozent ausgelastet sind und auf Abstände geachtet wird.

Dienstag, 1. September | Neue Verordnung vorgestellt: Diskos öffnen ab November, Maskenpflicht wird stärker kontrolliert

Die Landesregierung hat am 1. September die neue, die achte Verordnung vorgestellt, die ab dem 17. September gilt. Demnach will Sachsen-Anhalt ab dem 1. November Clubs und Diskotheken mit einem entsprechenden Hygienekonzept wieder öffnen. Weihnachtsmärkte und Karnevalsfeiern sollen unter Voraussetzungen stattfinden dürfen.

Die Einhaltung der Maskenpflicht soll stärker kontrolliert werden.

August

Dienstag, 18. August | Regierung beschließt zwei Tage Maskenpflicht zu Schulbeginn

Schüler und Lehrer in Sachsen-Anhalt müssen nach den Sommerferien zwei Tage lang in der Schule Masken tragen. Das hat die Landesregierung entschieden. Die Pflicht gilt auf dem gesamten Schulgelände, nicht aber während des Unterrichts. Mit der Maskenpflicht soll es laut Bildungsminister Tullner möglich sein, den Gesundheitszustand aller Lehrer und Schüler zu überprüfen und das neue Hygienekonzept bekannt zu machen.

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss binnen drei Tagen einen Coronavirus-Test machen. Ohne negatives Testergebnis dürfen Schüler und Lehrer nicht aufs Schulgelände.

Juli

Donnerstag, 2. Juli | Neue Corona-Lockerungen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gilt eine neue Corona-Verordnung. Kontaktverbote wurden durch Empfehlungen ersetzt. So wird beispielsweise empfohlen, sich nur mit maximal zehn Personen zu treffen. Private Feiern sind auf 50 Teilnehmer begrenzt. Ist die Feier oder Veranstaltung jedoch fachkundig organisiert, dürfen 250 Personen in Innenräumen oder 1.000 Personen im Freien teilnehmen. Außerdem können Gastronomen wieder ein Buffet anbieten und Sportwettkämpfe sind auch erlaubt. Grundsätzlich gelten nach wie vor die Hygiene- und Abstandsregeln inkl. Mund-Nasen-Schutz.

Juni

Dienstag, 30. Juni | Grundschule in Salzwedel öffnet wieder

Die nach einem Corona-Fall geschlossene Perver-Grundschule in Salzwedel ist wieder geöffnet. Die Tests von 220 Schülern und Mitarbeitern fielen allesamt negativ aus. Unter Quarantäne stehen damit nur noch die direkten Kontaktpersonen der positiv getesteten Mitarbeiterin.

Donnerstag, 25. Juni | Schule in Salzwedel wegen Coronavirus geschlossen

In Salzwedel ist eine Grundschule nach einer bestätigten Coronavirus-Infektion geschlossen worden. Laut Altmarkkreis Salzwedel ist eine Mitarbeiterin des Horts im Stadtteil Perver positiv getestet worden. Insgesamt wurden rund 200 Menschen in Quarantäne geschickt. Das betrifft sämtliche Hortkinder, Lehrer, Horterzieher und das technische Personal.

Dienstag, 23. Juni | Weitere Corona-Lockerungen in Sachsen-Anhalt angekündigt

In Sachsen-Anhalt sind weitere Corona-Lockerungen geplant. Ab 2. Juli sind wieder Open-Air-Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen erlaubt, auch Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und private Feiern sind wieder in größerem Umfang möglich. Außerdem dürfen wieder Sportwettkämpfe und Fußballspiele ausgetragen werden. Alle Lockerungen sind aber weiter mit Auflagen verbunden. Die neue Verordnung des Landes soll am 30. Juni beschlossen werden und bis Mitte September gelten.

Sonnabend, 20. Juni | Magdeburg stellt 19 Hausaufgänge unter Quarantäne

In den Magdeburger Stadtteilen Neue Neustadt und Salbke werden insgesamt 19 Hausaufgänge unter Quarantäne gestellt. Dazu hat die Stadt sich nach einer Krisensitzung am 20. Juni entschlossen. Grund ist, dass bisherige Quarantänemaßnahmen und die Kommunikation mit dem Gesundheitsamt nicht im erwünschten Maße funktioniert hätten. Die betroffenen Anwohner sollen laut Stadt von Hilfsorganisationen mit Lebensmitteln versorgt werden, Ordnungsamt und Polizei sollen prüfen, ob die Quarantäne eingehalten wird.

Donnerstag, 18. Juni | Kein Lockdown trotz zahlreicher Neuinfektionen in Magdeburg

Seit einer Woche steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Landeshauptstadt. Am Donnerstag waren es insgesamt 194 Coronavirus-Fälle. Elf Schulen und auch mehrere Jugend- und Freizeiteinrichtungen wurden mittlerweile geschlossen. Trotz des Anstiegs soll es laut Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) keinen neuen Lockdown geben.

Sonntag, 14. Juni | Zahlreiche Neuinfektionen in Magdeburg gemeldet

Aus Magdeburg werden innerhalb weniger Tage 32 Neuinfektionen gemeldet. Schon einige Tage zuvor hatte die Stadt nach Bekanntwerden eines Ausbruchs innerhalb mehrerer rumänischer Familien verordnet, dass mehrere Schulen vorläufig wieder geschlossen werden.

Donnerstag, 11. Juni | Regierungserklärung: Zweite Infektionswelle verhindern

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat in seiner Regierungserklärung zur Corona-Krise betont, dass alles dafür getan werden müsse, eine zweite Infektionswelle zu verhindern. Ein zweiter Shutdown mit weiteren Hilfsmilliarden und langjährigen Verschuldungsstrategien sei politisch nicht zu bewältigen, sagte Haseloff. Außerdem rief der Ministerpräsident die Sachsen-Anhalter auf, wieder Restaurants, Theater oder Kinos zu besuchen. Wegen der geringen Zahl von Corona-Neuinfektionen bestehe kein Grund, sich einzuigeln. Die Auswirkungen der Pandemie würden die Gesellschaft aber noch lange beschäftigen. - In Sachsen-Anhalt gab es bislang 1.733 bestätigte Corona-Infektionen.

Dienstag, 2. Juni | Schulen und Kitas starten in eingeschränkten Regelbetrieb

Die einen haben es herbeigesehnt, andere fürchten sich davor: So oder so beginnt am 2. Juni wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb an den Kitas und Schulen in Sachsen-Anhalt. Gearbeitet wird zunächst mit einem sogenannten Wechselmodell, das in den Schulen Präsenz- und Fernunterricht abwechselt.

Mai

Donnerstag, 28. Mai | Umfangreiche Lockerungen treten in Kraft

In Sachsen-Anhalt treten umfangreiche Corona-Lockerungen in Kraft. Ab sofort dürfen sich wieder bis zu zehn Personen im privaten Umfeld treffen. Zudem sind private Feiern wie Hochzeit, Trauerfall oder Geburtstag mit bis zu 20 Teilnehmern erlaubt. Schwimmbäder, Sportstudios, Kinos, Theater und Freizeitparks können wieder öffnen. Das Besuchsverbot für Krankenhäuser wird aufgehoben. Die Hotels in Sachsen-Anhalt dürfen wieder Gäste aus ganz Deutschland beherbergen.

Dienstag, 26. Mai | Landesregierung beschließt weitere Lockerungen

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat weitreichende Corona-Lockerungen beschlossen. Rund zwei Monate nach Beginn der Maßnahmen sollen ab 28. Mai unter anderem Schwimmbäder, Kinos und Theater wieder öffnen. Außerdem sollen private Feiern mit bis zu 20 Personen und Hochzeiten mit bis zu 100 Gästen erlaubt sein. Trotzdem gelten weiterhin Abstands- und Hygiene-Regeln.

Außerdem sollen alle Grundschüler spätestens ab 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen. Wie Bildungsminister MarcoTullner mitteilte, ist ein eingeschränkter Regel-Betrieb geplant. Das bedeutet, dass die Kinder in ihrer gewohnten Klasse zusammenbleiben. Ältere Jahrgänge sollen ab dem 2. Juni in kleinen Gruppen abwechselnd zuhause und in der Schule lernen.

Freitag, 22. Mai | Hotels dürfen wieder Urlauber beherbergen

In Sachsen-Anhalt dürfen Hotels und Pensionen wieder Urlauber übernachten lassen, allerdings zunächst nur aus Sachsen-Anhalt selbst. Dafür, dass die Herbergs-Häuser auch Touristen aus anderen Bundesländern bei sich einchecken lassen dürfen, muss das Regierungskabinett zunächst die sechste Eindämmungsverordnung beschließen.

Montag, 18. Mai | Erste Gastronomen öffnen wieder

Nach wochenlanger Zwangspause kann man in Sachsen-Anhalt wieder in Restaurants, Cafés und Kneipen gehen. Dem Branchen-Verband DEHOGA zufolge wird aber erstmal nur ein kleiner Teil aufmachen. Grund seien die strengen Vorgaben. Jedes Lokal brauche eine Sondergenehmigung des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt und ein Hygienekonzept. In Sachsen und Thüringen dürfen Gastwirtschaften bereits seit Freitag Gäste empfangen – allerdings ebenfalls unter Einhaltung von Abstands- und Hygiene-Regeln.

Donnerstag, 14. Mai | Corona-Massentest beim Fleischkonzern Tönnies

In einem eigens dafür aufgestellten Testzentrum in Weißenfels beginnen Mitarbeiter des Burgenlandkreises mit Corona-Tests in der Belegschaft des Fleischkonzerns Tönnies. Bis zu 2.500 Mitarbeiter der drei Tönnies-Standorte in Weißenfels sollen in den kommenden Tagen auf das neuartige Virus getestet werden. Anlass der prophylaktischen Untersuchung waren Ausbrüche in Betrieben der Fleischwirtschaft in anderen Bundesländern.

Mittwoch, 13. Mai | Kita-Öffnung doch noch nicht nach Pfingsten 

Ernüchterung für viele Eltern in Sachsen-Anhalt: Keine 24 Stunden nach der Ankündigung der Sozialministerin Grimm-Benne, nach Pfingsten die Kitas für alle zu öffnen, kommt nun die Rolle rückwärts. Eine Sprecherin sagte MDR SACHSEN-ANHALT auf Nachfrage, Stand Mittwoch gebe es noch gar keine genauen Pläne, wie die Betreuung der Kitas ab Juni aussehen solle. Im Ministerium soll zunächst bis Dienstag ein erster Vorschlag ausgearbeitet werden, um darüber in der Kabinettssitzung zu beraten. Es sei aber unwahrscheinlich, dass bis dahin alle Details geklärt seien, hieß es.

Dienstag, 12. Mai | Gaststätten sollen am 18. Mai öffnen dürfen

Gaststätten in Sachsen-Anhalt dürfen ab 18. Mai öffnen, allerdings nur nach Einzelfallprüfung durch die Kommunen und unter strengen Voraussetzungen. Das hat die Landesregierung bekanntgegeben. Ab 22. Mai sollen dann alle Restaurants öffnen dürfen, mit Ausnahme von Kneipen und Bars. Mitarbeiter müssen Mundschutz tragen. Die Abstandsregeln müssen eingehalten werden und Gäste ihre Kontaktdaten hinterlegen. Ebenfalls ab 22. Mai dürfen Hotels und Pensionen wieder Sachsen-Anhalter beherbergen. Campingplätze und Ferienwohnungen können ab 15. Mai öffnen.

Montag, 11. Mai | Besuche in Pflegeheimen wieder erlaubt, Prüfungen für Realschulabschluss

Von heute an dürfen wieder Besucher in Alten- und Pflegeheime in Sachsen-Anhalt. Es gelten jedoch Einschränkungen. Heimbewohner dürfen nur einen Besucher pro Tag für eine Stunde empfangen. Zudem müssen die Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen, der von der Einrichtung gestellt wird.

Außerdem beginnen für rund 8.000 Schülerinnen und Schüler die Prüfungen für den Realschulabschluss. Laut Bildungsministerium stehen zunächst die Tests im Fach Deutsch auf dem Programm. Am Mittwoch folgt Englisch und am Freitag Mathematik. Die Prüfungstermine hatten sich wegen Corona-Pandemie um drei Wochen verschoben.

Freitag, 8. Mai | Spielplätze wieder geöffnet

Seit heute dürfen in Sachsen-Anhalt Spielplätze wieder genutzt werden. Welche Spielplätze wieder öffnen, liegt in der Entscheidung der einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte. Diese haben in vielen Fällen konkrete Allgemeinverfügungen mit bestimmten Regeln erlassen. Denn auch hier müssen wegen der Corona-Pandemie strenge Hygieneregeln eingehalten werden.

Dienstag, 5. Mai | Ferienhäuser und Restaurants sollen wieder öffnen

Die Landesregierung hat beschlossen, den Übernachtungstourismus ab 15. Mai Schritt für Schritt zu öffnen. Ferienhäuser und -wohnungen dürfen dann wieder an Einheimische vermietet werden. Das Gleiche gilt für Campingplätze. Diese sollen dann nicht nur für Dauercamper, sondern auch für Reisemobile und Wohnwagen mit selbständiger Versorgung geöffnet werden.

Außerdem wurde entschieden, dass Restaurants ab dem 22. Mai wieder öffnen dürfen. Eine maximale Gästezahl wird es nicht geben. Allerdings müssten bestehende Kontaktbeschränkungen (nicht mehr als fünf Personen pro Tisch), Abstandsgebote und Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Montag, 4. Mai | Neue Verordnung in Kraft: Friseure geöffnet, Gottesdienste möglich

Seit heute gilt die neue Corona-Eindämmungs-Verordnung. Mit ihr ist die Kontaktbeschränkung von zwei auf fünf Personen gelockert worden. Zudem dürfen große Geschäfte wieder öffnen sowie Fahrschulen, Friseure, Massage- und Fußpflege-Praxen und Nagel- und Kosmetik-Studios – alles unter Auflagen. In Kirchen und Religionsgemeinschaften darf es wieder Gottesdienste geben.

Außerdem wurde die Notbetreuung in Kindertagesstätten erneut erweitert. Anspruch haben nun auch Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden, von Schülerinnen und Schülern sowie von Studierenden und Beschäftigten in Dienstleistungsbetrieben. An den Grundschulen werden wieder die Viertklässler unterrichtet.

Samstag, 2. Mai | Landesregierung beschließt neue Lockerungen

Sachsen-Anhalts Landesregierung hat deutliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. Damit ist es das erste Bundesland, in dem ab dem 4. Mai nun fünf Menschen zusammen unterwegs sein dürfen, auch wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Außerdem muss es künftig keinen triftigen Grund mehr geben, um das Haus zu verlassen. Ministerpräsident Reiner Haseloff mahnte die Bürgerinnen und Bürger dennoch, die Corona-Krise nicht als beendet anzusehen.

Die Lockerungen sind Teil der mittlerweile fünften Verordnung des Landes zur Eindämmung des Coronavirus. Sie beinhaltet auch Auflagen für Dienstleister wie Friseure und Fahrschulen, die ab Montag wieder öffnen dürfen. Außerdem sind weitere schrittweise Lockerungen geplant, wie die Nutzung von Spielplätzen ab dem 8. Mai sowie eine einstündige Besuchserlaubnis in Alten- und Pflegeheimen ab 11. Mai. Die neue Verordnung tritt am Montag in Kraft und ist vorerst bis zum 27. Mai gültig.

April

Mittwoch, 29. April | Reiseveranstalter demonstrieren für Rettungsschirm

In Magdeburg und Halle haben Reisebüro-Mitarbeiter und Busunternehmer gegen die drohende Pleite wegen der Corona-Pandemie demonstriert. Deren finanzielle Lage ist aus zweierlei Gründen stark beeinträchtigt: Seit den Reiseeinschränkungen fordern Kunden ihr Geld und Reiseveranstalter ihre Provisionen zurück.

Freitag, 24. April | Hotels und Gaststätten machen auf ihre Lage aufmerksam

Hoteliers und Gastronomen haben in mehreren Städten im Land auf ihre bedrohliche Lage in der Corona-Krise aufmerksam machen. Mit der Aktion "Leerer Stuhl" wollten sie auf ihre finanzielle Notlage hinweisen.

Donnerstag, 23. April | Abschlussklassen gehen wieder in die Schule

Nach fünf Wochen Corona-Pause beginnt für die Abschlussklassen wieder die Schule. Insgesamt kehren damit rund 10.000 Jungen und Mädchen der zehnten und zwölften Klassen in Sachsen-Anhalt in den Unterricht zurück. Der mit rund 190.000 Kindern übergroße Teil bleibt weiterhin zu Hause.

Donnerstag, 23. April | Mundschutz-Pflicht eingeführt und weitere Lockerungen

In Sachsen-Anhalt gilt seit Donnerstag eine Mundschutz-Pflicht beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn. Demnach ist jeder Schutz zulässig, der eine Ausbreitung von Tröpfchen beim Husten und Niesen sowie beim Sprechen verringert. Ausreichend sind nach Angaben der Landeregierung auch selbstgeschneiderte Masken sowie Schals oder Tücher, die Mund und Nase bedecken. Die Verordnung gilt zunächst bis zum 4. Mai. Ein Bußgeld ist vorerst nicht geplant.

Die Landesregierung hat zudem über weitere Lockerungen des öffentlichen Lebens entschieden. So sollen Tierparks, Zoologische und Botanische Gärten und ähnliche Freizeitangebote ab sofort wieder unter Auflagen für den Publikumsverkehr öffnen dürfen.

Montag, 20. April | Einzelne Geschäfte wieder geöffnet, Notbetreuung ausgeweitet

Laut neuer Corona-Landesverordnung dürfen ab heute Geschäfte mit einer maximalen Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder öffnen. Geschlossen bleiben generell größere Läden, Restaurants und Kneipen. Ausgenommen davon sind Autohändler, Fahrradgeschäfte, Buchläden, Baumärkte und weiterhin Supermärkte. Außerdem können mehr Eltern ihre Kinder in die Notbetreuung bringen.

Zu Wochenbeginn liegt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Land bei knapp 1.400. Mehr als 900 Patienten sind nach Schätzungen des Sozialministeriums wieder gesund. Die Zahl der verstorbenen Corona-Infizierten liegt bei 31.

Donnerstag, 16. April | Keine schnellen Lockerungen

Ministerpräsident Reiner Haseloff hat sich gegen eine schnelle Lockerung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Bei allen Entscheidungen die getroffen werden, müsse "besonders sorgsam" vorgegangen werden, sagte Haseloff. In Sachsen-Anhalt müsse davon ausgegangen werden, dass 35 Prozent der Bevölkerung besonders gefährdet seien. Dies liege nicht nur am Alter der Menschen sondern auch an Vorerkrankungen.

In Sachsen-Anhalt gilt ab 20. April eine neue Eindämmungs-Verordnung. Das betrifft auch die Schulen im Land. Laut Bildungsministerium sind in den 10. und 12. Klassen sowie Berufsschulen zunächst Konsultationen für anstehende Prüfungen möglich.

Ostermontag, 13. April | Großteil hält sich an Kontaktverbote

Ein großer Teil der Menschen in Magdeburg und Halle hat sich zu Ostern an die geltenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gehalten. In Magdeburg stellten Beamte des Ordnungsamtes am Ostersonntag nur einzelne Verstöße fest. Auch in Dessau-Roßlau seien die Abstandsregeln fast überall eingehalten worden, teilte die Stadt mit.

In Halle hat das Ordnungsamt nach Angaben von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Ostersonntag bei knapp 400 Kontrollen lediglich zwölf Verstöße festgestellt. Das verlängerte Oster-Wochenende ist insgesamt ruhig verlaufen. In Halle, wo es mit 260 nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen zu dem Zeitpunkt vergleichsweise viele Fälle gab, wurde der Katastrophenfall aufgehoben.

Montag, 6. April | Quarantäne in Jessen und Schweinitz aufgehoben

Die Quarantäne in Jessen und Schweinitz wurde aufgehoben. Die zwei Ortsteile der Stadt Jessen (Elster) im Landkreis Wittenberg waren elf Tage lang komplett abgeriegelt, weil es dort besonders viele Corona-Neuinfektionen gab.

Am Anfang der Woche liegt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt bei 989 Fällen. Laut Sozialministerium werden 107 Menschen im Krankenhaus behandelt. Die gute Nachricht: Schätzungsweise sind 422 Personen wieder genesen. Damit hat knapp die Hälfte der Erkrankten das Virus überwunden.

Donnerstag, 2. April | Landesregierung beschließt Bußgeldkatalog

Das Land Sachsen-Anhalt hat eine dritte Corona-Eindämmungsverordnung erlassen. Wer hierzulande gegen die Beschränkungen verstößt, muss mit Strafen rechnen. Die Landesregierung hat einen Katalog beschlossen, der Bußgelder sowie Geld- und Haftstrafen vorsieht. Eine Übersicht finden Sie hier.

Mittwoch, 1. April | Kontaktbeschränkungen verlängert

Deutschlandweit wurden die Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verlängert. Die Kontaktbeschränkungen bleiben in Sachsen-Anhalt bis zum 19. April bestehen. Das haben Bund und Länder gemeinsam beschlossen. 

März

Montag, 30. März | Ansturm auf Soforthilfen und neue Termine für Abi-Prüfungen

Ansturm bei den Soforthilfe-Anträgen für Kleinunternehmen: Innerhalb von fünf Stunden nach Veröffentlichung der Anträge am Montag sind laut Wirtschaftsministerium rund 5.200 Anträge von Selbständigen und kleinen Firmen eingegangen. Am Ende des Tages waren es fast 15.000.

Sachsen-Anhalts Bildungsministerium hat zwei Termine für die diesjährigen Abiturprüfungen veröffentlicht. Demnach können die Abiturienten zwischen einem ersten Durchgang ab dem 4. Mai und einem zweiten ab dem 2. Juni wählen. Die Vorabi-Klausuren unter Prüfungsbedingungen finden wie geplant bereits davor statt.

Donnerstag, 26. März | Zwei Ortschaften unter Quarantäne, zweiter Todesfall nach Coronavirus-Infektion

Wegen vieler Infektionen mit dem Coronavirus stehen im Landkreis Wittenberg Jessen und Schweinitz nun komplett unter Quarantäne. Zufahrten wurden abgeriegelt, die Orte dürfen nicht verlassen werden.

500 bestätigte Corona-Fälle sind mittlerweile registriert. Am Abend wurde ein zweiter Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion bekannt.

Dienstag, 24. März | Schulschließungen um eine Woche verlängert, Abiturprüfungen verschoben

Schulen und Kitas im Land bleiben mindestens eine Woche länger dicht als bisher geplant. Die Landesregierung hat die verordneten Schließungen wegen der Corona-Krise bis zum 19. April verlängert. Bisher sollten sie bis zu den Osterferien dauern, die nach Ostermontag enden. Im Zuge dessen werden auch die Abiturprüfungen verschoben, weil der eigentlich vorgesehene Termin am 27. April wegen der verlängerten Schulschließungen nicht zu halten ist.

Nach aktuellem Datenstand sind 377 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 74 mehr als am Tag zuvor. Am stärksten betroffen sind noch immer Halle, Magdeburg und der Landkreis Börde.

Montag, 23. März 2020 | Menschen sollen Wohnungen nur in Ausnahmen verlassen

In Sachsen-Anhalt gelten seit Mitternacht verschärfte Bedingungen, die die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollen. Das Land folgt damit zu großen Teilen der Linie, auf die sich am Sonntag Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten geeinigt hatte. Demnach sollen die Menschen bis auf wenige Ausnahmen in ihren Wohnungen bleiben. Die neuen Maßnahmen gelten zunächst für zwei Wochen.

Am Anfang der neuen Woche liegt die Zahl der Menschen, die sich in Sachsen-Anhalt mit dem Coronavirus infiziert haben, bei bislang 303 Fällen.

Sonnabend, 21. März 2020 | Erster Corona-Todesfall in Sachsen-Anhalt

In der Stadt Halle gibt es den ersten Todesfall, der mit dem Coronavirus in Verbindung steht. Die 80-jährige Frau ist nach Angaben der Stadt im Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau gestorben. Demnach war die primäre Todesursache ein Organversagen bei schwerer Vorerkrankung gewesen.

Donnerstag, 19. März 2020 | Tourismus im Land lahmgelegt

Um eine Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wird nun auch der Tourismus in Sachsen-Anhalt lahmgelegt. Laut Sozialministerium müssen Urlauber bis Sonnabend auschecken. Bis zum 19. April dürfen Hotels, Jugendherbergen, Ferienhäuser und Campingplätze keine Touristen mehr aufnehmen.

In Sachsen-Anhalt haben sich inzwischen 152 Menschen mit dem Virus infiziert. Mehrere sind in Kliniken in Quarantäne. Der Großteil der Infizierten stammt aus Halle, Magdeburg und dem Landkreis Börde.

Mittwoch, 18. März 2020 | Viele Einrichtungen und Geschäfte schließen, in Halle sogar die Restaurants

Zur Eindämmung des Coronavirus müssen zahlreiche Geschäfte und Einrichtungen ab heute schließen. Das bedeutet weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben im Land. Dennoch gibt es Ausnahmen, und auch Restaurants dürfen noch öffnen. Die Verordnung der Landesregierung gilt über einen Monat – bis einschließlich 19. April. 

In Halle verschärft sich die Corona-Situation weiter: Dort sollen auch sämtliche Gaststätten und Restaurants schließen. Damit geht die Stadt über die Verordnungen des Landes hinaus. Die Zahl der Covid-19-Infektionen im Land steigt auf 133.

Dienstag, 17. März 2020 | Halle ruft den Katastrophenfall aus

Die Stadt Halle ruft den Katastrophenfall aus. Damit sind laut Oberbürgermeister Wiegand wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie möglich. Alle verfügbaren Kräfte und Mittel sollen nun zentral gesteuert werden. In der Saalestadt haben sich die bestätigten Infektionsfälle am Dienstag deutlich erhöht. Die Zahl stieg um 8 auf 27 an; in ganz Sachsen-Anhalt sind mittlerweile 105 Covid-19-Fälle gemeldet.

Montag, 16. März 2020 | Schulen und Kitas den ersten Tag geschlossen

Der erste Tag mit geschlossenen Kitas und Schulen in Sachsen-Anhalt: Vielerorts waren die Einrichtungen wie leer gefegt. Außerdem: Der Landkreis Stendal meldet als letzter Kreis in Sachsen-Anhalt seinen ersten bestätigten Corona-Patienten. Anzahl der bestätigten Corona-Infektionen nach dem Wochenende: 77.

Freitag, 13. März 2020 | Alle Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt werden geschlossen

Die Landesregierung teilt mit, dass präventiv alle Kitas und Schulen im Land geschlossen werden. Diese Regelung gilt vorerst bis nach den Osterferien, also bis zum 13. April. Für Eltern mit krisenrelevanten Berufen wird eine Notbetreuung der Kinder vorgehalten. Bislang haben sich in Sachsen-Anhalt 33 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Donnerstag, 12. März 2020 | Stadt Halle schließt Schulen und Kitas

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen-Anhalt zu verlangsamen, schließt die Stadt Halle als erste Großstadt in Deutschland alle Kitas, Schulen und die Universität.

Mittwoch, 11. März 2020 | Sachsen-Anhalt verbietet Großveranstaltungen

Die Ausbreitung des Coronavirus hat weitere Folgen in Sachsen-Anhalt: Das Land verbietet alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Über Events mit weniger Gästen soll im Einzelfall entschieden werden.

Dienstag, 10. März 2020 | Erste Coronavirus-Fälle in Sachsen-Anhalt

Bis zum 10. März war Sachsen-Anhalt das einzige Bundesland ohne nachgewiesenen Coronafall. Am Ende des Tages waren bereits sieben Menschen betroffen. Erste Veranstaltungen wurden abgesagt und Klassenfahrten ausgesetzt.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 29. März 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Naturfroh am 18.03.2020

Ich sehe die das bald noch eine große Welle kommt. Hier in Halle gibt es sehr viele Großraumbüros(Callcenter), da sitzen täglich 100te Menschen, dicht an dicht. 1 hat da das Virus und 100te gehen in Quarantäne oder schlimmer.

Mehr aus Sachsen-Anhalt