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Bei der Impfquote in Sachsen-Anhalt gibt es von Landkreis zu Landkreis erhebliche Unterschiede. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

AnalyseImpfquote zwischen Landkreisen in Sachsen-Anhalt schwankt stark

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 20. August 2021, 04:14 Uhr

Eine Impfpflicht soll es in Deutschland zwar nicht geben, allerdings wird die Bundesregierung nicht müde zu betonen, dass die Impfung immer noch der beste Schutz vor einer Corona-Erkrankung ist. Dieser Appell scheint aber in Sachsen-Anhalt unterschiedlich Gehör zu finden. Denn es gibt mitunter große Unterschiede bei der Impfquote in den Landkreisen.

Die Impfquote ist eine der Zahlen in der Corona-Pandemie, die derzeit wohl mit am meisten diskutiert wird. Aktuellen Zahlen des Sozialministeriums zufolge liegen die Werte in Sachsen-Anhalt aber zum Teil deutlich auseinander. Dessau-Roßlau ist bei den Zweitimpfungen mit 63 Prozent aktuell der Spitzenreiter im Land – gefolgt von Halle und dem Landkreis Harz (jeweils 59 Prozent).

Schlusslicht ist hingegen der Salzlandkreis. Hier haben lediglich 48 Prozent der Menschen bereits einen vollständigen Impfschutz erhalten.

Haseloff: "Unterschiede nicht erklärbar"

Ministerpräsident Reiner Haseloff Bildrechte: dpa

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es sei nicht erklärbar, warum bestimmte Landkreise wie der Saalekreis (50 Prozent), der Salzlandkreis (48 Prozent) und Wittenberg (49 Prozent) bei den Impfungen hinterherhinkten.

Denn gleichzeitig liege die Impfquote im ländlichen Raum wie in der Altmark, wo die Entfernungen größer und die Bevölkerungs- und Arztdichte geringer seien, höher (Stendal: 56 Prozent).

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Haseloff wolle nun mit den Landräten das Gespräch suchen, um der Impfkampagne einen neuen Schub zu verpassen. Es müsse vor allem verstärkt Angebote für Familien mit Kindern geben, so der Ministerpräsident. Das Ziel sei eine Impfquote von mindestens 85 Prozent.

Sachsen ist Schlusslicht im Ländervergleich

Unterdessen sind in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen 57 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Dabei liegt Bremen im Vergleich der Bundesländer mit rund 68 Prozent vollständig geimpften Einwohnern an der Spitze. In Sachsen-Anhalt liegt die Quote bei etwa 55 Prozent. Schlusslicht bleibt Sachsen mit etwa 50 Prozent vollständig geimpften Einwohnern.

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Auch das RKI geht davon aus, dass zwischen 85 und 90 Prozent der Bevölkerung immun sein müssen, bevor sich die Lage stabilisiert und man die sogenannte Herdenimmunität erreicht.

Das würde bedeuten, dass das Virus angesichts vieler immuner Menschen nur noch selten weitergegeben wird und auch ungeschützte Menschen – etwa Kinder, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt – kein hohes Ansteckungsrisiko mehr haben.

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Quelle: MDR/André Damm, Manuel Mohr, Thomas Tasler

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. August 2021 | 17:00 Uhr

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