Weitere Corona-Impflieferung angekommen Moderna-Impfstoff erreicht Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist am Dienstag der zweite Corona-Impfstoff angekommen: Je 600 Impfdosen von Moderna wurden an die Unikliniken in Magdeburg und Halle geliefert. Sie sind für medizinisches Personal bestimmt.

Begleitet von Fahrzeugen der Bundespolizei wird der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna von einem Fahzeug des Logistikunternehmens Hellmann zum Impfzentrum in den Messehallen gefahren
Am Dienstag sind die ersten Dosen des Impfstoffs Moderna ausgeliefert worden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Seit Dienstag gibt es in Sachsen-Anhalt auch den zweiten Impfstoff gegen das Corona-Virus. Je 600 Dosen des US-amerikanischen Herstellers Moderna wurden an die Universitätskliniken in Halle und Magdeburg geliefert. Wie Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) weiter erklärt hat, ist das Vakzin zunächst für das Personal an den beiden Unikliniken und in weiteren Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt vorgesehen.

Der Moderna-Impfstoff war von der Europäischen Union am vergangenen Mittwoch zugelassen worden. Der Dekan der Medizinischen Fakultät in Halle, Michael Gekle, erklärte MDR SACHSEN-ANHALT, der Moderna-Impfstoff sei genauso wirkungsvoll wie das Vakzin von BioNTech-Pfizer. Studien gingen von 90 bis 95 Prozent Schutz aus.

Laut Grimm-Benne gelten für den Moderna-Impfstoff besondere Regeln, so dass sich das Land entschieden hat, ihn von zentraler Stelle aus zu verteilen. Insgesamt hat das Bundesgesundheitsministerium Sachsen-Anhalt 27.600 Moderna-Dosen bis Ende Februar zugesagt. Die nächste Lieferung des bisher einzigen Impfstoffs von BioNTech/ Pfizer wird am 19. Januar in Sachsen-Anhalt erwartet. Laut Grimm-Benne kommen dann in jeder Woche 19.500 neue Dosen. Bis Mitte Februar sollen es insgesamt 175.000 sein. Bis zum 12. Januar hatte Sachsen-Anhalt 58.500 BioNTech-Pfizer-Impfungen geliefert bekommen.

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Erste Impfzentren arbeiten seit Montag

Bis zum 15. Februar solle allen Menschen der ersten Gruppe ein Impfangebot gemacht werden. Das hätten die Gesundheitsminister der Länder mit Bundesminister Jens Spahn (CDU) abgesprochen. Grimm-Benne wörtlich: "Wir werden niemanden in dieser Risikogruppe vergessen." Am Montag hatten die ersten Impfzentren in Sachsen-Anhalt ihre Arbeit aufgenommen. Die Ministerin sprach von einem "geglückten Start". Bis zum Montag waren nach Ministeriumsangaben in Sachsen-Anhalt 24.413 Menschen geimpft worden, vorrangig in Alten- und Pflegeheimen und Pflegepersonal. Schwierigkeiten bei der Terminvergabe würden geklärt.

Quelle: MDR/kö

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 12. Januar 2021 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

Ines W. vor 39 Wochen

Nur weil sie behaupten, dass es ein Impfchaos gibt liegt noch lange kein solches vor! Weiterhin ist es doch völlig ausreichend, wenn die Menge an Impfstoff vorhanden ist, die sich aktuell verimpfen lässt. Es ist ja nicht so, dass wir die insgesamt benötigten Impfdosen bereits im Januar in irgend einem Lager vor Ort benötigen. Wäre der Impfstoff kein Politikum, mit dem man Stimmung machen könnte, dann würde wohl niemand die Tatsache skandalisieren, dass für einen frisch erfundenen medizinischen Wirkstoff nicht von jetzt auf gleich unendliche Produktionskapazitäten vorhanden sind.

Die Erfolgsgeschichte besteht darin, dass wir in dieser Krise zum ersten mal aktiv gegen den Virus kämpfen können, statt nur passiv alle Kontakte zu meiden. Natürlich kann man aber auch diesen historischen Wendepunkt schlecht reden, weil er einen politisch nicht in den Kram passt.

Ines W. vor 39 Wochen

Hallo Rotti, da wir nicht mehr im Nationalsozialismus leben kann man ihre Frage leider aktuell nicht exakt beantworten. Menschenversuche gibt es gottseidank in unserem Land nicht mehr.

Zu ihrer Frage:
Es wäre doch sehr unethisch, wenn man Menschen gezielt mit dem Sars-Cov-2 Virus infiziert um den Erfolg eines Impfstoffes verifizieren zu können. Was man jedoch sicher sagen kann ist, dass die Impfstoffe wie andere auch das Imunsystem zur Bildung einer Immunantwort anregen. Manche Kennzahlen dieser Immunantwort lassen sich durch die Bestimmung verschiedener Antikörpertiter und dem Vergleich mit den Erfahrungswerten bei anderen Infektionskrankheiten gut interpretieren.

Also freuen sie sich doch einfach, statt diesen historischen Erfolg zu zerreden. Leider muss ich ihre Frage hier mit ihren anderen Kommentaren zu Corona in Relation setzen und ihnen genau dies unterstellen.

maheba vor 39 Wochen

Für mich liest sich der Artikel über die Lieferung dieser 1200 Impfstoffdosen hier wie eine Erfolgsmeldung. Leider ist sie das nicht.
Ihr Artikel stellt die Tatsachen, ohne kritisch zu sein, verschönt dar. Es ist nicht zu verstehen warum dieses Impfchaos herrscht und es zu wenig Impfstoff gibt.
All dies wird zu Frust und weiterer Impfmüdigkeit führen.

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