Omikron-Welle Coronavirus: Zahl der Krankenhaus-Patienten steigt weiter an

Die Omikron-Welle hat in den Krankenhäusern noch nicht den Höhepunkt erreicht. Laut Krankenhausgesellschaft sind immer mehr Betten belegt, vor allem aber auf den Normal-Stationen. Die Lage auf den Intensivstationen habe sich entspannt.

Zwei Ärzte bereiten auf der Intensivstation des Corona-Zentrum am Marienhospital ein Patientenbett vor.
Auf den Intensivstationen in Sachsen-Anhalt hat sich die Corona-Lage entspannt. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die Zahl der Patienten auf den Corona-Stationen in Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt steigt derzeit noch an. Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft des Landes ist der Höhepunkt der Omikron-Welle in den Kliniken noch nicht erreicht. Das liegt laut Geschäftsführer Gösta Heelemann daran, dass sich die Infektionszahlen erst zeitversetzt in den Kliniken niederschlagen.

Die Zahl der belegten Betten in den Corona-Normalstationen sei allein im Februar 2022 um 300 gestiegen. Die Lage auf den Intensivstationen habe sich hingegen entspannt. Die aktuelle Hospitalisierungsrate liegt bei rund neun. Das bedeutet, dass von 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in Sachsen-Anhalt in den vergangenen sieben Tagen rund neun Personen wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert worden sind.

Personalmangel, unter anderem wegen Quarantäne

Wegen Personalmangel bleibe die Situation dennoch angespannt, unter anderem weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Quarantäne-Regeln betroffen seien. Deshalb hätten Stationen zeitweise geschlossen werden müssen. Heelemann sagte: "Ein Übergang zum Regelbetrieb, wie wir ihn vor der Pandemie kennen, ist auch deshalb derzeit nicht möglich." Man gehe aber davon aus, dass sich mit den weiterhin sinkenden Inzidenzen auch die Personallage in den Krankenhäusern entspannen werde.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt in Sachsen-Anhalt derzeit 1.582,3. Damit ist sie im Vergleich zur Vorwoche kaum angestiegen. Am Donnerstag, den 17. Februar, hatte sie bei 1.574,6 gelegen. Besonders betroffen ist derzeit das Jerichower Land, wo die Inzidenz bei 2.798,6 liegt. Nur in Dessau-Roßlau liegt die Inzidenz auf Kreisebene mit einem Wert von 836,8 noch im dreistelligen Bereich.

dpa,MDR (Julia Heundorf)

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