Corona-Lage | 16. März 2021 Zahl der Intensivpatienten steigt wieder

Nach den Infektionszahlen steigt in Sachsen-Anhalt auch wieder die Zahl derjenigen, die wegen einer Corona-Erkrankung intensivmedizinisch betreut werden müssen. Über mögliche Verschärfungen will das Land aber erst kommende Woche beraten.

Ärztinnen auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation vom Universitätsklinikum Leipzig.
Die Zahl der Intensivpatienten ist in Sachsen-Anhalt zuletzt gestiegen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Nachdem zuletzt die Corona-Infektionszahlen und die Sieben-Tage-Inzidenzen in Sachsen-Anhalt angestiegen sind, müssen nun auch wieder mehr Menschen intensivmedizinisch betreut werden. 77 Intensivbetten sind aktuell mit Covid-Patientinnen und -Patienten belegt, 40 davon müssen beatmet werden. Am Freitag waren es noch 14 Intensivpatienten weniger.

Den bisherigen Höchststand während der Pandemie erlebte Sachsen-Anhalt nach Angaben des Intensivregisters DIVI am 5. Januar 2021. Damals mussten 211 Menschen mit einer Corona-Erkrankung intensivmedizinisch betreut werden.

Sieben-Tage-Inzidenz weiter über 100

Am Dienstag wurden im Land 307 neue Corona-Fälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche positiv auf Corona getestet wurden, liegt nach Angaben des Sozialministeriums bei knapp 110. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag der Inzidenzwert am Dienstagmorgen bei 106,9 und damit geringfügig unter dem des Vortages von 107,8. Damit wurde für das Land den dritten Tag in Folge eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 ermittelt. Höhere Werte wies das RKI-Dashboard am Dienstagmorgen nur für die Nachbarländer Thüringen (166,6) und Sachsen (110,0) aus.

Die Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt bleiben trotz gestiegener Infektionszahlen bis mindestens nächsten Dienstag unverändert. "Bis zum 23. März wird nichts zu- oder aufgemacht", sagte ein Regierungssprecher am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Eine Ausnahme sei die am Dienstag beschlossene Aussetzung der Präsenzpflicht an weiterführenden Schulen. Die Landesregierung wolle noch mehrere Gesprächsrunden zwischen Bund und Ländern sowie weitere Erkenntnisse zum Astra-Zeneca-Impfstoff abwarten, bevor sie über das weitere Vorgehen entscheidet, sagte der Sprecher.

Das Sozialministerium berichtete auch von 14 weiteren Sterbefällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt seien bislang 2.626 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Die Impfquote für die Erstimpfungen liegt den Angaben zufolge bei 7,36 Prozent, die für die Zweitimpfungen bei 3,2 Prozent.

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Bildrechte: MDR/Unsplash/United Nations COVID-19-Response

dpa, MDR, Oliver Leiste

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 16. März 2021 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

AlexLeipzig vor 7 Wochen

"Und es gibt auch ein Recht auf Nichtwissen". Das scheinen einige Kommentatoren sehr auszukosten. Inwiefern stellt für Sie der Test "einen Eingriff" dar? Sie sollen schließlich keine Biopsie von Ihrer Nasen- oder Rachenschleimhaut nehmen. Kurz abstreichen genügt! Ganz im Ernst: Umso mehr wir testen, umso mehr wissen wir (damit meine ich die Gesellschaft, um die es hier geht, nicht Sie als Individuum). Umso größer die Stichprobe, umso valider das Ergebnis. Das sind statistische Grundlagen.

Critica vor 7 Wochen

Die Zahlen werden auch noch weiter steigen, denn inzwischen sind wir an dem Punkt angekommen, wo es "Testpflicht durch die Hintertür" gibt. Thüringen macht es vor. Wer nicht negativ getestet ist, darf sich keine neue Unterhose im Geschäft kaufen :). Und Punkt.
Ich finde es einfach schrecklich, dass hektisch unter gesunden, symptomfreien Menschen nach Viren gesucht wird.
Es gibt auch das Recht auf Unversehrtheit (der Test ist ein Eingriff). Und es gibt auch ein Recht auf Nichtwissen.

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