Corona-Lage | 13. Mai 2021 Wichtige Corona-Kennzahlen weiter gesunken

Sinkende 7-Tage-Inzidenz, weniger registrierte Neuinfektionen und weniger aktive Coronafälle als in der Vorwoche: Wichtige Kennzahlen der Corona-Pandemie in Sachsen-Anhalt weisen am Donnerstag in eine positive Richtung.

Impfdosen werden vorbereitet
Aufgrund technischer Probleme hat das Gesundheitsministerium am Himmelfahrtstag keine aktuellen Impfzahlen mitgeteilt. Bildrechte: dpa

Wichtige Corona-Kennzahlen sind am Donnerstag im Vergleich zur Vorwoche weiter zurückgegangen. Dazu gehört die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Zahl der aktiven Coronafälle. Auch die 7-Tage-Inzidenz Sachsen-Anhalts nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist rückläufig.

333 Coronavirus-Neuinfektionen registriert

Binnen 24 Stunden haben sich nach Angaben des Landesamts für Verbraucherschutz 333 weitere Menschen in Sachsen-Anhalt mit dem Coronavirus angesteckt. Am gestrigen Mittwoch sind 495 Neuinfektionen gemeldet worden, vor einer Woche sogar 553 Neuinfektionen an einem Tag. Die Zahl der aktiven Coronafälle liegt bei landesweit 4.795. Vor einer Woche waren es 6.090 Fälle.

Seit Beginn der Pandemie haben sich Stand Donnerstag 95.972 Menschen in Sachsen-Anhalt mit dem Coronavirus infiziert. Am Donnerstag sind fünf Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie sind in Sachsen-Anhalt 3.189 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

Sachsen-Anhalt: Corona-Inzidenz von 110,6

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag bei 110,6. Damit ist sie im Vergleich zur Vorwoche (131) gesunken. Zum Vergleich: Im Nachbarbundesland Thüringen lag die Inzidenz am Donnerstag bei 162,5 und damit im Bundesländer-Vergleich am höchsten. Für Sachsen meldete das RKI einen Inzidenzwert von 140,1.

In insgesamt fünf Regionen liegt die 7-Tage-Inzidenz Stand Donnerstag unter 100: Landkreis Anhalt-Bitterfeld (66,9), Bördekreis (82,5), Landkreis Jerichower Land (99,3), Dessau-Roßlau (94,9) und Magdeburg (69,5). Doch einzig in Magdeburg liegt die Inzidenz bereits so viele Tage in Folge unter 100, dass die Corona-Notbremse des Bundes nicht mehr gilt.

Die dritte und damit höchste Stufe der Corona-Notbremse des Bundes greift nach wie vor im Burgenlandkreis (heutiger 7-Tage-Inzidenzwert: 130,8), im Saalekreis (122,9) und im Salzlandkreis (128,5).

Was bei den Inzidenzzahlen zu beachten ist

Die Meldungen des RKI sind laut Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt entscheidend für Beschlüsse über Corona-Maßnahmen wie Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen.

Die vom Land gemeldeten Werte weichen in der Regel von den RKI-Zahlen ab, da sie etwas aktueller sind. Außerdem ordnet das RKI nachgemeldete Zahlen dem tatsächlichen Erkrankungs- oder Meldedatum zu, auch wenn sie dadurch aus der Zeitspanne der sieben Tage herausfallen.

Lage auf den Intensivstationen

Die Lage auf den Intensivstationen im Land hat sich im Vergleich zur Vorwoche weiter entspannt. Laut RKI wurden Stand Donnerstag 108 Menschen in Sachsen-Anhalt intensivmedizinisch wegen einer Covid-19-Infektion behandelt, 73 von ihnen mussten beatmet werden.

Zweitimpfungen für "Impftouristen" in Haldensleben

Das Gesundheitsministerium hat am Donnerstag aufgrund technischer Probleme keine aktuellen Daten zu Erst- und Zweitimpfungen veröffentlicht.

Menschen, die nicht in Sachsen-Anhalt leben, aber Anfang April in Magdeburg ihre Corona-Erstimpung erhalten haben, will das Gesundheitsministerium des Landes nun auch eine Zweitimpfung anbieten. Zuvor hatte der Oberbürgermeister von Magdeburg, Lutz Trümper, die Zweitimpfungen für Personen aus anderen Bundesländern schriftlich abgesagt.

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne kritisierte die Absage. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, dass den 900 Betroffenen nun Zweitimpfungen in Haldensleben im Bördekreis angeboten würden, um ihren vollständigen Impfschutz zu gewährleisten.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

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Illustration eines Corona-Infizierten, der auf der Straße weitere Passanten ansteckt.
Bildrechte: MDR/Unsplash/United Nations COVID-19-Response

MDR/Maria Hendrischke

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 13. Mai 2021 | 19:00 Uhr

3 Kommentare

Matthias Rentsch vor 4 Wochen

Mich würde wirklich einmal interessieren, welche Gründe es dafür gibt, weshalb die Inzidenzwerte im Burgenlandkreis und im Salzlandkreis beständig so weit oben angesiedelt sind. Sind darüber bereits Studien bzw. Analysen erstellt worden? Was wird von Seiten der Behörden, außer den bekannten Einschränkungen und Verordnungen, dagegen unternommen?

Ritter Runkel vor 4 Wochen

Ich kann nur feststellen, dass die Bedeutung möglichst präziser Daten zum Monitoring der Pandemie von vielen in der Politik bis heute offenbar nicht ausreichend erkannt wurde. Sonst würde es längst auch repräsentative Stichproben geben, um verlässlich festzustellen, wie viele Menschen welchen Alters sich in welchen sozialen Zusammenhängen wann anstecken. Wir müssen dringend besser werden.

Ritter Runkel vor 4 Wochen

Der Effekt der Saisonalität wurde im Februar/März noch von den meisten Experten als vernachlässigbar abgetan, bzw. wurden Mindermeinungen als unwissenschaftlich verunglimpft. Obwohl ein Blick auf den Frühling/Sommer 2020 bzw. auch auf andere vergleichbare Infektionskrankheiten eigentlich ohne große Schwierigkeiten genau das gezeigt hätte.
Vielleicht nimmt sich irgendein Journalist einmal dieser Experten an, so wie man sich sonst immer auch mit Inbrunst an Leuten wie Streeck abgearbeitet hat. Und fragt dann auch gleich noch einmal, wie es zu den teilweise absurden Inzidenz-Prognosen im Februar/März gekommen ist.

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