Corona-Lage | 3. Februar 2022 Rekordhoch: Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt macht gewaltigen Sprung

In Sachsen-Anhalt ist der Inzidenz-Wert sprunghaft angestiegen. Besonders betroffen ist die Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen. Unterdessen werden hierzulande die Testkapazitäten knapp. Das lässt Experten an der Aussagekraft des aktuellen Inzidenz-Wertes zweifeln.

Inzidenz im Land auf Rekordhoch

Die Corona-Neuinfektionsrate in Sachsen-Anhalt steigt weiter deutlich an. Am Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) einen Rekordwert von 974,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage. Vor einer Woche hatte der Wert noch 572,9 und am Mittwoch 874,0 betragen. Der bisherige Inzidenz-Höchststand lag bei 907,7 (Anfang Dezember 2021).

Die höchste Inzidenz wurde am Donnerstag in Sachsen-Anhalt für den Landkreis Börde mit 1.441,1 registriert. Im Jerichower Land lag der Wert laut RKI bei 1.302,0 und in Halle bei 1.283,1.

Die Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 5.779 Corona-Neuinfektionen. Sieben weitere Todesfälle wurden registriert.

Nach Altersgruppen aufgeschlüsselt zeigt sich, dass die Inzidenz in der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen mit Abstand am höchsten ist. Dort liegt sie bei fast 3.000. Allgemein ist junge Altersgruppe am stärksten von Infektionen betroffen. Bei alten Menschen hingegen ist die Inzidenz relativ stabil.

Deutschlandweit erreichte die Inzidenz am Donnerstag den Wert von 1.283,2. Am Vortag hatte der Wert bei 1.227,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1.017,4 (Vormonat: 232,4).

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen ist erneut auf einen Höchststand gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten nach den RKI-Angaben vom Donnerstagmorgen 236.120 Fälle in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 203.136 erfasste Neuinfektionen gewesen.

Inzidenz-Wert wird zunehmend ungenau

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Das liegt unter anderem daran, dass Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Zudem melden einige Städte und Kreise seit Tagen Probleme bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen.

Testkapazitäten werden knapp

Weil sich momentan so viele Menschen in Sachsen-Anhalt mit dem Corona-Virus anstecken, werden auch die Testkapazitäten knapp. Das führt zu langen Warteschlangen. Teilweise müssen Menschen bis zu drei Stunden auf einen PCR-Test warten. Die Behörden in Magdeburg wollen nun aber für Abhilfe sorgen.

Impftempo weiter schleppend

Bis zum Donnerstag waren in Sachsen-Anhalt laut RKI gut siebzig Prozent der Bevölkerung einmal gegen Covid-19 geimpft.

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MDR (Fabienne von der Eltz)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 03. Februar 2022 | 06:00 Uhr

2 Kommentare

Shantuma vor 43 Wochen

Zusatz:
Laut verlinkten Bericht über die Warteschlange in Magdeburg, hat Sachsen-Anhalt eine PCR-Kapazität von 10.000 ggf. 20.000 PCR-Tests pro Woche.

Bei 2 Mio Einwohnern, sind dies also 1.000 PCR-Tests pro 100.000 innerhalb einer Woche (Annahme von 20.000 Tests).

Jeder kann jetzt selber überlegen woher über 20.000 positive Getestete kommen. Ich vermute Sachsen-Anhalt lagert Tests aus, weil die eigenen Kapazitäten nicht ausreichen. Was absolut verständlich ist.

kleiner.klaus77 vor 43 Wochen

Oder die Ergebnisse stimmen nicht!

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