Corona-Lage | 25. Februar 2021 7-Tage-Inzidenz steigt, Neuinfektionen sinken

Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt ist am Donnerstag leicht gestiegen. Laut den Zahlen des Sozialministeriums liegt der Wert seit einer Woche um 90. Die Zahl der Neuinfizierten ist im Vergleich zu Mittwoch gesunken.

Nahaufnahme einer Frau, die eine Maske und eine Brille trägt
Bildrechte: imago images / ZUMA Wire

Mit Blick auf die Corona-Zahlen zeigt sich in Sachsen-Anhalt am Donnerstag keine Entspannung der Lage. Die 7-Tage-Inzidenz ist laut Sozialministerium zum Vortag gestiegen. Sie liegt am Donnerstag bei 93, am Mittwoch betrug sie 89. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet für Sachsen-Anhalt eine Inzidenz von 85, am Mittwoch von 81.

In der vergangenen Woche sind die Inzidenzwerte auf einem etwa gleichen Niveau geblieben. Laut der Zahlen des Landes lagen sie zwischen 89 und 92, nach den Zahlen des RKI zwischen 81 und 90.

Die Zahl der Neuinfizierten zum Vortag ist gesunken. 383 neu gemeldete Fälle hat das Land von Mittwoch auf Donnerstag registriert. Im Vergleich zur Vorwoche zeigt sich aber auch hier eine Erhöhung der Zahl. Vor einer Woche gab es am gleichen Tag 326 Neuinfektionen.

Was bei der 7-Tage-Inzidenz beachtet werden muss

Anhand des Inzidenzwerts kann abgelesen werden, wie stark das momentan Infektionsgeschehen einer Region ist. Allerdings ist an dem Wert allein nicht ablesbar, welche Infektionsgeschehen für einen hohen Wert verantwortlich ist. 50 Fälle in einem eingrenzbaren Cluster – beispielsweise einem Pflegeheim oder einer Feiergesellschaft, die im gleichen Ort wohnt und nicht sehr mobil ist – sind anders zu beurteilen als 50 Fälle, die sich über den gesamten Landkreis verteilen und diffuse oder nicht nachvollziehbare Infektions- und Kontaktketten nach sich ziehen. Noch mehr Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel:

Höchste Inzidenz weiterhin im Burgenlandkreis

Das Infektionsgeschehen ist im Burgenlandkreis weiterhin am stärksten. Dort beträgt die 7-Tage-Inzidenz am Donnerstag  224. Auch die Zahl der Neuinfizierten zum Vortag ist mit 78 landesweit die höchste. Im Altmarkkreis Salzwedel und in Magdeburg wurden mit jeweils 5 bzw. 9 die wenigstens Neuinfektionen gemeldet.

Weitere 25 Personen sind nach den Zahlen des Sozialministeriums von Mittwoch auf Donnerstag im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Am Donnerstag vor einer Woche waren 33 Meldungen eingegangen. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 2.410 Menschen in Sachsen-Anhalt mit oder an dem Virus gestorben.

In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 60.018 Corona-Fälle erfasst. 53.819 Personen gelten als genesen.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

Alle Zahlen und Grafiken zur Corona-Entwicklung haben wir hier für Sie zusammengefasst:

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MDR, Sarah Peinelt

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 25. Februar 2021 | 19:00 Uhr

6 Kommentare

Ritter Runkel vor 7 Wochen

Wenn man endlich in der Öffentlichkeit verstehen würde, dass Wissenschaft mittlerweile auch ein Geschäft ist, wäre viel gewonnen. Veröffentlichung, Aufmerksamkeit und Prestige sichern Geld, Staatliches wie Drittmittel und Karriere. Das heißt auch in der Wissenschaft herrscht mittlerweile die Aufmerksamkeitsökonomie. Schneller, möglichst spektakuläre Ergebnisse, das bringt in der Pandemie Medienresonanz und damit Prestige. Wenn man sich z. B. die Darstellung von Viola Priesemann anschaut, so ist es schon peinlich, wie sie mit der Trivialität, dass wir bei einem R-Wert von 0,7 die Präsenz des Virus nahezu gegen null drücken können. Bei der Frage, wie wir dahin kommen, hat sie keine Idee. Da wurden wohl keine Maßnahmen modelliert. Aber es reicht für reichlich Medienpräsenz. Da winkt doch die C4-Professur....

Ritter Runkel vor 7 Wochen

Ich kenne eine Menge Leute, die sich an die Regeln halten und auch viel Verständnis für die Maßnahmen aufgebracht haben. Aber man kann schon von Stimmung kippen reden, egal wie die jeweiligen Ansichten sind. Leider wird immer mehr ersichtlich, dass die Leute, mit denen ich rede, nicht mehr die Kraft aufbringen oder von mir aus auch die Geduld, um noch weitere Wochen im Lockdown zu verharren. Es war zwar klar, dass diese Pandemie nicht von heute auf morgen beendet sein wird, aber es geht schon gewaltig an die Substanz, wenn man immer nur noch neue Einschränkungen vor die Füße geworfen bekommt, aber es einfach keine Erleichterungen gibt. Man kann den Menschen nicht immer nur Horrorszenarien und Negatives ausmalen, es muss auch irgendwann mal was Positives passieren. Die Unvernunft einiger Leute rührt aber auch daher, dass das Krisenmanagement unserer Regierung nicht gerade das Beste ist, von der Kommunikation ganz zu schweigen.

Ritter Runkel vor 7 Wochen

Seitens der Politik wird doch schon die ganze Zeit auf die Virologen und Mathematiker mit ihren Modellen und Kurven gehört.
Kaum Gehör finden dagegen die wissenschaftlichen Disziplinen, die sich damit befassen, was die Einschränkungen mit den Menschen machen und wie sie sich vor allem auf die Motivation auswirken.
Bei Sprüchen wie "Zügel anziehen", "Daumenschrauben festdrehen" oder "auf der Bremse stehen", hat man bisweilen den Eindruck, dass komplett das Bewusstsein dafür verloren gegangen ist, dass man es mit Menschen und nicht mit einer Viehherde oder einem mechanischen Räderwerk zu tun hat.
Malu Dreyer hat vollkommen recht mit ihrer Forderung, dass endlich auch Geisteswissenschaftler*innen in die Expertenrunde gehören.

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